Dieses Rätsel wird auch in diesem Buch nicht gelöst: was der Unterschied ist zwischen einem "normalen" Koch- oder Backrezept und einem "Landfrauenrezept". Theoretisch sollte das klar sein: von der ländlichen Küche sollte man folgendes erwarten dürfen: frische Zutaten, heimische Zutaten, saisonale Verfügbarkeit.
Wenn es danach geht, ist das Buch glatter Etikettenschwindel: Thunfisch, Oliven, Dorsch, Victoriabarsch, Limetten sind nicht regional, die weitgehende Verwendung von Convenience- und Fixprodukten (Kokoszwieback, Tiefkühlgemüse, Dosenobst, Marzipanrohmasse, Asia-Sauce...) zeigt, daß sich die sog. ländliche Küche von ihren Ursprüngen sehr weit entfernt hat.
Vom Grundsätzlichen abgesehen ist die Zahl der kreativen Rezepte in diesem Buch ausgesprochen hoch, für jedes Rezept gibt es Bild und Nährwertinformationen (leicht ist die Küche aber nicht gerade...)
Die Sortierung von A bis Z finde ich auch bei diesem Band der Serie unpassend: die Sortierung ergibt einen wilden Misch aus Kuchen und Braten, erschwert Vergleiche zwischen den Rezepten und ist ohne jeden inhaltlichen Sinn.