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Die deformierte Gesellschaft [Gebundene Ausgabe]

Meinhard Miegel
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (33 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

1. Februar 2002
Meinhard Miegel, einer der profiliertesten Sozialforscher Deutschlands, stellt unsere Gesellschaft auf den Prüfstand: das Gemeinwesen, die Wirtschaft, die Sozialsysteme. Sein Fazit: Von einer zukunftsorientierten Leistungsgesellschaft sind die Deutschen weit entfernt. Sie verdrängen ihre Wirklichkeit und wiegen sich in Wohlstandsillusionen. Dabei fordert der dramatische Wandel der Grundlagen unserer Gesellschaft ein rasches Umsteuern auf allen Ebenen.


Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 300 Seiten
  • Verlag: Propyläen Verlag; Auflage: 303 S. (1. Februar 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 354907154X
  • ISBN-13: 978-3549071540
  • Größe und/oder Gewicht: 22,7 x 15 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (33 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 273.869 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Wo er Recht hat, hat er Recht! Es ruhig angehen lassen oder ein Weilchen abseits stehen ist hier zu Lande tatsächlich keine Schande; nur das Notwendige tun, sich bloß kein Bein ausreißen und die Drecksarbeit den Türken überlassen: eine weit verbreitete Haltung. Lieber mit dem neuen Wagen in den Urlaub, als das Geld auf die hohe Kante -- man gönnt sich ja sonst nichts. Und seine Zustimmung zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung auf dem Lohnzettel oder der Rentenbescheinigung honoriert sehen zu wollen, ist doch legitim. Unbarmherzig hält uns Meinhard Miegel in seinem Buch Die deformierte Gesellschaft den Spiegel vor und beschreibt, Wie die Deutschen ihre Wirklichkeit verdrängen.

Aufgegliedert in die zusammenhängenden Themenfelder "Demographie", "Sozialstaat", "Wirtschaft und Beschäftigung" entwirft der Leiter des Instituts Wirtschaft und Gesellschaft in Bonn -- als provokanter Querdenker gern gesehener Gast in Talkshows -- zunächst das Zukunftsszenario einer infolge von Geburtenausfällen hoffnungslos überalterten Rumpfgesellschaft: atomisierte Egoisten, die sich menschliche Zuwendung und soziale Einbindung allenfalls noch erkaufen und ihr Dasein in existenzieller Abhängigkeit von kinderreichem Humankapital fristen, das in neokolonialistischer Manier aus Entwicklungsländern abgeworben wurde.

Er widerlegt empirisch die allgemein unterstellte Kausalität von Wachstum und mehr Beschäftigung, räumt mit dem Märchen von der neuen Armut auf und entlarvt die Deutschen als untüchtige, elitenfeindliche Arbeitnehmergesellschaft, deren materieller Wohlstand auf einem Wissens- und Kapitalstock fußt, zu dem die Wenigsten beigetragen haben. Schließlich nimmt er dem tendenziell totalitären Sozialstaat den Offenbarungseid ab und stellt der in Unmündigkeit gehaltenen "Staatsgesellschaft" eine "dynamische Bürgergesellschaft" entgegen, in der die Einzelnen und die sie umgebenden Gemeinschaften so viel Verantwortung wie möglich selbst schultern.

Der CDU-Mann, der die seltene Gabe besitzt, scheinbar komplexe Sachverhalte von verbalem Zierrat zu befreien und auf das Wesentliche zu reduzieren, nimmt kein Blatt vor den Mund. Mit einem gehörigen Schuss Populismus geißelt er die Perspektiv- und Initiativlosigkeit einer mehrheitlich aus Beamtentum und Öffentlichem Dienst rekrutierten Klasse politischer (Re-)Akteure, die sich in einem engen Korsett von Sachzwängen wähnend immer nur das Nächstliegende ansteuere. Die politisch fehlgeleitete und desinformierte Gesellschaft sieht er in der Falle und fordert zur Lösung mentaler Blockaden die unverzügliche Konfrontation mit den Realitäten -- und zwar "je schonungsloser, desto besser". Dazu müsste man eigentlich nur sein Buch zur staatsbürgerlichen Pflichtlektüre machen. --Roland Detsch

Pressestimmen

"... ein interessanter, anregender Beratungssolist mit dem Ehrgeiz, Kants ›Notwendigkeiten‹ in die Köpfe zu pflanzen." DIE ZEIT über Meinhard Miegel »Es ist ein großes Buch geworden: informativ, anregend, provozierend. - Er schreib

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
46 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Öffnet die Augen! 9. März 2002
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
In diesem Buch werden schonungslos die "Vernebelungsmechanismen" heutiger Politik, das gezielte Verschweigen akuter Zukunftsfragen und dringend notwendige Maßnahmen offengelegt.

