Was die Autorin mit ihrem erzählerischen Talent hier vollbringt, ist einfach wundervoll. Nicht nur, dass sie den Leser die flirrende Hitze der Wüste oder den saftig-süßen Duft von Datteln vermittelt, sie schafft es auch, die Gefühle der jungen Leila so plastisch darzustellen, dass ich des öfteren vor Wut auch meine Hände ballen mußte, weil ich mich - wie die junge Frau - aufbäumen wollte, gegen die Engstirnigkeit der partriarchaischen Gesellschaftsstruktur, in der das Mädchen aufwächst. Allerdings ist sie auch fähig den Dank zu verspüren, denn ihr Lebens- und Lernweg ist eine große Ausnahme für die Frauen in ihrer Gesellschaft; tief in ihrem Herzen weiß sie, dass eigentlich nur die Kraft und Sturheit ihrer Großmutter das für sie ermöglicht hat.