Pressestimmen
»Die Bedeutung des 1915/16 erstmalig erschienenen Romans in der Werkbiografie Döblins ist hoch genug anzusetzen, markiert er doch den Übergang zum furiosen mittleren Werk, das mit dem ›Wallenstein‹ von 1919 und mit ›Berge Meere und Giganten‹ aus dem Jahr 1924 in Richtung Klassiker der Moderne weist. Dabei geht es freilich nicht nur um einen anzustrebenden Klassikernachweis, sondern darum, dass es Döblin in seinem Romanwerk wie in den begleitenden essayistischen Schriften immer wieder, und in immer neuen Anläufen um die moderne Gesellschaft ging.«
literaturkritik.de 13.08.2007»›Die drei Sprünge des Wang-lun‹ sind auch 50 Jahre nach dem Tod ihres Autors von unbestechlicher Aktualität.«
BR2 Radio 02.06.2007»Die Wucht seiner Sprache verlangt dem Leser einiges ab. Wer durchhält, dem wird die Lektürereise durch Döblins Sprachkosmos zu einem ganz unvergleichlichen Erlebnis.«
NDR
Kurzbeschreibung
Döblins Debütroman aus dem Jahre 1915 wurde als das erste Meisterwerk expressionistischer Erzählkunst bewundert. Der Roman, der im China des 18. Jahrhunderts spielt und zum ersten Mal ungeheure Menschenmassen agieren lässt, markiert den Beginn der Moderne. Die Geschichte des armen Fischersohnes Wang-lun, der zum Anführer einer pazifistischen Sekte wird, aber schließlich doch zu den Waffen greift, ist eine Parabel auf die Unmöglichkeit einer friedlichen Welt.