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Die blinde Frau, die sehen kann: Rätselhafte Phänomene unseres Bewusstseins [Gebundene Ausgabe]

V. S. Ramachandran , Sandra Blakeslee , Hainer Kober
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

16. Januar 2001
Oliver Sacks, der Altmeister der erzählenden Neurowissenschaft, sieht in Ramachandran seinen legitimen Nachfolger. Wie Sacks erzählt der weltberühmte Forscher Vilaynur S. Ramachandran voller Respekt die Lebensgeschichten von Menschen, die mit einem veränderten Gehirn in einer anderen Welt leben. Was sich im Bewusstsein dieser Patienten abspielt, nennen wir Phantome und meinen damit, es seien bloße Einbildungen ohne Entsprechungen in der Wirklichkeit. Ramachandran versteht es, diese fremdartigen und befremdenden Erscheinungen zu entschlüsseln und so neues Licht zu werfen auf die Tiefenstrukturen des menschlichen Gehirns. Professor Ramachandran gehört zu den international führenden Neurowissenschaftlern. Doch anders als die meisten seiner Kollegen benötigt dieser originelle Forscher keinen Hightech-Maschinenpark, sondern arbeitet mit so simplen Hilfsmitteln wie Wattetupfern, Wassergläsern und Billigspiegeln. Sein Forschungsgegenstand sind die bizarren neurologischen Störungen und Ausfälle. Wer die Bücher von Oliver Sacks genossen hat, wird auch die Geschichten, die Ramachandran in Zusammenarbeit mit Sandra Blakeslee, einer angesehenen Wissenschaftsjournalistin, aufgeschrieben hat, mögen.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 512 Seiten
  • Verlag: Rowohlt; Auflage: 3 (16. Januar 2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3498057502
  • ISBN-13: 978-3498057503
  • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 15 x 4,1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 659.438 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Produktbeschreibungen

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Was würden Sie von einer Frau halten, die -- obwohl ihre gesamte linke Körperhälfte als Folge eines Schlaganfalls gelähmt ist -- darauf besteht, sie sei völlig gesund und bei Kräften, ja sogar zu sehen angibt, wie sich ihre linke Hand ausstreckt, um nach Gegenständen zu greifen? Freud nannte es Verleugnung, Neurologen dagegen Anosognosie, zu deutsch Uneinsichtigkeit. Wie auch immer man es nennen möchte, dieses Phänomen, wie auch andere ähnliche, gewährt uns Einblick in andere geistige Welten und damit in einem erheblichen Maße auch in unsere eigene. Die Schriften von Oliver Sacks und anderen Neurologen haben uns gezeigt, dass wir viel über uns selbst erfahren können, indem wir uns intensiv mit den Defiziten befassen, die Menschen mit neurologischen Problemen vorweisen.

V. S. Ramachandran hat schon unzählige Patienten gesehen, die unter Anosognosie, Phantomschmerzen, Blindsehen sowie anderen ähnlich gearteten Funktionsstörungen litten und legt eine bemerkenswerte Kombination aus klinischer Intuition und Forscher-Know-how an den Tag, um sich mit deren Problemen auseinander zu setzen. Er gehört zu den wenigen Wissenschaftlern, die in der Lage sind -- und auch gewillt sind -- die vielseitigen persönlichen, subjektiven Probleme seiner Arbeit zu untersuchen. Er gibt einem allzu oft sterilen Fach wieder ein menschliches Gesicht und fängt den Geist des Erstaunens ein, der für das wahre Entdecken so wesentlich ist.

Die blinde Frau, die sehen kann ist zu gleichen Teilen medizinisches Rätsellösen, wissenschafliches Abenteuer und philosophische Spekulation; Ramachandrans Schreibstil ist intelligent, mitfühlend und auch außerordentlich komisch. Ob Sie sich nun für die Funktion des Gehirns und für Alternativen zur teuren Hightechmedizin interessieren (Ramachandran verwendet für einen Großteil seiner Forschungsarbeit Material, das man in jedem Haushalt findet) oder einfach eine frische Perspektive von der Natur des menschlichen Bewusstseins suchen -- Die blinde Frau, die sehen kann wird Sie nicht enttäuschen. --Rob Lightner

