Titania-Hörspiele reihen sich langsam aber sicher bei anderen großen und bekannten Labels ein und können sich zu recht als anspruchsvoll und gut umgesetzt bezeichnen.
Die blaue Hand von Altmeister Wallace, deren Story nur der Lesende kennt, da der Film aus den 60er gerade mal den gleichen Titel trägt, ist mehr als nur typisch für E.W. Eigentlich schon fast ein Romantik-Krimi und doch nicht so bekannt.
Titania hat es ein weiteres Mal geschafft, gute Sprecher in einer guten Geschichte zu plazieren, für Atmosphäre zu sorgen. Leider ist diese Produktion im Vergleich zum indischen Tuch mit der Hälfte der Laufzeit ausgekommen, leider auf Kosten des Inhalts und der Buchtreue. Die Abläufe wirken sehr kompakt, Ereignisse die im Buch in Tagen zu messen sind, werden hier zu einer Entwicklung gepresst, die dem Hörer keine zeitliche Tiefe mehr suggeriert. Was andere Produktionen mit Erzählern überbrücken können, schaffen z.B. die alten Radio-Produkionen a'la Paul Temple mit längeren, sehr gut abgestimmten Instrumentalen, die in ihrer Komposition ein Gefühl von verstreichender Zeit zu vermitteln wissen. Dazu sind die neuen Textpassagen oft mit Anfängen versehen, in denen ein Tag, eine Zeit oder einfach nur ein "guten Morgen" dem Hörer klarmachen, das nun wieder ein neuer Tag anbricht.
Nichtsdestotrotz kann Titania nach wie vor empfohlen werden, alleine schon weil es lange an der Zeit war, Wallace-Bücher zu vertonen die unschuldigerweise etwas unbekannter sind.