Bille August verfilmte die Herkunft des Ingmar Bergman.
Der Vater, der Pfarrer wird und mit seiner Frau aus der schwedischen Oberschicht in die Provinz verzieht,sich dort in der Gemeindearbeit aufreibt und durch seine Strenge die Frau vertreibt, die in den Schoss der Familie zurückflieht. Man versteht damit sehr viel von dem Hintergrund des Ingmar Bergman. Der moralin-getränkte Protestantismus, der sich in der Lebensfreude einer bürgerlicher Oberschicht völlig fremd fühlt. Der strenge Glaube, der Widerstand und Isolation in Kauf nimmt, Lebendigkeit unterdrückt,zugleich aber auch gelebtes Engagement ist.
Bille August entfaltet das Leben des Pfarrers Bergman in eindrucksvollen Bildern und erzählt eine große Geschichte. Man versteht jetzt, dass sich Ingmar Bergman über Jahrzehnte an dieser Vergangenheit abarbeiten musste.
Es ist typisch für unseren Markt, dass es es diesen hervorragenden Film nicht als DVD gibt. Wer sieht ihn, wenn Videorecorder vom Markt verschwinden ?