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Die drei Stigmata des Palmer Eldritch
 
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Die drei Stigmata des Palmer Eldritch [Taschenbuch]

Philip K. Dick , Thomas Mohr
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (21 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 312 Seiten
  • Verlag: Heyne (2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453217292
  • ISBN-13: 978-3453217294
  • Größe und/oder Gewicht: 18,7 x 11,6 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (21 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 377.578 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Stellen Sie sich vor, Sie stehen morgends auf und finden am Badezimmerspiegel eine Notiz in Ihrer eigenen Handschrift: "Dies ist eine Illusion. Du bist Sam Regan, ein Kolonist vom Mars. Nutze die Zeit deiner Verwandlung..."

In Philip K. Dicks Zukunftsvision leben die Menschen in versiegelten Gebäuden, denn die überhitzte Erde ist ein lebendfeindlicher Planet geworden. Die Regierung rekrutiert zwangsweise Kolonisten für den Mars, die dort eine noch trost- und sinnlosere Existenz fristen. Um der Realität zu entfliehen, nehmen sie die Droge "Can-D" und tauchen damit in eine vorfabrizierte Barbie-und-Ken-Welt ein. Ihr ganzes Geld geben sie für das miniaturisierte "Layout" dieser Welt aus. Das Layout (und auch die Droge) werden von dem zynischen Geschäftsmann Leo Bulero vertrieben, dessen "Präkogs" die neuesten Modetrends vorhersagen können.

Da trifft die für Bulero äußerst alamierende Nachricht ein, der Industrielle Palmer Eldritch sei aus dem All zurückgekehrt und habe eine neue Droge mitgebracht. Mit "Chew-Z" verspricht er den ultimativen Trip, die Unsterblichkeit. Als Bulero den mysteriösen Eldritch aufsucht und unter den Einfluss der Droge gerät, beginnt ein Alptraum, aus dem weder er noch der Leser so schnell wieder herausfindet. Denn "Chew-Z" scheint viel mehr als nur eine Droge zu sein -- es scheint das Realitätsgefüge der ganzen Welt zu verändern.

Früher einmal unter dem Titel Die LSD-Astronauten erschienen, ist Dicks berühmter Roman auf den ersten Blick der ultimative Drogentrip. Doch das ist nur ein oberflächlicher Eindruck. "Was ist real?" -- die Frage durchzieht Dicks gesamtes Werk, und nirgends wird unsere Vorstellung davon gnadenloser hinterfragt und zerlegt als in diesem Buch. Wo hier die Wirklichkeit endet und der Wahn beginnt, lässt sich bald kaum mehr beantworten, genauso wenig wie die Frage, ob Palmer Eldritch Gott, der Teufel, ein Alien oder alles zugleich ist. Ein verwirrendes, verstörendes, ein grandioses Buch. --Birgit Will

Kurzbeschreibung

Wollen Sie Gott begegnen? Dann treten Sie ein in die bizarre Welt des Palmer Eldritch ...! Der vermutlich verrückteste Roman, der je geschrieben wurde.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von pholker HALL OF FAME REZENSENT
Format:Taschenbuch
Unter jenen Romanen P. K. Dicks, welche ich bislang das Vergnügen hatte zu lesen, ist "Die drei Stigmata des Palmer Eldritch" die mit Abstand endgültigste und gelungenste Demontage der Realität, die sich der Autor in seinem kurzen aber turbulenten Leben ersonnen hat. Er beschreibt eine kaputte und trostlose Welt und schafft es, deren Realität nochmals derartig in Trümmer zu legen, dass man sich am Ende für den Protagonisten wünscht, sie wäre "nur" so kaputt wie am Anfang.

Die Menschheit hat es geschafft, ihren Planeten soweit zu zerstören, dass ein Leben an seiner Oberfläche nicht mehr möglich ist. Um die unerträglichen Zustände doch ertragen zu können, flüchtet man sich in eine Phantasiewelt. Die von P.P. Industries herausgegebene Perky Pat Puppe (eine Anspielung auf Barbie-Produkte) ermöglicht in Kombination mit der gesetzlich legitimierten Droge "Can-D" ein vollkommenes, jedoch zeitlich begrenztes Abtauchen in eine Scheinwelt voller imaginären Luxus' eines noch "heilen" 20. Jahrhunderts. Die Droge jedoch ist monopolisiert, zudem unterstützt sie die Konsumbereitschaft der Bevölkerung bezüglich mannigfach hergestellter Perky Pat Produkte.
Eines Tages taucht Palmer Eldritch auf, eine mysteriöse Person, welche nach Jahrzehnten des freiwilligen Exils in einem anderen Sonnensystem nun zurück zur Erde kehrt. Er bringt eine unbekannte Substanz - "Chew-Z" - mit, welche das Monopol des herrschenden Industrieriesen ins Wanken bringt. Wer aber denkt, Eldritch handle dabei auch nur im Entferntesten gemeinnützig, der irrt, denn die Auswirkungen bereits einmaligen "Chew-Z" Konsums haben Folgen dämonischen Ausmaßes.

