Die Handlung beginnt mit der Kindheit der Protagonistin in der Wüste Algeriens, führt über ihre Jugend in einer algerischen Stadt bis hin nach Europa. Malika Mokeddem beschreibt aus dem Blickwinkel der Protagonistin die Wandlung Algeriens von einem aufgeschlossenen und toleranten Miteinander in ein von radikal islamischen Organisationen bedrohtes Land, das vor allem seiner eigenen Bevölkerung großes Leid antut. Der Roman bleibt trotz eindeutig persönlicher Eindrücke sachlich, lebt ohne Übertreibungen und veranschaulicht gerade dem interressierten jedoch nicht mit Hintergrundinformationen versorgten Leser die Situation eines liebenswürdigen Volkes. Dieses Buch ist ein Aufruf zur Nächstenliebe, Toleranz und auch zur Gegenwehr gegen radikale Elemente jeder Art. Einfach wunderbar!