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Die dritte Kugel: Roman
 
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Die dritte Kugel: Roman [Taschenbuch]

Leo Perutz , Hans-Harald Müller
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 336 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Juli 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423135794
  • ISBN-13: 978-3423135795
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 11,8 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 227.514 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Leo Perutz
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Gönnen Sie sich und ihren Kunden möglichst viele Werke der auf elf Bände angelegten Perutz-Edition im dtv! Wer sich auf Lesereise durch das Werk des Leo Perutz begibt, wird es hoffentlich genießen, Buch für Buch zu entscheiden, was in der Literaturkritik nach wie vor umstritten ist: Bietet Perutz beste Unterhaltungsliteratur auf raffiniert ausbalanciertem, anspruchsvollsten Niveau oder höchst spannungsgeladene, oft gleichsam mathematisch komponierte Kunstwerke von einzigartigem dichterischen Rang?«
Helmut Benze, Buchhändler Heute September 2007

»Das Buch war einer der ersten der vielen phantastisch-kriminalistischen Romane von Perutz. Rätselhaft bleibt nur, warum bis jetzt noch kein Hollywood-Regisseur daran dachte, diesen Historienroman (mit Antonio de Mendoza als herrlichem Bösewicht und der lieblichen Dalila als Kindfrau) auf die Leinwand zu bringen. Bis dahin gibt es immerhin das Kopf-Kino des Lesers.«
Susanne Habel, Süddeutschen Zeitung 31.08.2007

»›Die dritte Kugel‹ ist ein eigentümliches, urwüchsiges und reines Lesevergnügen, das dazu einlädt, einen der interessantesten deutschsprachigen Erzähler des 20. Jahrhunderts wiederzuentdecken.«
Jüdische Zeitung Juli 2007

»Dieser Roman des österreichischen Schriftstellers Leo Perutz schildert mit explosiver Kraft die Unterdrückung Mexikos durch die spanischen Eroberer unter Cortez. Das wird dramatisch und farbenfroh erzählt.«
Lausitzer Rundschau 02.07.2007

Kurzbeschreibung

Elfter und letzter Band der dtv-Perutz-Edition zum 50. Todestag des Autors

Es ist das Jahr 1547 und die Spanier kämpfen unter dem General Cortez erbittert um die Eroberung des Aztekenreichs. Mitten drin steckt der Graf Grumbach, der noch vor Cortez mit seinen Truppen nach Amerika aufgebrochen ist und sich dort in die schöne Indianerin Dalila verliebt. In faszinierenden Bildern schildert Perutz die Zerstörung einer grausamen Welt durch eine noch grausamere und das Schicksal des Grafen, der inmitten des Grauen sein Gedächtnis verliert.


