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Die blaue Liste: Denglers erster Fall
 
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Die blaue Liste: Denglers erster Fall [Taschenbuch]

Wolfgang Schorlau
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (32 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Ein Krimi-Debüt wie ein Tatort: ein Ermittler mit Privatleben, die Region/Stadt weit mehr als bloße Kulisse, im Mittelpunkt kleine Fische und große Politik, am Ende kein Triumph für die Guten, nur ein knapper Punktsieg.

Georg Dengler, der vermutlich jünger ist als er wirkt, hat für das BKA so manchen Terroristen zur Strecke gebracht. Jetzt will er es als Detektiv in Stuttgart etwas ruhiger angehen lassen, doch gleich bei seinem ersten Fall sticht er in ein Wespennest aus ökonomischen Begehrlichkeiten und politischen Machenschaften. Dabei sollte er ursprünglich nur klären, ob der Wirtschaftsprofessor Stein tatsächlich bei einem Flugzeugabsturz in Thailand ums Leben gekommen ist.

Ist er vermutlich nicht, was einerseits seine Tochter Christiane freut, andererseits zahlreiche neue Fragen aufwirft. Die Spur führt zur "Treuhand"-Gesellschaft und zum RAF(?)-Attentat auf deren ersten Präsidenten 1991, zurück in die Zeit der Wiedervereinigung, als "das Geld nicht mehr unter Kontrolle" war. Dengler lässt zunächst weder beruflich noch privat -- bei Kochabenden mit Italo-Freund Mario und diversen Flirts -- etwas anbrennen, erst im letzten Drittel wird es richtig brenzlig.

Nach eher schleppendem Beginn wird ohne großen Action-Aufwand konsequent an der Spannungsschraube gedreht und die Mühsal kriminalistischer Kleinarbeit (unzählige Anrufe, Internet-Recherchen, tausende Bahnkilometer quer durch die Republik) fast schon in Echtzeit geschildert. Stellenweise ist das "Faction" vom Feinsten, stimmig komponiert und schnörkellos erzählt, garniert mit schön schrägen Szenen aus der schwäbischen Provinz.

Die Besetzung überzeugt, allen voran der Detektiv: eigenbrötlerisch, trinkfreudig, eher schlagkräftig als schlagfertig, beherrscht er doch "die kleine Sprache der Liebe". Die Dialoge allerdings holpern hier und da etwas, ein eigener Ton ist erst in Ansätzen erkennbar. An diese Mischung aus Bernhard Schlinks Gerhard Selb, Kurt Wallander und Josef Matula könnten wir uns gewöhnen, auch in weniger spektakulären Fällen. Wenn Schorlau den erwähnten Kinderkrankheiten ähnlich hartnäckig nachgeht wie Dengler selbst dem kleinsten Hinweis, darf man sich schon jetzt auf dessen zweiten Fall freuen. --Patrick Fischer -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

"Schorlau konstruiert aus realen Ereignissen einen spannenden, klugen Roman, der nicht nur Verschwörungs-Theoretiker faszinieren wird." (Frankfurter Rundschau)

"Ein packender Politkrimi - Spannung bis zur letzten Seite" Echo. Ich warte auf den zweiten Fall!" (Bild am Sonntag)

"Wolfgang Schorlau hat einen Detektiv erfunden, der an den Säulen der Gesellschaft sägt." (Neue Ruhr Zeitung)

"Abgründe hinter der Wahrheit." (Mitteldeutsche Zeitung)

"Ein bemerkenswertes Debüt ..." (Badische Zeitung)

"Allein wegen des wahnwitzigen Plots der Lektüre wert." (Bayerischer Rundfunk)

"Ein packend geschriebener Roman mit Gänsehautmomenten, der auf weitere Dengler-Fälle hoffen lässt." (Südkurier)

Kurzbeschreibung

Privatdetektiv Georg Dengler - früher Zielfahnder beim BKA - ist einem Fall auf der Spur, der fast zu gefährlich für ihn wird und zurückführt in die Zeit der Wende und der großen Gier ...
Am 1. April 1991 wird Carsten Detlef Rohwedder, Präsident der Treuhandgesellschaft, erschossen. Seinem Tod folgt eine drastische Kurskorrektur der Institution und der Ausverkauf des Ostens. Sechs Wochen nach dem Attentat stürzt eine vollbesetzte Boeing der Lauda Air über dem Dschungel Thailands ab, 223 Menschen sterben. Im Juni 1993 wird das RAF-Mitglied Wolfgang Grams auf dem Bahnhof von Bad Kleinen erschossen. Fast zehn Jahre nach seinem Tod behauptet das BKA, er sei am Tatort des Mordes an Rohwedder gewesen. Tatsächlich wurden alle drei "Geschehnisse" nie wirklich aufgeklärt.
Georg Dengler ist im Unfrieden beim BKA ausgeschieden.

Der Verlag über das Buch

»Ein spannender Politthriller … eine echte Konkurrenz für Wallander & Co« Handelsblatt

Über den Autor

Wolfgang Schorlau war Manager in der Computerindustrie. Er lebt und arbeitet heute als freier Autor in Stuttgart. 2006 wurde er mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnet.

Auszug aus Die blaue Liste Denglers erster Fall von Wolfgang Schorlau. Copyright © 2005. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

»Wenn Polizei, Justiz und Politik versagt haben, muss es den Geschichtenerzählern erlaubt sein zu sagen: Es ist nur eine Geschichte, aber vielleicht war es so.«
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