In ihrem neuesten Fall haben die drei Fragezeichen es mit einer mysteriösen E-Mail-Botschaft eines Toten zu tun. Die zehnjährige Julia Applegate behauptet, dass ihr tödlich verunglückter Bruder Teddy ihr eine Nachricht zukommen lassen hat, in der er um ihre Hilfe bittet und sie an die drei Detektive verweist, die ihm und seiner Schwester in der Gefahr helfen sollen. Doch wie kann Teddy eine Mail verschicken, wenn er doch vor vier Wochen mit dem Auto verunglückt ist? Julias Vater ist verzweifelt, weil er nicht an die Hirngespinste seiner kleinen Tochter glaubt und auch die drei Fragezeichen sind skeptisch, doch dann verschwindet Julia und Justus, Peter und Bob finden auf ihrem PC die Mail ihres Bruders und entdecken in ihr eine versteckte Botschaft, die sie zum Grab der verstorbenen Mrs. Applegate führt. Wie konnte der tote Teddy bloß eine Mail verschicken? Und was ist mit Julia passiert?
Die Geschichte beginnt sofort sehr spannend und mysteriös, da die drei Detektive es wieder mit einem unglaublichen Fall zu tun bekommen, man rätselt mit ihnen, wie der verunglückte Teddy Mails aus einem Internetcafe verschicken kann und fragt sich ebenfalls, was mit der kleinen Julia passiert ist. Doch irgendwie erscheint die Geschichte zu unglaublich, der Fall entwickelt sich in eine sehr konstruierte Richtung und man kann einfach nicht glauben, was die drei Fragezeichen entdecken. Die kleine Julia scheint schon im Alter von zehn Jahren verschlüsselte Botschaften enträtseln zu können, das kann ich doch nicht ganz glauben. Recht bald wird einem beim Hören klar, was mit Teddy passiert ist, da nur eine Lösung möglich scheint. Hier nimmt die Spannung doch deutlich ab und auch das Ende ist nicht ganz so fulminant, wie man es nach dem vielversprechenden Anfang hoffen mag. Der Spannungsbogen ist hier meiner Meinung nach nicht so gut gelungen, da aus dem interessanten Einstieg leider nicht viel gemacht wird.
Die Dialoge gefielen mir auch nicht sonderlich gut, da sie viel zu unrealistisch waren. Als Julia den drei Fragezeichen beispielsweise von der Mail ihres toten Bruders erzählt haben, waren Justus, Peter und Bob eigentlich nur am Rumstottern, brachten es aber kaum fertig, mal die Frage an Julia zu stellen, wie dies denn möglich sei. Peter hat in dieser Folge netterweise einige gute Auftritte, da er ausnahmsweise zur Lösung des Falles beitragen kann, das war für mich eine sehr positive Überraschung. Das Ende der Folge kommt ein wenig abrupt, ist aber verglichen mit anderen Folgen gar nicht so übel, da dem Hörer dieses Mal eine "Justus-Komplett-Lösung" erspart bleibt.
Insgesamt finde ich, dass die Folge mehr Potenzial gehabt hätte, da die Geschichte sehr mysteriös begann. Schlecht ist sie nicht, aber auch nicht besonders gut, daher eine durchschnittliche Bewertung.