Wie so oft bei Dick, wird die Geschichte aus der Perspektive eines zwischen die Mühlen der Macht geratenen Individuums geschildert, durch dessen Augen wir den Zerfall der Realität hautnah miterleben. Mit ihm trudelt der Leser immer tiefer in ein Labyrinth aus Intrigen und Schrecken, aus dem es kein Entkommen gibt.

Philip K. Dick hat in diesem Roman das bereits in seiner früheren Kurzgeschichte "The Days Of Perky Pat" behandelte Thema der Flucht in die "heile" Scheinwelt eines durchgestylten Kunstwesens wieder aufgegriffen und meisterhaft weitergesponnen.
"The Three Stigmata..." ist ein grandios-wahnwitziges Portrait über Macht, Abhängigkeit und (Massen-)Wahnsinn. Eine düstere Satiere auf Konsumwahn und Erlöserglauben. Und ein psychologisches Katz-und-Maus-Spiel um die Gültigkeit von subjektiver wie objektiver Realität.Ein furioses Werk, das mit Sicherheit nicht nur SF-Fans zu fesseln versteht.

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Hoher Suchtfaktor! 26. September 2010
Von KalyanaMitrah TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Zum zweiten Mal gelesen. Und wieder hat es mich ordentlich durchgerüttelt! Ich brauchte beim ersten Mal Lesen kaum 3 Tage, und beim zweiten Mal war ich wieder in einigen Tagen mit dem Buch fertig... wieder haben sich neue Einsichten eröffnet, wieder habe ich neue Details entdeckt, wieder habe ich es auf eine neue Weise verstanden und verarbeitet. Die Lektüre ist kaum mit etwas zu vergleichen, was ich bisher gelesen habe, vielleicht noch am ehesten mit Lems "Der futurologische Kongress".

Paul Williams schrieb im 'RollingStones'-Magazin 1975: "Wenn Sie beim Kragen gepackt und ordentlich durchgeschüttelt werden möchten, lesen sie Die drei Stigmata des Palmer Eldritch". Er trifft damit den Nagel auf den Kopf. Philip K. Dick hat dieses Buch kraft seiner Intuition geschrieben, bevor er mit LSD Erfahrungen gemacht hatte. Er schrieb es innerhalb von einigen Monaten während einer schweren Glaubenskrise, ließ das Unterbewusstsein an die Oberfläche und hielt laut eigener Aussage schlicht und einfach fest, was die Figuren gerade fühlen... was sie sagen... und was sie tun oder unterlassen. Noch einmal Williams, der das Nachwort 1979 verfasste: "Über außergewöhnliche Romane zu schreiben, macht zwar Spaß, aber das ist nichts im Vergleich dazu, was man beim Lesen des Buches erlebt. Denn mit der Literaturkritik verhält es sich wie mit zwei Liebenden, die einander fragen, ob sie gekommen sind, und danach lang und breit darüber diskutieren." In diesem Sinne, lest das Buch, Leute. Lest das Buch.

Der Autor lässt die Figuren ihre eigenen Entwicklungen durchmachen und ich als Leser fühle mich in den Bann gezogen durch die geschilderten Erlebnisse. Es ist so ein Buch, wo ich 100 Seiten lese und dann denke, he wie ist das jetzt passiert? Zeiträume verschmelzen, der Geschmack des ewigen Jetzt. Halluzination (Can-D) oder Reinkarnation (Chew-Z)? Illusion oder Realität? Was ist die Bedeutung von Flucht im Kopf/in der materiellen Welt? Was bedeutet Tod, wenn der Körper als sterbliche Hülle abgestreift wurde? Was heißt Leben, wenn nicht wählen, entscheiden? Was ist der tiefe Sinn einer jeden Religion? Was passiert mit Menschen, denen die natürliche Evolution zu langsam ist und die die Möglichkeit nutzen, mittels E-Therapie ihr Gehirn bzw. die Stirnlappen zu evolvieren? Was bedeutet Transsubstantiation im Zusammenhang mit Geist/Materie bzw. Bewusstsein/Körper? Was ist gut, was böse und wovon hängt das ab? Menschliche Beziehungen, Gruppendynamik, das Leben mit anderen und durch andere, Schuld und Sühne, Angst, Reue, Buße, Gewissen, Empathie, interplanetare Expansion, indische Philosophie, die ewige Flucht vor dem Tod, der Selbsterhaltungstrieb jedes noch so kleinen Organismus - sei es Mensch oder Flechte - All das und noch mehr erwartet dich in diesem Buch. Bist du bereit?