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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Minnhera
Format:Gebundene Ausgabe
In diesem historischen Roman über die Niederlage der Azteken gegen die spanischen Eroberer unter Cortez (16. Jhd.) richtet Perutz sein allmächtiges Augenmerk auf einen kleinen Trupp Deutscher, die vor Cortez und seinen Mannen in Mexiko eintreffen, sich dort mit den Einheimischen zusammentun und nichts weiter wollen, als in dem neuen Land zu überleben. Der Einbruch der Spanier macht diese Pläne jedoch zunichte. Bald stehen Deutsche und Azteken gemeinsam den Spaniern im Kampf gegenüber - und der Mensch des 21. Jhd. weiß ja, wie die Sache ausgegangen ist. An sich würde diese Handlung allein vielleicht noch keine bemerkenswerte Geschichte machen, aber Perutz wäre nicht Perutz, wenn er es bei den trockenen Tatsachen bewenden lassen würde. Er streut a) seine Version düsterer Phantastik ein, indem er den Teufel, ein Gewehr mit verhexten Kugeln und einen rätselhaften, sinnverwirrenden "indianischen Nebel" auftreten läßt - alles so gut vorbereitet und beschrieben, daß man als Leser gar nicht die Chance erhält, aufzubegehren, sondern es gern für bare Münze nimmt -, und widmet b) allen Figuren die gleiche freundliche Sorgfalt. Der als Indio-Schlächter verschriene Cortez kommt menschlich nicht schlechter weg als sein Gegner Montezuma, die Deutschen sind weder heldenhafter, noch schurkischer als die Spanier und sogar die Motive des Teufels kann man irgendwie nachvollziehen. Dabei ging es Perutz, der diese Geschichte 1915 veröffentlichte, sicher nicht um Political Correctness. Er hat lediglich begriffen, daß jeder Mensch (und sogar übernatürliche Wesen) seine Licht- und Schattenseiten hat - und daraus formt er komplexe Persönlichkeiten, die fesseln und mitreißen. Man ist an ihrem Schicksal interessiert, weil sie nicht eindimensional-gut oder -schlecht sind. Für mich ein ganz großes Buch, das offensichtlich noch bis in die moderne Fantasy nachwirkt; ich kenne jedenfalls mindestens ein Buch, das versucht, "Die dritte Kugel" zu kopieren... Unbedingt lesen!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Fantastisch 15. November 2010
Format:Taschenbuch
Die dritte Kugel - erneut ein Meisterwerk von Leo Perutz! Die Spannung ist nicht zu überbieten, man muss sich dazu zwingen, das Buch nicht in einem Zuge zu verschlingen. Es ist einfach fantastisch, wie dieser frühe Meister des magischen Realismus' Historie und Fiktion zusammenbringt. Die Figuren wie Cortes, aber auch Alvarado, Aguilar, Montezuma und dessen Nachfolger Cuauhtemoc als Aztekenkönige hat es ja wirklich gegeben, ebenso wie die Kämpfe um Tenochtitlan mit der "noche triste", der "Nacht der Trübsal" am 30. Juni 1520. Auch der zwielichtige Herzog von Mendoza hat ein historisches Vorbild: Antonio de Mendoza, von 1534 bis 1550 Vizekönig von Mexico, nach dem der Codex Mendoza benannt wurde, eine Sammlung aztekischer Bilddokumente der damaligen Zeit. Perutz gibt diesen historischen Gestalten ein Gesicht und einen Charakter, setzt dagegen fiktive Personen, die es so gegeben haben könnte wie Grumbach und Jäcklein, wobei auch das Indiomädchen Dalila ein historisches Vorbild hat: Marina, zeitweise Geliebte des Cortes und Mutter eines gemeinsamen Sohnes. Man sieht: Wenn ein genialer Erzähler wie Perutz, der ja leider nach 1945 für lange Zeit von den deutschen Verlagen schmählich vernachlässigt wurde, einen spannenden historischen Befund wie die Ereignisse in Mexico im 16. Jahrhundert mit seiner Erzählkunst und Fantasie verbindet, dann entsteht ein Roman, der nicht nur überaus lehrreich sondern auch äußerst spannend ist. Man sieht: Meine Begeisterung ist grenzenlos!
War diese Rezension für Sie hilfreich?
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Timo Brandt TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Wie jeder Roman von Leo Perutz ist auch dies Buch gleichsam komprimiert erzählt und doch voller Leben; es ist ein Roman, der niemals von der Handlung abschwenkt, der niemals Komplexität zu beschwören sucht und trotzdem (oder: gerade deswegen) ist er ein unglaublich intensives Literaturerlebnis.

Der Niedergang des Aztekenreiches, herbeigeführt durch Cortez, ist in groben Umrissen bekannt; doch wie bei vielen lange zurückliegenden historischen Ereignissen, kann man in das große, bekannte Räderwerk der Geschichte kleine phantastische Rädchen einsetzen, ohne das etwas kaputt geht. In diesem Fall besteht das Rädchen aus einer handvoll deutscher Auswanderer, die vor den Glaubenskriegen in ihrem Land in die neue Welt geflohen sind und sich dort sofort mit den spanischen Inquisitoren anlegen, ja sich sogar bald auf die Seite des Aztekenherrschers Montezuma II schlagen, der sie freundlich aufnimmt. Ihr Anführer ist ein entstellter ehemaliger deutscher Adeliger, der mit einem aus dem Heere des Cortez einst üble Händel hatte und eher den Teufel zur Hilfe nähme, als das Gold der Azteken dem römisch-katholischen Kaiser von Spanien und Österreich zu überlassen...

Wenn man Realität, also Historie, und Phantastisches mixt muss man sehr auf Kohärenz bedacht sein. Alles muss stimmig wirken. Nun ist Perutz ein Meister der Kohärenz; Sprache, Mythologie, Redensarten - es gibt kaum etwas, das er nicht in seinen Roman integriert hätte. So entsteht das Gefühl einer wahrhaften Geschichte beizuwohnen, die nicht allzu fern ist, weil sie historische Teilwurzeln hat, aber ganz fern ist, weil sie phantastische Elemente wie den Teufel als Person und ähnliches beinhaltet.

Ich kann nur jedem raten dieses köstliche Romänchen zu lesen. Es hat Spannung, es hat eine ganz eigene Art von Dramatik, es hat Kolorit und Geist, es weiß also bestens zu unterhalten. Sehr empfehlen kann ich auch Perutz Roman Der schwedische Reiter und Zwischen neun und neun.
Verpassen sie Perutz nicht - sie würden es bereu'n.
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