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Produktinformation
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Aufgegliedert in die zusammenhängenden Themenfelder "Demographie", "Sozialstaat", "Wirtschaft und Beschäftigung" entwirft der Leiter des Instituts Wirtschaft und Gesellschaft in Bonn -- als provokanter Querdenker gern gesehener Gast in Talkshows -- zunächst das Zukunftsszenario einer infolge von Geburtenausfällen hoffnungslos überalterten Rumpfgesellschaft: atomisierte Egoisten, die sich menschliche Zuwendung und soziale Einbindung allenfalls noch erkaufen und ihr Dasein in existenzieller Abhängigkeit von kinderreichem Humankapital fristen, das in neokolonialistischer Manier aus Entwicklungsländern abgeworben wurde.
Er widerlegt empirisch die allgemein unterstellte Kausalität von Wachstum und mehr Beschäftigung, räumt mit dem Märchen von der neuen Armut auf und entlarvt die Deutschen als untüchtige, elitenfeindliche Arbeitnehmergesellschaft, deren materieller Wohlstand auf einem Wissens- und Kapitalstock fußt, zu dem die Wenigsten beigetragen haben. Schließlich nimmt er dem tendenziell totalitären Sozialstaat den Offenbarungseid ab und stellt der in Unmündigkeit gehaltenen "Staatsgesellschaft" eine "dynamische Bürgergesellschaft" entgegen, in der die Einzelnen und die sie umgebenden Gemeinschaften so viel Verantwortung wie möglich selbst schultern.
Der CDU-Mann, der die seltene Gabe besitzt, scheinbar komplexe Sachverhalte von verbalem Zierrat zu befreien und auf das Wesentliche zu reduzieren, nimmt kein Blatt vor den Mund. Mit einem gehörigen Schuss Populismus geißelt er die Perspektiv- und Initiativlosigkeit einer mehrheitlich aus Beamtentum und Öffentlichem Dienst rekrutierten Klasse politischer (Re-)Akteure, die sich in einem engen Korsett von Sachzwängen wähnend immer nur das Nächstliegende ansteuere. Die politisch fehlgeleitete und desinformierte Gesellschaft sieht er in der Falle und fordert zur Lösung mentaler Blockaden die unverzügliche Konfrontation mit den Realitäten -- und zwar "je schonungsloser, desto besser". Dazu müsste man eigentlich nur sein Buch zur staatsbürgerlichen Pflichtlektüre machen. --Roland Detsch
Dies geschieht, denke ich, in einer der Brisanz des Themas angepassten Direktheit und Offenheit, es wird nicht um den heißen Brei geredet, sondern der zukünftig bei Beibehaltung des Status quo gähnende Abgrund (das Ende der Demokratie) gezeigt. An den mündigen Bürger wird appelliert, seinen Teil beizutragen und nicht dem allseits beliebten Konsumententum zu fröhnen... Leider wird auch dieses Buch viel zu wenige Leser erreichen, da die Haupklientel statt zu lesen und vielleicht sogar zu denken weiterhin Spielshows konsumieren wird...
Anmerkung: Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient...
Ein Buch, welches eine Muss-Lektüre für Politiker UND mündige Bürger werden sollte. Alt-Bundespräsident Prof. Roman Herzog hat mit seiner berühmten Rede 1997 ("Durch Deutschland muss ein Ruck gehen") eine ähnliche Richtung eingeschlagen. Insofern hat dieses Buch nicht nur einen sehr informativen und interessanten Inhalt, sondern weckt hoffentlich auch Stimmungen, die in diesem Land lange nicht mehr zu Tage getreten sind.
Einzig die Tatsache, dass Miegel in meinen Augen zu sehr die Fehler und Versäumnisse sozialdemokratischer Regierungen aufzeigt, zeugt ein wenig von überzogenem Populismus und Parteikalkül. Aber das sollte man vorher wissen, dann relativiert man bereits beim Lesen.
Alles in allem aber ein sehr spannendes und anprangerndes Buch, das ich jedem Politik interessiertem Leser wärmstens empfehlen kann.
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