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Die blaue Blume: Roman (insel taschenbuch)
 
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Die blaue Blume: Roman (insel taschenbuch) [Taschenbuch]

Penelope Fitzgerald , Christa Krüger
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 237 Seiten
  • Verlag: Insel Verlag; Auflage: 1 (21. August 2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3458344071
  • ISBN-13: 978-3458344070
  • Größe und/oder Gewicht: 18 x 10,8 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 299.608 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Penelope Fitzgerald
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Produktbeschreibungen

Umschlagtext

Die Blaue Blume Ein Roman über Novalis und seine tragische Liebe zu Sophie von Kühn Die blaue Blume ist ein erstaunliches Buch, ein Meisterwerk, so haben es zahlreiche englische Kritiker bezeichnet... Penelope Fitzgeralds vielseitigstes und anspruchsvollstes Buch. Es ist ihr größter Triumph, ein lebendiges Stück Literatur über einen Dichter, so brillant und authentisch wie Georg Büchners Lenz, Hugo von Hofmannsthals Brief des Lord Chandos oder Thomas Manns kleine Geschichte über Schiller, Schwere Stunde... Michael Hofmann, New York Times Book Review Ich hoffe, andere teilten meine Schadenfreude, als aus den USA bekannt wurde, daß der höchst angesehene National Book Critics' Circle Fiction Prize an Penelope Fitzgerald für ihren Roman Die blaue Blume ging... Es ist erfreulich, daß ein englischer Roman all die hochgepriesenen amerikanischen Größen geschlagen hat. Antonia S. Byatt -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Vom Himmel auf die Erde 23. März 2008
Von Diethelm Thom VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Die Autorin schildert einige Jahre bis 1797 im Leben des deutschen romantischen Dichters Friedrich von Hardenberg, bevor er unter dem Namen Novalis berühmt wurde. Einen besonderen Raum nimmt dabei naturgemäß die Schilderung seiner Beziehung zu dem Mädchen Sophie von Kühn ein, die Hardenberg als noch nicht 13Jährige kennen lernt, in die er sich wie in einem Erweckungserlebnis verliebt, mit der er sich bald verlobt und die als knapp 15Jährige an einem Tumor stirbt. Dieses Erlebnis befreit Hardenberg zum Dichter mit einer für ihn charakteristischen unstillbaren Todessehnsucht, mit einer immer stärker werdenden Neigung, die Wirklichkeit ins Geistige und Mystische aufzulösen, womit er eben zu einem der ersten großen Vertreter der deutschen Romantik wird. Ziemlich genau vier Jahre nach ihrem Tod ist Novalis seiner Sophie 1801, selbst keine 30 Jahre alt, "nachgestorben".

Penelope Fitzgerald ordnet die Hauptfigur Hardenberg wie selbstverständlich in den großen Kreis von Menschen in seinem Umkreis ein: seine vielköpfige Familie, Studienfreunde, die befreundeten Familien, wo er auch Sophie kennen lernt. Im letzten Drittel des Buches steht dann Sophie mehr im Vordergrund, es scheint fast, als ob die Autorin an der Gestalt dieses unscheinbaren Mädchens jetzt mehr als an Hardenberg interessiert ist. Mit großer Souveränität und Unbefangenheit fühlt sie sich in die deutschen Verhältnisse im späten 18.Jahrhundert ein, sie dürfte die Quellen genauestens studiert haben, das Buch strotzt vor Realitätsdichte. Dabei werden die Personen als unverwechselbar individualistische Gestalten geschildert, manchmal erscheinen sie geradezu verschroben, wobei das Leben damals in und um Jena fast wie in einer rückwärts gewandten Utopie erscheint: Die Lebensbedingungen waren auch für den Landadel spartanisch, die Menschen erscheinen von schlichter Natürlichkeit und Unmittelbarkeit, was jedoch nur Banausen mit geistiger Schlichtheit oder Rückständigkeit verwechseln würden. Die Autorin konfrontiert den Leser einfach mit vielen, aus heutiger Sicht sonderbaren Äußerungen und Verhaltensweisen aller Beteiligten, ohne sie in einen erklärenden Kontext zu stellen, das irritiert den Leser immer ein wenig, er muss dauernd zusehen, wie er diese merkwürdigen Käuze von vor über 200 Jahren auf die Reihe bringt. Dazu kommt, dass die Darstellung sehr lebendig und immer wieder dialogisch-dramatisch gehalten ist, so dass die Lektüre insgesamt erfreulich lebendig und interessant ist.

