Die drei Folgen dieser Drei-???-Box gehören zu den echten Klassikern der Serie; die Buchvorlagen wurden von William Arden (Schwarze Katze) und dem Erfinder der Serie, Robert Arthur geschrieben und gehören zu den besten aus der Frühzeit. Zu den einzelnen Folgen:
Nr. 4 - "Die schwarze Katze": Weshalb klaut jemand eine billige schwarze Stoffkatze, die Peter am Schießstand im Zirkus gewonnen hat? Und wieso kann sich der Dieb quasi in Luft auflösen? Überhaupt: Seltsame Vorgänge kennzeichnen die jüngste Vergangenheit des Zirkusses. Justus bietet dem Direktor die Unterstützung der Drei ??? an, doch dieser lehnt ab. Mit Hilfe von seinem Sohn Andy können die Drei Detektive aber weiter ermitteln. Die Absonderlichkeiten nehmen kein Ende: Wieso sucht jemand per Zeitungsanzeige schwarze Stoffkatzen und zahlt sage und schreibe 25 Dollar pro Stück? Offensichtlich steckt etwas sehr Wertvolles hinter (oder in?) den schwarzen Katzen. Das Geheimnis der Stoffkatzen bringt die Drei ??? in akute Gefahr. Zum Schluss kann Justus nur mit Hilfe von Kommissar Reynolds gerettet werden...
Toller Handlungsverlauf, sehr spannungsreich, höchst plausibel: das ergibt fünf Sterne.
Nr. 5 - "Der Fluch des Rubins": Wieder einmal bittet Alfred Hitchcock die Drei ??? um Hilfe: Sein junger Freund August August (mit Vor- und Nachnamen) hat ein Testament mit höchst seltsamem Wortlaut von seinem Großonkel Horatio August erhalten. Justus, Peter und Bob sollen bei der Entschlüsselung helfen. Doch die Suche stellt sich als schwieriger und gefährlicher aus, als es zunächst den Anschein hatte. Ein Inder mit drei Punkten auf der Stirn, ein schwarzbärtiger Mann mit Sonnenbrille - sie alle scheinen hinter dem wertvollen Erbe von August her zu sein und dabei auch vor Gewalt nicht zurückzuschrecken. Offensichtlich spielen Gipsbüsten berühmter Männer eine wichtige Rolle, die auf dem Schrottplatz von Titus Jonas verkauft wurden. Die Suche nach der richtigen Büste mutet fast aussichtslos an. Doch als schon alles verloren scheint, hat Bob die entscheidende Erleuchtung...
Spannung pur, gewürzt mit etwas fernöstlicher Exotik, ergeben in der Summe fünf Sterne.
Nr. 6 - "Der sprechende Totenkopf": Mit seltsamen sprechenden Dingen müssen sich die Drei ??? immer wieder herumschlagen - etwa in Europa-Folge Nr. 10, wo es das Geheimnis einer flüsternden Mumie zu enthüllen gilt. In der vorliegenden Folge ersteigert Justus für einen schlappen Dollar auf einer Auktion einen alten Koffer, der früher einem Schauspieler und Magier gehört hatte. Gleich nach dem Kauf fangen die Seltsamkeiten an: Justus werden plötzlich hundert Dollar für das alte Ding geboten - doch der neugierige Erste Detektiv will nicht verkaufen. Stattdessen öffnen die Drei ??? den Koffer und finden neben allerlei Kleidung und einem Brief einen Totenschädel, der mitten in der Nacht plötzlich beginnt, zu Justus zu sprechen. Er solle zu einer bestimmten Adresse fahren und sich dort einer wahrsagenden Zigeunerin anvertrauen. Die orakelhafte Auskunft von Juana, der Zigeunerin, schafft mehr Rätsel als sie löst. Ein lange zurückliegender Bankraub, ein Haus, das nicht mehr an seinem ursprünglichen Ort aufzufinden ist, und ein gerissener Verbrecher, der die Drei ??? hinters Licht führen will - all das kulminiert in einer hochspannenden Schlussszene, in denen den Drei Detektiven von unerwarteter Seite Hilfe zuteil wird.
Großartiger Spannungsbogen, fintenreiche Wendungen und eine sehr geschickte Auflösung rechtfertigen glatte fünf Sterne.
Ceterum censeo: Als mit den frühen "Drei-???"-Hörspielkassetten Sozialisierter merke ich mit Betrübnis an, dass die neuen Songs nicht die Qualität der ursprünglichen Musiken erreichen (diese dürfen aufgrund der Rechteinhaberschaft nicht mehr verwendet werden). Insbesondere die neue Titelmusik kann es nicht mit den früheren Titelmelodien aufnehmen, und auch manche musikalischen Übergangsmusiken zwischen zwei Erzählsequenzen muten äußerst lieblos an.