Zum Inhalt: hhmmm.. spannend, spannend, spannend!
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Gid Scoop
Format:Taschenbuch
Eines vorneweg: natürlich ist dieses Buch absolut lesenswert, auch wenn es nicht mein Favorit ist, ich persönliche ziehe jedoch andere Bücher von Dick vor.
Dieses Buch beschäftigt sich wieder einmal mit Philip K. Dicks Lieblingsthema: Der Frage nach der Authentizität unserer Realität; und das ganze in ansprechender Romanform. Das Leben in planetaren Kolonien, z.B. dem Mars, ist eintönig und wenig abwechslungsreich (wohl deshalb muss die UN die Kolonisten zwangsrekrutieren). Um diesem langweiligen Alltag zu entfliehen, nutzen die Kolonisten eine halblegale Droge, mit deren Hilfe sie sich in das Leben eines Menschen der (guten alten) 50er Jahre des 20. Jahrhunderts hineinversetzen können.
Doch dann taucht der geheimnisvolle Palmer Eldritch auf, der eine ähnliche Droge aus den Weiten des Prox-Systems mitbringt, die besser und länger zu wirken scheint. Doch was verbirgt sich hinter Eldritch, warum scheint er alle Drogen-induzierten Visionen kontrollieren zu können? Die Grenze zwischen Realität und Rausch verwischt immer mehr und selbst dem Leser ist irgendwann nicht mehr klar, was ist "wirklich", was Vision?
Dick hat übrigens behauptet, dieses Buch selbst nicht zu verstehen und es nur geschrieben zu haben, um ein Gesicht, das ihn tagelang vom Himmel herab anzustarren schien, zu exorzieren.
Für jeden, der sich auf ein Gedankenspiel um Realität und den Verlust solcher und auf einen klasse SF-Roman einlassen will, ist dieses Buch genau die richtige Wahl.
Einsteigern ins Dick'sche Werk würde ich aber eher "Träumen Androiden von elektrischen Schafen" (Blade Runner) empfehlen.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Absurdes Machwerk
Man sollte bei Dick immer im Hinterkopf behalten, daß der Mann drogenabhängig war und trotz aller Gedankenblitze und seines immensen Wissens hat das einen Großteil... Lesen Sie weiter...
Vor 21 Monaten von Perlmutt veröffentlicht
Hui!
Wer mal einen Trip ohne Halluzinogene erleben möchte und mindestens drei Storywendungen pro Seite ertragen kann, dem kann man dieses durchgedrehte Buch ungehemmt... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. Juli 2006 von Benjamin Klein
Die Schlange, der Apfel und die bekannten Konsequenzen
Welcher Autor kann schon von sich behaupten, einen Klassiker geschrieben ohne ihn selbst verstanden zu haben?

Philip K. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. Mai 2006 von marco nüsslein
SEHR schwierig! aber 5 sterne!
hallo erstmal!

ich bin fan von philip k. dick, und hab das original "lsd-astronauten" hier im regal stehen, ist aber das gleiche wie "die 3 stigmata des palmer eldrich"

wenn... Lesen Sie weiter...

Veröffentlicht am 19. März 2006 von lj
Lesen und sich verändern lassen
"I mean, after all; you have to consider, we're only made out of dust. That's admittedly not
much to go on and we shouldn't forget that. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. Februar 2006 von Okarin
Verwirrung pur!
Die Welt des 21. Jahrhunderts ist nicht mehr lebensfähig, der Kontinent hat sich so stark erhitzt, dass man ohne Schutz nicht mehr auf die Straße gehen kann. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. September 2005 von Ossiwan
LSD-Astronauten
...so der ursprüngliche Titel der ersten Auflage in deutscher Sprache.

Zu Beginn der Geschichte: Die Hauptpersonen arbeiten als Präkogs für eine Firma, um... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. Juli 2005 von hirnlego
Und wo ist die Katze?
Wer könnte eine packendere, theologische Diskussion führen als Palmer Eldritch und Barney? Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. März 2005 von "marianna274"
blitz
Das Buch kann ich nur empfehlen ,wenn man mal über 08/15 Geschichten hinaus begeben will und einen kleinen Sprung durch Zeit, Raum und Realität machen möchte. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. November 2004 von "normangnauck"
Das ist DER Philip K. Dick Roman
Wir finden uns in einer Welt wieder in der die Menschheit ihren Planeten fast zerstört hat und sich in Koloniene weiter siedelt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 6. Januar 2004 von "shark3y"
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