Quirin Melchior landet auf einer unfreiwilligen Zeitreise mitten in Luthers Disputation, die er 1518 an der Heidelberger Universität gehalten hat. In der Folge wird er mit mancherlei Unanehmlichkeiten konfrontiert. Zunächst macht ihm vor allem die mangelnde Hygiene dieser Zeit zu schaffen und er sehnt sich nach den Errungenschaften des 21. Jahrhunderts zurück. Aber er begegnet auch hilfsbereiten und faszinierenden Menschen, vor allem macht der die Bekanntschaft des jungen Paul Fagius, zu dessen Beschützer er wird. Er wird hineingezogen in die Umtriebe von Reformation und Bauernkriegen, was ihn oftmals an die Grenzen seiner physischen und psychischen Belastbarkeit bringt. Er macht sogar die Bekanntschaft des berühmten Dr. Faust und hofft mit dessen Hilfe in seine eigene Zeit zurückreisen zu können.
Wichtigstes Thema ist eine autentische Bibelübersetzung aus dem Hebräischen, ein Ziel, dem sich Paul Fagius verschrieben hat und das er schließlich mit Hilfe eines alten Juden in Isny verwirklicht.
Der Leser erfährt viele Details über das Leben der Menschen im 16. Jahrhundert, über ihren Alltag, ihre Sorgen und Ängste. Die Autorin zeichnet ein buntes lebendiges Bild einer Epoche, die in vieler Hinsicht aufregend war.