Satter erwähnt irrig, Schulte (Deutsche Armee, 1900-1914, Droste 1977) würde die deutsche Kavallerie kaum erwähnen. S. ist es entgangen, dass sich Sch. mit der Ausbildung, Bewaffnung und Taktik der Waffengattungen der deutschen Streitkräfte vor 1914 - und im Verlauf der Anfangsphase des Ersten Weltkrieges (Schulte, Europäische Krise und Erster Weltkrieg, Lang 1983)- erstmals und ausgiebig widmet ("Erster Teil: Kritik des westeuropäischen Auslandes an der deutschen Armee 1900-1914", S. 1-161). Auch der breiten Raum bei S. einnehmende Teil der Untersuchung zeitgenössischer Kriege, und deren Reflexe in der deutschen Kavallerie, wird bei Sch. bereits 1977 breit ausgerführt("Zweiter Teil: Auswertung zeitgenössischer Kriege", S. 162-257). Kaisermanöver, Kriegsbild und Kurzer Krieg werden bei Sch. gleichfalls behandelt ("13. Kapitel: Die Armee in Vorbereitung auf den kurzen Krieg", S. 291-310) und im Kapitel 15: "Die Taktik der Waffengattungen" konzentriert vorgeführt. Hier auf den Seiten 479-501: "Die Kavallerietaktik in der Selbstabschliessung".
Es scheint, angesichts dieser Fakten erwiesen, dass S. sein Buch auf Sch.'s Forschungen stützt, ohne dies gebührend zu erwähnen. Aber das scheint inzwischen zum "guten Ton" zu gehören. Nach nun 30 Jahren werden durch S. im Einzelnen, und zum elementaren militärfachlichen Teil des Themas - wie späteren Verlauf des Weltkrieges - wohl ergänzende Ausführungen gemacht.