Ester, Putte und der Ich-Erzähler kommen eines Tages vor lauter Langeweile auf die Idee, ein Beerdigungsinstitut zu gründen und sogleich alle toten Tiere zu begraben. Natürlich jedes Mal mit einer anständigen Feier: dazu gehören Grab, Kreuz, Grabrede und Tränen. Diese Vorgehensweise haben sie sicher aus der Erwachsenenwelt abgeschaut, und doch geben sie jedem toten Tier besondere Gedanken mit auf den Weg.
Richtig nett finde ich, wer auf dem Friedhof begraben liegt, denn im Innendeckel des Buches findet man nicht nur die Gräber der toten Tiere, sondern auch den Opa neben Jesus. Die Bilder sind auch sehr gelungen, typisch schwedisch eben mit roten Scheunen im Hintergrund, schlicht, aber ausdrucksvoll die Gesichter.
So wird der Umgang mit dem Tod zum Spiel, das zwar die Langeweile vertreibt, doch wie Kinder so sind, sie knieen sich 'rein in dieses Spiel, betreiben ernsthaft ein Beerdigungsinstitut, sind wirklich traurig, wenn sie die kleinen Tiere beerdigen - doch alles nur für einen Tag. Danach machen sie eben etwas anderes. Toll. Fast möchte man sagen: so ist das Leben, so ist der Tod. Kann so einfach sein, denn - wie es an einer Stelle heißt - das Sterben geht schnell.
Ein wunderbares Bilderbuch mit einfachen Texten, die es durchaus in sich haben - nicht nur für Kinder geeignet.