Zweifel: Die Autorin hat offensichtlich ihren Novalis zurück vom Himmel auf die Erde geholt. Da sehen wir ihn nun in seiner ganzen irdischen Bedingtheit und Verbundenheit mit seinen Mitmenschen. Am Ende, im ebenso kommentarlosen Nachwort, wird von Fitzgerald fast die Erwartung erzeugt, der Dichter könne sich jetzt einem tätigen bürgerlichen Leben zuwenden, indem es dort etwa abschließend heißt: "Im Dezember 1798 verlobte Fritz (= Novalis) sich mit Julie, einer Tochter des Berghauptmanns von Charpentier, Mathematikprofessor an der Bergakademie Freiberg. Sie war zweiundzwanzig Jahre alt. Er bewährte sich im Salinendirektorium und war zum Amthauptmann im Thüringischen Kreis ernannt worden. An Friedrich Schlegel schrieb er, ein sehr interessantes Leben scheine auf ihn zu warten. Er fügte hinzu: '-indes aufrichtig wär ich doch lieber tot.'" (190). Das Problem bleibt dem Leser also erhalten: Wie bekommen wir den Novalis wieder in den Himmel? Denn dort zog es ihn nun mal mit Macht hin.
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von R. Funk
Format:Gebundene Ausgabe
"Sophie sey mein Schuz Geist" ließ Fritz von Hardenberg, der später unter dem Namen Novalis berühmt wurde, in den Verlobungsring für die "Seele meiner Seele", für "meine Philosophie" eingravieren. Der brillante Jurist und Philosoph verliebte sich unbegreiflicherweise in die zwölfjährige Sophie von Kühn, ein munteres, aber einfältiges und ungebildetes Kind. Von langer Krankheit gezeichnet starb es als Hardenbergs Verlobte wenige Tage nach seinem fünfzehnten Geburtstag eines qualvollen Todes.

Ausgerechnet eine englische Schriftstellerin, Penelope Fitzgerald, lässt das 18. Jahrhundert in Thüringen äußerst bilderreich und humorvoll in 55 kurzen Kapiteln auferstehen. Die Schilderungen des nicht besonders wohlhabenden Adels, des Tagesablaufs der Hardenberg'schen Familie mit ihren elf Kindern in allen Details von eigenartigen Frühstücksritualen bis zum Großwaschtag, des kurzen Erscheinens des Dichterfürsten Goethe und der damaligen ärztlichen Behandlungsmethoden, um nur einige wenige Beispiele zu nennen, sind eine Klasse für sich.

Kaum vorstellbar, dass es sich bei diesem Werk um eine Übersetzung handelt. Das ist fast so, als wenn Joseph von Eichendorffs Taugenichts ürsprünglich in Englisch verfasst worden wäre. Da kann man der Übersetzerin Christa Krüger nur allerhöchstes Lob aussprechen!

Die "blaue Blume" ist ein Symbol der Romantik für das Streben nach Erkenntis der Natur und des Selbst. Novalis verwendete dieses Motiv in seinem fragmentarischen Roman "Heinrich von Ofterdingen" in einer Traumerzählung. Er selbst starb noch nicht einmal 28-jährig an Tuberkulose.
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12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
In ihrem Roman hat Penelope Fitzgerald das 18. Jahrhundert wiederbelebt. Mit unglaublicher Spannung und magischer Faszinationskraft versetzt sie den Leser in die Realität ihrer Romanwelt.
Friedrich von Hardenberg lernt auf seinem Weg, seinen Beruf zu finden, Sophie von Kühn kennen. Sie scheint zu jung für ihn zu sein, außerdem ist sie ungebildet, war nicht imstande und willig zu lernen. Man kann sie nicht malen- ihre Schönheit kann man nur direkt in ihrem Gesicht sehen. Friedrich hat, wegen möglichem Unverständnis seines Vaters, Angst, von seiner Liebe zu diesem Mädchen, das fast noch ein Kind ist, zu berichten. Doch als ihrer Heirat nichts mehr im Weg steht, treten ganz andere Probleme auf...
Dieses Buch hat wegen seiner sehr schönen, fesselnden Schreibweise 4 Sterne von mir bekommen.
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