Dies geschieht, denke ich, in einer der Brisanz des Themas angepassten Direktheit und Offenheit, es wird nicht um den heißen Brei geredet, sondern der zukünftig bei Beibehaltung des Status quo gähnende Abgrund (das Ende der Demokratie) gezeigt. An den mündigen Bürger wird appelliert, seinen Teil beizutragen und nicht dem allseits beliebten Konsumententum zu fröhnen... Leider wird auch dieses Buch viel zu wenige Leser erreichen, da die Haupklientel statt zu lesen und vielleicht sogar zu denken weiterhin Spielshows konsumieren wird...

Anmerkung: Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient...

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25 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klar das gesagt, was leider niemand wissen will 16. Mai 2002
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Miegels Buch sagt mit einfachen Worten, was wir Deutschen schon seit langem wissen (sollten), doch einfach nicht wahr haben wollen: Die Gesellschaft vergreist, und das überfordert das Rentensystem völlig, unser Sozialsystem lähmt jede Selbstinitiative, wir leben über unseren Verhältnissen (gut 6 Billionen Euro offene und verdeckte Staatsschulden lassen da keinen Zweifel offen), doch niemand ist bereit, seine Ansprüche zurückzunehmen und für kommende Zeiten selbst vorzusorgen.
Miegels Buch ist sicherlich nicht das wissenschaftlichste zu diesem Thema, doch das eindringlichste und am einfachsten zu verstehende. Sollte Pflichtlektüre für jeden Sozialpolitiker und Gewerschafter werden. Vielleicht hat Deutschland dann doch noch eine Chance.
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48 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein aufklärendes Buch.....mit kleinen Mängeln 23. Juli 2002
Von M. Lukanz
Format:Gebundene Ausgabe
"Die deformierte Gesellschaft" ist sicherlich ein aufklärendes, aufweckendes und fesselndes Buch für jeden, der sich mit Politik befasst und wahrscheinlich schockierend für den, der sich kaum oder gar nicht damit befasst.

Ein Buch, welches eine Muss-Lektüre für Politiker UND mündige Bürger werden sollte. Alt-Bundespräsident Prof. Roman Herzog hat mit seiner berühmten Rede 1997 ("Durch Deutschland muss ein Ruck gehen") eine ähnliche Richtung eingeschlagen. Insofern hat dieses Buch nicht nur einen sehr informativen und interessanten Inhalt, sondern weckt hoffentlich auch Stimmungen, die in diesem Land lange nicht mehr zu Tage getreten sind.

Einzig die Tatsache, dass Miegel in meinen Augen zu sehr die Fehler und Versäumnisse sozialdemokratischer Regierungen aufzeigt, zeugt ein wenig von überzogenem Populismus und Parteikalkül. Aber das sollte man vorher wissen, dann relativiert man bereits beim Lesen.

Alles in allem aber ein sehr spannendes und anprangerndes Buch, das ich jedem Politik interessiertem Leser wärmstens empfehlen kann.

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Vor 9 Monaten von Joachim Klotz veröffentlicht
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Veröffentlicht am 6. Juni 2007 von Markus Rodi
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Veröffentlicht am 23. Oktober 2005 von "buechertrinker"
2.0 von 5 Sternen Nichts neues vom Versicherungslobbyisten
Ich habe mir Meinhard Miegels Buch gekauft um mir auch mal die andere Seite der Medaille anzusehen (stehe politisch eher links) und mal zu schauen, was die „Deutsche... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. August 2005 von "brahmaputra"
5.0 von 5 Sternen Pflichtlektüre!
Jeder Deutsche sollte dieses Buch gelesen haben! Endlich hat mal einer aufgeschrieben woran es hapert. Der Aufbau des Buches ist fundiert und stringent. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 26. Juli 2005 von Wolfram Himpel
5.0 von 5 Sternen Für den nötigen Durchblick
Die Lektüre dieses Buches hat mir einige Einblicke in unser gegenwärtiges Miteinander aufgezeigt. Dinge, die man irgendwie ahnt, dann aber wieder verdrängt. Lesen Sie weiter...
Am 1. März 2005 veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Widerlegbar
In gewohnter Form wettert Miegel gegen den Sozialstaat, den er aufgrund der demographischen Entwicklung für völlig überzogen und unbezahlbar hält. Lesen Sie weiter...
Am 18. Januar 2005 veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Ein Buch, das die richtigen Fragen stellt
Ein wichtiges Buch, wenngleich die aufgezeigten Lösungen nicht immer überzeugen und z.T erhebliche innere Widersprüche aufweisen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. Dezember 2004 von Harald
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