Die drei ??? sollen der divenhaften Wahrsagerin Milva Summer helfen, ihren Kater zu finden. Das scheint zunächst kein Problem zu sein, zumal dieser den Detektiven sehr schnell und sehr tot vor der Nase hängt. Doch dies ist erst der Anfang. Milva Summer glaubt, ihren Tarot-Karten entnehmen zu dürfen, daß sie selbst ebenfalls in der nächsten Zeit dazu bestimmt ist, das Zeitliche zu segnen. Kurz danach überschlagen sich die Ereignisse und die drei ??? dürfen nach Herzenslust kombinieren.
Die Sprecher sind fast durch die Bank prominent - neben den obligatorischen ???-Sprechern Rohrbeck, Wawrczeck und Fröhlich sowie dem Erzähler Matthias Fuchs kann man Corny "Schmitt" Littmann, Monty Arnold, Elisabeth Volkmann sowie mdr-Sprecher Werner Pohlenz und "Point Whitmark"-Ordnungshüter Baxter alias Henning Schlüter erleben.
Und das war auch schon das Positive - die Handlung und die Namen. Denn leider, leider kann dieser Fall nicht halten, was der Klappentext oder das Buch versprechen. Elisabeth Volkmann als überdrehte, ständig undefinierbare Seufzer und Töne ausstoßende Diva nervt nach einiger Zeit nur noch. Monty Arnold und Corny Littmann wirken uninspiriert, als habe man sie an die Kette gelegt. Und durch die etwas längeren Passagen des Henning Schlüter muß man sich mitunter auch quälen. Womit auch schon ein zweites großes Manko genannt wurde: einige Monologe und Dialoge ziehen sich sehr in die Länge. Nicht, daß es dort nichts Interessantes zu hören gäbe, aber eben gerade bei längeren Passagen trennt sich die Spreu vom Weizen. Sprecher müssen fesseln können, doch das ist bedauerlicherweise hier nicht der Fall.
So gerne ich auch etwas Anderes schreiben würde - diese Folge kommt über den Durchschnitt nicht hinaus. Man hätte mehr daraus machen können, denn die Vorlage zu einem eigentlich recht guten Fall war vorhanden. Doch leider sollte es wohl nicht sein.