Im viktorianischen London des 19. Jahrhunderts entdeckt eine Prostituierte auf der Westminster Bridge einen Toten, einen Parlamentsabgeordneten, der tot - mit durchschnittener Kehle an einen Laternenpfahl gebunden wurde. Die Stadt ist erschüttert und glaubt an die Tat eines Wahnsinnigen. Als Inspektor Pitt im Hause des Toten nachforscht, kommt er zunächst keinem privaten Motiv auf die Spur.
Da aber ereignen sich weitere Morde nach dem selben Muster, wieder trifft es Parlamentsabgeordnete auf der Westminster Bridge und wieder werden sie auf so fürchterliche Weise an Laternenpfähle gebunden. Was aber ist diesen Morden gemeinsam? Pitt stößt auf die Frauenrechtlerin Florence Ivory, die sich für die revolutionäre Fordrung der Frauen nach Wahlrecht einsetzt. Ist sie die Mörderin und sind die Ermordeten methodisch ausgewählt worden? Nach Meinung vieler Zeitgenossen, auch der Frauen - und besoders derjenigen höherer Gesellschaftsschichten - kann eine Frau, die sich fúr das Wahlrecht einsetzt, nur verrückt sein. Die Leidenschaft zu morden hat diese Frau selbst nach Pitts Erfahrung.
Zunächst begegnet Charlotte Pitt, die Frau des mit dem Fall beauftragten Inspektors, der Tante jener Frauenrechtlerin bei ihrer eigenen Großtante Vespasia. Die Frauen versuchen gemeinsam, die Wahrheit ans Tageslicht zu bringen. Während Charlottes Schwester Emily mit Ihrem neuen Ehemann Jack auf Hochzeitsreise auf dem Kontinent unterwegs ist, erlebt Charlotte Pitt mal wieder aufregende Momente.
Alles scheint plötzlich geklärt, als tatsächlich eine Wahnsinnige festgenommen werden kann. Aber ist die Lösung so einfach? Oder steckt doch mehr dahinter? Wie immer eine spannende Geschichte von Anne Perry, mit der nicht nur die Aufklärung eines Mordes erzählt wird, sondern auch geschichtliches Hintergrundwissen sehr anschaulich eingeflochten wird.