Professor Arnold Brewster, mit dem Justus, Peter und Bob damals in den Bergen Cominas ihr Abenteuer beim "Volk der Winde" erlebten, bittet die drei Fragezeichen erneut um Hilfe. Er meldet sich per Brief aus dem kleinen Örtchen Fort Stockburn in South Dakota und schildert Unglaubliches. Ein unheimlicher Nebel versetzt die wenigen Bewohner des Dorfes in Angst und Schrecken. Immer wieder kommt er ganz unerwartet auf, schreckliche Schreie dringen aus seinen Tiefen und in ihm scheint Grauenhaftes zu lauern. Aus Furcht haben schon viele Bewohner die Flucht ergriffen, nur Brewster und ein harter Kern harren noch in der Prärie aus, jedoch vollkommen hilflos den angsteinflößenden Schwaden ausgeliefert.
Da die Polizei die Sache nicht ernst nimmt, sind nun die drei Detektive aus Rocky Beach gefragt. Sie fliegen nach Rapid City und sehen sich schließlich in Fort Stockburn mit einem Fall konfrontiert, der alle Logik auszuhebeln scheint...
Wer auch immer entschieden hat, Hendrik Buchna ins Autorenteam der drei ??? aufzunehmen, ich danke ihm aufs Herzlichste. Was sich nach "Die drei ??? Im Zeichen der Schlange" schon andeutete, wird mit Buchnas zweiten Drei ???-Buch bestätigt. Der Autor ist eine wunderbare Bereicherung für die Reihe und bescherte mir eine herrlich spannende und gruselige Geschichte mit dem Flair der älteren Fälle.
Durch das Wiedersehen mit Arnold Brewster und die so entstehende Verknüpfung an "Das Volk der Winde" entstand von Anfang an eine angenehme Vertrautheit. In der Abgeschiedenheit des Handlungsorts, mitten in der Wüste South Dakotas, ist der Gebrauch von alten Hilfsmitteln wie Kompass, Landkarten und Walkie Talkies gefordert (auch wenn letztere gar nicht zum Einsatz kommen) und auch dadurch entsteht eine tolle, nostalgisch angehauchte Atmosphäre. Computer, Internet oder Handy gibt es hier nicht, die Ermittlungsarbeit erfolgt auf die klassische Art.
Die Story ist sehr spannend und temporeich erzählt, außerdem ist sie richtig gruselig, auch darin erinnert sie ein wenig an die alten Abenteuer wie z.B. "Das Bergmonster".
Hendrik Buchna schafft es, die Spannung genau so zu dosieren, dass sowohl die jungen als auch die schon älteren Fans begeistert sein werden. Lange hatte ich keine Ahnung, worauf alles hinaus läuft, was bzw. wer hinter dem unheimlichen Nebel stecken könnte und vor allem warum. Die Auflösung des Ganzen schließlich, passt hervorragend ins Bild. Auf den ersten Blick wirkt alles ein wenig "nebulös", aber je mehr offenbart wird, desto vorstellbarer wird es. Irgendwie typisch amerikanisch, groß und wahnsinnig, aber eben durchaus möglich.
Schrullige Charaktere wie der seltsame Witwer Hank Tornby, der aufbrausende Captain oder die neugierige Mrs. Daggett geben der Geschichte außerdem das gewisse Etwas und so macht die Aufklärung des Rätsels um den fürchterlichen Nebel richtig Spaß.
"Die drei ??? und der schreiende Nebel" konnte mich auf ganzer Linie überzeugen und schraubt die Erwartungen an folgende Fälle aus Buchnas Feder noch ein Stückchen höher.