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»Die Zeit geht mit der Zeit: Sie fliegt.
Kaum schrieb man sechs Gedichte,
ist schon ein halbes Jahr herum
und fühlt sich als Geschichte.«
Anfang der fünfziger Jahre erhielt Erich Kästner von einer Zeitschrift den Auftrag, einmal im Monat ein Naturgedicht zu schreiben. Ergebnis dieser Arbeit sind diese dreizehn Gedichte »eines Großstädters für Großstädter«, Gedichte, in denen Kästner mit viel Witz und Poesie die Natur lebendig werden und den ewigen Kreislauf der Jahreszeiten sichtbar werden läßt.
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die Poesie steckt im Detail,
Rezension bezieht sich auf: Die dreizehn Monate (Taschenbuch)
"Naturgedichte von einem Großstädter für Großstädter" nennt Erich Kästner diesen Geniestreich in seinem Vorwort. Wie soll man die zwölf Monate (und den 13., den Bonustrack sozusagen) besingen, wenn das einzige Stück Natur der Blumentopf am Fenster ist und die Jahreszeiten vor allem im Wetterbericht stattfinden? -- Indem man trotzdem schreibt, und indem man die Poesie des Details entdeckt. Der Großstadtbewohner Kästner kann das wie kein zweiter.Er lässt im Januar das noch kleine Jahr in der Wiege liegen und die genesende Sonne im März hinterm Ofen sitzen; der Mai, der "Mozart des Kalenders", fährt überschwenglich in der Kutsche übers Land, und im Oktober geht die Zeit fröstelnd spazieren -- man sieht sie förmlich, wie sie mit eingezogenem Genick und hochgestelltem Kragen durch die Straßen schnürt. Kästner erspürt die Eigenheiten der Monate, und was er erspürte, kleidet er in Bilder, die im Gedächtnis bleiben. Die Naturlyrik ist in der Neuen Sachlichkeit angekommen und betritt die Moderne auf dem Roten Teppich. Allerdings tut sie das nicht pompös, sondern gelassen und melancholisch; in Kästners Lyrik ist kein Platz für Bombast und falsche Töne. Diese 13 Gedichte sind lauter Meisterstücke, in denen Kästner sich fast unmerklich auf andere Klassiker der Naturlyrik bezieht, auf Benn ebenso wie auf Rilke oder Hölderlin, und gleichzeitig ganz neue Töne anschlägt: Freundliche Töne, sanfte Töne, skeptische auch, und vor allem zutiefst menschliche. Seine "Dreizehn Monate" sind ein Buch für die Manteltasche, damit man sie immer griffbereit hat. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
21 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
hinreißende Jahreszeitenlyrik,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die dreizehn Monate (Taschenbuch)
Die "13 Monate" wurden von Erich Kästner als Naturgedichte eines "Großstädters für Großstädter" geschrieben. Er entwirft dabei einen Reigen der Monate und des Jahreslaufes und feiert mit hinreißenden Reimen die Natur. Die Vergänglichkeit der Zeit und des Lebens werden dabei in der raschen Abfolge der Monate dargestellt. Während im melancholischen Januar das Jahr noch in der Wiege liegt, steht der Februar bereits im Zeichen des Karnevals mit seinen Masken, Trompeten und Gitarren. Im März, am Anfang des Frühjahrs, beginnt es sich "in Baum und Krume" zu regen und der April verkündet schon die grüne Ostermelodie. Der "Mozart des Kalenders", der unvergleichliche Monat Mai, fährt mit einer Kutsche durchs Land und wird von Vögeln begrüßt. Der sehnsüchtige Wunsch "O, gäb es doch ein Jahr aus lauter Mai" wird vom Juni übertönt, der Monat, in dem die Kirschen "reif und rot" werden, die Zeit fliegt, Gartenfeste gefeiert werden und in dem es "übernacht Sommer wird". Der Monat des Reisens ist der Juli, in dem die Landschaft den Großstädter auf der Reise "nach dem verlorenen Paradies" belächelt. Ihm schließt sich der August an, eine Zeit des Mähens, der Stockrosen, Sonnenblumen, des Duftes des Lindenbaums, einer Idylle, die vergeht und doch bleibt. Der Goldlack, die Astern, die goldenen Königskerzen und der Duft nach Mus und Gelee des Septembers machen diesen Monat zum Altweibersommer des Jahres. "Bäume bunt und blumenschön" und der Nebel des Oktobers lösen ihn ab, der Gewißheit des bevorstehenden Winters inne. Die Klage "Ach, dieser Monat trägt den Trauerflor!" beschreibt den tristen Monat November, in dem die Farben sterben. Schließlich hält die Wehmut des Dezembers Einzug, eine Zeit, in der die Welt liegt "wie hingeträumt", der Nikolaus "durch jeden Kindertraum" stapft und die Stuben mit "goldgrünen Bäumen" geschmückt sind. Der Reigen der Monate wird durch einen imaginären 13. Monat abgeschlossen, ein Monat, der Elfember heißen würde, der alle Monate vereinigen und in dem die Erde zu ihrem paradiesischen Urzustand zurückkehren würde. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Mein liebster Kästner,
Rezension bezieht sich auf: Die dreizehn Monate (Taschenbuch)
Dieses kleine Buch ist ein Schatz. Man liest die Worte und möchte lächeln, weil die Gedankenspiele so überraschend schön und leicht sind. Dann hat man plötzlich einen Kloß im Hals und muss schlucken, weil sie doch nicht so leicht und lustig sind, wie sie zuerst schienen. Kästner ist nicht triefend poetisch. Aber durch seine amüsant-sachlich-direkte Art trifft er einen / mich Mitten ins Herz.Es ist so ein kostbares kleines Buch über den Lauf der Zeit - unterteilt in 12 Monate plus einen Kästner-Monat. Man kann es in einem Zuge durchlesen, um gleich darauf wieder von vorne zu beginnen. Und bei jedem erneuten Lesen entdeckt man neue Gedanken und Gefühle. Ein Schatz. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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