Rezension

Der bekannte und mit mehreren Preisen ausgezeichnete amerikanische Neurologe Vilaynur S. Ramachandran berichtet anhand von Einzelfallgeschichten über verschiedene neuropsychologische Störungen. Scharfsinnige Analysen der Krankengeschichten werden angereichert mit speziell auf die jeweilige Störung gerichteten Experimenten. Durch seine Fehlfunktion liefert uns das Gehirn ganz neue Einblicke in seine Arbeitsweise. Wie der amerikanische Originaltitel "Phantoms of the Brain" verrät, geht es im Herzstück des Buches um Phantomempfindungen. Ein Mensch, dem ein Arm oder ein Bein amputiert wurde, spürt das entfernte Glied auch nach der Amputation. Dabei bleibt nicht nur die Hautempfindung erhalten, sondern auch die Empfindung, dass diese Gliedmaßen sich bewegen, bis hin zu andauernden quälenden Schmerzen. Dieses häufige Phänomen war in seiner Entstehung bislang ungeklärt. Ramachandran bietet nun eine Erklärung an. Anscheinend liegen den Phantomerlebnissen so genannte Umkartierungen im Hirn zu Grunde. Das Gehirn repräsentiert den eigenen Körper in so genannten Karten, Gehirnbereichen, in denen für benachbarte Körperstellen benachbarte Neuronen zuständig sind. Das Umgekehrte muss nicht unbedingt gelten: Eng benachbarte Neuronen können weit entfernte Körperstellen repräsentieren (Spektrum der Wissenschaft 4/1996, S. 38). Nach der Amputation eines Körperteils werden die zugehörigen Nervenzellen nicht mehr genügend angesprochen. Daraufhin sprießen Nervenzell-Kontakte aus benachbarten Hirnregionen in dieses Gebiet ein. Auf diesem Wege empfangen beispielsweise die "arbeitslos" gewordenen Neuronen für eine amputierte Hand Impulse aus der Wange. Andere Hirnteile jedoch, die aus dieser Region Informationen auslesen, interpretieren diese weiterhin als zur Hand gehörig; so kommt die Phantomempfindung zu Stande. Durch die Umkartierung ist eine virtuelle Realität entstanden, die nicht mit der tatsächlichen Realität übereinstimmt. Glücklicherweise kann man diese Fehlinterpretation des Gehirns überlisten, und zwar, indem man dem Gehirn eine andere, konkurrierende virtuelle Realität anbietet, etwa die Simulation eines funktionstüchtigen Gliedes. Dieser Therapieansatz ist neben der Erklärung des Phänomens ein weiteres Verdienst des Neurologen Ramachandran. Das Mittel zur Simulation ist verblüffend einfach: ein Spiegel! Der erzeugt eben ein Bild der anderen, gesunden Gliedmaße auf der Gegenseite. Die visuelle Wahrnehmung einer funktionstüchtigen Gliedmaße auf der betroffenen Seite neutralisiert die ursprüngliche Information des Phantomgliedes und löst damit erfolgreich die alte Fehlwahrnehmung ab. Überraschenderweise kann das Gehirn dieses neue Angebot schnell akzeptieren, und die Wahrnehmung des Phantomgliedes verschwindet nach wenigen Spiegelübungen. Das zeigt, dass die Funktionsweise unseres Gehirns nicht statisch ist, sondern sich schnell an seine Umgebungsbedingungen anpasst. Diese Fähigkeit ist auch therapeutisch nutzbar. Das Buch stellt dazu noch zahlreiche weitere interessante Entdeckungen bereit. Ausführlich wird auf dieser Grundlage auch die spannende Frage diskutiert, wie das Gehirn eigentlich unser "Selbst" erzeugt, also das Gefühl, dass ich eine einzigartige Person bin, die sich bestimmte Wahrnehmungen zuschreibt, auf Grund bestimmter Überzeugungen handelt und in der Zeit kontinuierlich existiert. Diese Frage wird in den letzten Jahren nicht mehr nur philosophisch, sondern zunehmend auch neurowissenschaftlich erörtert, zum Beispiel von Antonio Damasio (Spektrum der Wissenschaft 7/2000, S. 106). Ramachandran stellt zum Schluss des Buches dazu einen Katalog von Eigenschaften zur Diskussion, die unser Selbst ausmachen sollen. Dazu gehören unter anderem die Verkörperlichung, dass dieses Selbst also immer in einem Körper oder Organismus verankert ist, die Erinnerungsfähigkeit, welche die personale Identität über die Lebensspanne sicherstellt, die Fähigkeit, Erlebnisse mit bestimmten Gefühlen anzureichern, die uns später als Entscheidungshilfe dienen, die Handlungsfähigkeit dieses Selbst in der jeweils spezifischen Umweltsituation sowie die Einbindung des Selbst in einen sozialen Kontext. Dieser Katalog könnte in der nahen Zukunft durchaus eigene Forschungsprogramme initiieren. Die weitaus größten Anteile des Buches bestehen aus den Beschreibungen und Analysen der Fallgeschichten, in denen Betroffene mit ihren einzigartigen Krankengeschichten immer im Vordergrund stehen. Trotz einer humorvollen Präsentation verliert Ramachandran nie den Patienten mit seiner Störung aus dem Auge; er begnügt sich nicht mit der Analyse, sondern schildert die Störung auch aus dem subjektiven Erleben des Betroffenen. Der Leser "spürt" geradezu die Störung. Ramachandran steht damit in der besten Tradition einer "romantischen Wissenschaft", die Anfang des 20. Jahrhunderts von dem Neuropsychologen Alexander Luria begründet und besonders von Oliver Sacks weitergeführt wurde. Das Buch richtet sich damit an eine breite Leserschaft. Bezüge zu Alltagssituationen werden ebenso hergestellt wie zu philosophischen Konzepten des Leib-Seele-Problems. Das Buch bleibt dabei durchgängig sehr gut lesbar; das ist sicher auch der Wissenschaftsjournalistin Sandra Blakeslee zu verdanken, die das Buch mitverfasst hat. Rezensent: Kai Vogeley


