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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
24 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Schuster, bleib' bei deinen Leisten ...,
Rezension bezieht sich auf: Die drei Musketiere (Gebundene Ausgabe)
Der Roman ist ein Klassiker und gehört nicht zu Unrecht zum Weltkulturerbe. Anders dieses Buch:Schaurig-kitschig-bunter Einband, quasi eine Hollywoodversion eines europäischen Klassikers, die "Bearbeitung" hätte sich Frau Antje Lösch schenken können, und zwar aus folgendem Grund: Jeder Schriftsteller betrachtet es als absolutes Sakrileg, wenn sein Textfluss durch geklammerte "wertvolle" Hinweise unterbrochen wird! Und genau dies passiert hier. Jeder, der die guten, alten, in Leinen gebundenen Ausgaben dieses Werkes kennt, wird mit diesem Buch nicht glücklich werden, sondern sich ärgern wie ich es tat. Und nun zum Hinweis "NUR AB 18 JAHRE" - ich halte das schlicht für einen Marketing-Gag! In dem Buch steht nichts anrüchiges oder sonstwie jugendgefährdendes, es ist einfach die bearbeitete Version des Originals, und der Clou: Im Fachhandel draussen hat weder jemand von diesem Vermerk gehört, noch steht er auf oder in dem Buch oder gar in den vom Fachhandel benutzten Verlagsdaten! Sehr geheimnisvoll... Gibt es auch etwas Gutes über diese Ausgabe zu berichten? Nun ja, sie ist zum einen in einem Hardcover erschienen, also kein lappriges Taschenbuch. Zum anderen ist der Preis günstig zu nennen, und wer sich an nervtötenden Texthinweisen nicht stört, wird hier sicher gut einsteigen können in die grossen Klassiker. Allen anspruchsvollen Lesern empfehle ich dagegen die Investition in eine der alten gebundenen Prachtausgaben der 60er und 70er Jahre, und zwar ohne "Textbearbeitung". Daher auch nur der niedrige 1-Stern, sorry. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Der Glücksritter d'Artagnan wird in spannende und unterhaltsame Intrigen verwickelt.,
Rezension bezieht sich auf: Die drei Musketiere: Roman (Taschenbuch)
Im Jahre 1625 kommt der junge d'Artagnan völlig abgebrannt nach Paris, wo er sein Glück bei den Musketieren machen will. Zunächst wird der streitlustige Gascogner in einige Händel mit den drei illustren Musketieren Athos, Porthos und Aramis verwickelt und es sieht so aus, als solle er den Abend nicht mehr erleben, doch als einige Männer der Leibgarde des Kardinals einen Streit mit den Männern des Königs – die Garden des Kardinals Richelieu und die Musketiere des Königs Luis XIII. unter Hauptmann Treville stehen in einer Dauerfehde – geraten, rauft man sich zusammen und von da an heißt es "Einer für alle und alle für einen!"
Aufgrund einiger Zufälle und d'Artagnans Nachforschungen wird dieser tiefer in eine Intrige am Hofe verwickelt; Anna von Österreich, die Königin von Frankreich, ist eine Affäre mit George Villiers, den Herzog von Buckingham, verwickelt. Sie bemüht sich ihrem Gatten treu zu bleiben, aber gibt dem Herzog ihre zwölf Diamantenspangen. Der Kardinal indes will gegen die französische Opposition vorgehen, wozu die Freunde der Königin gehören, und schickt also die verführerische Lady de Winter aus um zwei Spangen zu stehlen, während er gleichzeitig dem König rät ein Fest zu geben, bei dem Anna die Spangen tragen möchte – klar, daß d'Artagnan die Königin nicht kompromittiert sehen mag, zumal er das Herz der Vertrauten der Königin erobern will… Wer bisher nur die Filme gesehen hat, wird von dem Buch überrascht sein, denn die Musketiere sind keine strahlenden Helden, die der guten Königin treu ergeben und dem bösen Kardinal feindlich gesonnen sind, sondern eher armselige Glücksritter, die ihr Geld verprassen und über Rachegefühle und Liebesbeziehungen motiviert sind. Kardinal Richelieu wird dagegen als moralisch integerer Mann dargestellt, der zwar auch persönliche Ziele verfolgt, aber in erster Linie sich um das Wohlergehen Frankreichs sorgt. Alle Figuren werden recht ambivalent gezeichnet, selbst die Hauptantagonistin Lady de Winter tut nicht nur Böses, sondern muß auch solches erleiden. Überhaupt ist sie nicht unsympathisch und die Kapitel, in denen sie ihre Überzeugungskünste spielen läßt, gehören zu den gelungensten im ganzen Buch. Aber es gibt auch ein paar Schwachstellen; so wird sehr weit ausgeholt und damit entwickelt sich die Geschichte nur langsam. Es gibt allerlei Zufälle; so viele, daß die Plausibilität arg strapaziert wird – in einem modernen Roman wurde man damit nicht mehr durchkommen. Schließlich gibt es gegen Ende der Geschichte, im französischem Kloster, eine schwache Stelle – entweder ist Dumas hier ein Fehler unterlaufen oder aber die Figuren agieren nicht besonders glaubwürdig. Insgesamt sind Dumas "Die drei Musketiere" nicht umsonst ein Klassiker der Weltliteratur: Die Figuren sind interessant, die Geschichte ist spannend und unterhaltsam und nimmt geschickt Einzelheit aus der Geschichte, wie die Opposition zwischen Richelieu und Königin Anna, auf. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Mythos lebt,
Von Rolf Dobelli "getAbstract.de" (Luzern, Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 500 REZENSENT) (HALL OF FAME REZENSENT) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Die drei Musketiere: Roman (Taschenbuch)
Waghalsige Action, fetzige Dialoge, ein fieser Machthaber und eine schöne Schurkin, dazu gleich vier tolle Helden: Dieses explosive Gemisch elektrisiert bis heute viele Leser. Es machte Die drei Musketiere zum ewigen Kassenschlager und lieferte sogar dem Actionkino das Patentrezept. Blut fließt, Herzen brechen, Intrigen fliegen auf und der Zuschauer fiebert mit, als würde er selbst in größter Gefahr schweben. Dumas plante seine Erfolge wie ein Unternehmer. Er delegierte einige Arbeiten an Zweitautoren, produzierte in Massen und strebte nach maximalem Profit. An die 300 Romane sollen so entstanden sein. Gegen sie erhob sich bald eine schrille Kritik, die bis heute nachhallt: Dumas habe das Romangenre zwar einem streng elitären Klassizismus entrissen, es dafür aber einer trivialen Populärkultur geopfert. Dumas' zeitgenössische Kritiker dachten wohl nicht im Traum daran, dass die vier Musketiere einen modernen Mythos ins Leben rufen würden: Die unterschiedlichsten Bündnisse folgen seither dem Wahlspruch Alle für einen, einer für alle".
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