Drei Auflagen bedeuten nicht nur Erfolg, sondern sind auch zwei Möglichkeiten, das Ursprungsprodukt zu verbessern. Das haben die Autoren unterlassen, obwohl ihre Konkurrenten Hesse/Schrader oder Püttjer/Schnierda schönere und liebevollere Mustermappen anbieten. Was ich beim Buch "Meine Bewerbung" schon monierte, gilt auch für die Bewerbungsmuster: Nichts ist falsch, aber wenig ist Spitze. Die Gestaltung der Bewerbungsunterlagen wirkt etwa so altertümlich wie die Programmierung der CD-ROM. Rähmchen wie aus der Anfangszeit des Internets und eine Auswahl von Fonts, die nicht darauf hindeuten, dass fast täglich schöne Schrifttypen herauskommen.
Bevor die Mustervorlagen auf Seite 39 beginnen, gibt es einen Kurzabriss des üblichen Bewerbungsprozederes. Aber nicht nur die Autoren haben Erfahrung. Auch ich sah während meiner Tätigkeit beim Arbeitsamt, was nützt und was bloss zur Kenntnis genommen wird. Wesentliches lässt sich nicht ein paar wenigen "Man sollte-Formulierungen" vermitteln. Gäbe es keine anderen Bücher mit Bewerbungsmustern, müsste man schon der Idee zuliebe fünf Sterne geben. Aber die Konkurrenz gibt es nun mal. Und sie ist besser.
Mein Fazit: Wer noch mehr Beispiele für seine Bewerbung sucht und für einen neuen Job auch etwas investieren will, wird in diesem Buch vielleicht genau das Gesuchte finden. Wer aber mit wenigen, aber beispielhaften Vorlagen zufrieden ist, schaut lieber bei der Konkurrenz vorbei.