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5.0 von 5 Sternen Unterwegs im Dschungel der Neuronen 24. Mai 2001
Format:Gebundene Ausgabe
Ramachandran und Blakeslee stellen uns eine Reihe höchst ungewöhnlicher Personen vor: Während sich Tom seines Unterarmes, den er bei einem Unfall verlor, noch qualvoll bewusst ist, da er unter Phantomschmerzen leidet (und ausserdem Routinehandlungen mit dem nicht vorhandenen Körperteil auszuführen meint), leidet Mrs. Dodds scheinbar keineswegs unter ihrer Erkrankung, die ihren linken Arm lahmgelegt hat. Sie ist die einzige Person, die diese Tatsache nicht zu bemerken scheint. Sie und ihre Leidensgenossen finden im Zweifelsfall höchst originelle Erklärungen dafür, wieso sie den Arm nicht bewegen können : "Der Arm gehört meinem Bruder!".
Die Fallgeschichten an sich sind schon spannend. Sie sind so geschickt zusammengestellt worden, dass ich einen Eindruck von der unglaublichen Flexibilität des Gehirns und des komplexen Zusammenspiels der unterschiedlichen Systeme bekommen habe. Allerdings war ich recht dankbar, dass ich über einige anatomische Vorkenntnisse verfüge, denn obwohl Ramachandran zu Beginn des Buches versichert, dies sei ein "populärwissenschaftliches" Buch lotst er den Leser gelegentlich mit atemberaubender Geschwindigkeit vom Neokortex ins limbische System und wieder zurück... Am besten gefällt mir aber die Art und Weise, wie Ramachandran seine Forschung und seine Patienten betrachtet: Jeder Patient ist in erster Linie ein Mensch, den er für die Art und Weise, wie er mit seinem, meist schweren Verlust umgeht, respektiert.
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24 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von isy3
Format:Taschenbuch
... bekommt man durch dieses gut geschriebene Sachbuch.

Das Autorenpaar Vilaynur S. Ramachandran und Sandra Blakeslee lehren uns hier anhand skurriler Fälle von Erkrankungen, wie unser Gehirn arbeitet. Dabei haben sie nicht trockene Messungen in abstrakte Statistiken gegossen und ausgewertet, sondern sich direkt an die kranken Menschen gehalten. Um diesen zu helfen, haben sie originelle Experimente entwickelt, die ebenso einfach wie wirkungsvoll sind. Es werden in dem Buch auch ein paar Experimente zum Selberausprobieren beschrieben, aus denen wir sehr direkt erfahren können, wie fragwürdig unser Bewußtsein und unser Körpergefühl ist.

Da die Gehirnforschung ein relativ junger Wissenschaftszweig ist, gibt es noch viel Aufregendes zu entdekcen. Darum findet man hier noch viele kreative Querdenker mit ungewöhnlichen Ideen. Ideen, die in die Philosophie und in die Psychologie eingreifen und unser gesamtes Weltbild infrage stellen können. Dabei wird stets streng wissenschaftlich vorgegangen, was der umfangreiche Fußnotenteil und die lange Literaturliste am Ende des Buches zeigen. Ein Schlagwortregister erleichtert das Auffinden spezieller Beispiele und macht das Buch zu einer nützlichen Ergänzung der Hausbibliothek.

Wenn Sie die Bücher des Neurologen Oliver Sacks lieben, werden sie auch dieses mögen. Er hat auch ein Vorwort dazu geschrieben.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Super spannend!! 4. Oktober 2008
Von Mari Maus
Format:Taschenbuch|Verifizierter Kauf
Ich habe selten ein Buch gelesen das mich so gefesselt hat. Es ist interessant, spannend und dazu gut verständlich geschrieben. Ich hoffe dass noch mehr so Bücher kommen, und dass es noch mehr von Vilaynur S. Ramachandran geben wird. Mein absolutes Lieblingsbuch seit langem! Ein Muss für jeden der sich für Hirnforschung und Neurologie interessiert.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Topbuch 6. Juni 2012
Von Geronimo
Format:Taschenbuch
Dieses Buch hat mich begeistert!

Es ist unglaublich, was sich in unserem Bewusstsein abspielt!

Faszinierende Geschichten und Phänomene aus der Gehirnforschung haben mich wirklich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert.

Als Nichtmediziner ist es für mich absolut verblüffend zu welchen (Fehl-)Leistungen das menschliche Gehirn in der Lage ist.

das Buch ist sehr leicht lesbar geschrieben, flüssig, obwohl natürlich alles wissenschaftlich belegt wird.

Eine echte Kaufempfehlung!
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