Das Buch - 'Die 100 besten Guerilla-Marketing-Ideen' - enttäuscht. Die Originalausgabe von Jay Conrad Levinson erschien 1990 in den USA. 2006 erscheint nun die deutsche Version im Campus Verlag. 16 Jahre sind in der Zwischenzeit vergangen. In dieser Zeitdauer hat sich im Guerilla-Marketing viel Neues entwickelt. All das wird im Buch nicht berücksichtigt. Es ist einfach viel zu spät übersetzt worden, die Inhalte sind längst veraltet. Es wurde sich nicht die Mühe gemacht, die Inhalte vor der Übersetzung zu aktualisieren. Aktuelle Entwicklungen und Beispiele aus Deutschland gibt es zuhauf - all das wird ignoriert.
Die 34,90 Euro sollte man besser in andere Guerilla Marketing Bücher investieren. Zudem ist das Buch chaotisch, völlig unstrukturiert geschrieben. Die 100 Ideen werden mit Ziffern von 1 bis 100 gezählt und in Kapital wie Medien, Menschen oder Technologie unterteilt. Verständlich strukturiert wäre es für Leser, wenn die jeweilige Idee eine kurze Überschrift hätte. Das Lesen ist eine Zumutung. Als Leser muss überlegen, welche Idee Levinson mit der Ziffer vermitteln möchte. Einprägsam ist das nicht. Gerade weil sich Guerilla-Marketing in den letzten 16 Jahren so spannend entwickelt hat und Levinson zu den Begründern zählt, ist das Buch eine echte Enttäuschung.