Aus der Amazon.de-Redaktion
Der Roman
Die besten Absichten spielt in den 30er-Jahren in Spanien. Die Welt der gutbürgerlichen Gesellschaft ist friedlich. Über Politik wird nur in den Cafés gesprochen oder in den Buchhandlungen. Der Protagonist, Augustín Alfaro war das, was man einen "guten Jungen" nennt, sein Vater hingegen ein Lebemann. Er hat ein Verhältnis mit einer Büglerin; diese wird schwanger und besucht daraufhin Augustíns Mutter, um ihr vom Geschehen zu berichten. Die Mutter jedoch geht davon aus, dass ihr Sohn der Vater des Kindes ist -- dieser hat sich nämlich mit dem Namen seines Sohnes vorgestellt. Um seiner Mutter das Unglück und die Peinlichkeit zu ersparen, deckt der "gute Junge" seinen Vater und übernimmt auch noch die Rolle des Kindsvaters. Remedios, die Büglerin, lässt sich schließlich auf das Spiel ein, heiratet Augustín und lebt mit ihm wie Bruder und Schwester zusammen. Problematisch wird das Ganze erst, als sich die beiden ineinander verlieben. Remedios flieht schließlich nach Barcelona und lebt später als Edeldirne in Paris. Augustín sucht Ablenkung im Café, trifft dort neue Bekannte und heiratet die unterernährte Tochter eines furchtbar geizigen Uhrmacher-Ehepaares.
Die Belagerung von Madrid bringt für Augustín keine großen Veränderungen; er arrangiert sich mit den Gegebenheiten. Als sich die Lage im Winter 1937 verschlimmert, schickt er seine Familie aufs Land. Er selbst verbringt die meiste Zeit in der Buchhandlung eines Freundes und beginnt dort ein neues Verhältnis. Als seine Geliebte umkommt, lässt er sich -- völlig allein -- gehen. "Richtige Freunde hatte er nie gehabt, denn er hatte sich immer unter einen Frauenrock geflüchtet. Jetzt wurde er sich dessen ganz deutlich bewusst."
Aubs Roman ist durch seine Dialoge lebendig. Die Figuren werden von Max Aub liebevoll genau portraitiert. Die besten Absichten beschränkt sich nur vordergründig auf Augustíns Privatleben. Die politischen und gesellschaftlichen Ereignisse sind es, die eigentlich Max Aubs Anliegen darstellen. Sie sind Hintergrund menschlicher Komödien und Tragödien, von denen Aub brillant zu erzählen weiß. --Matthias Kehle
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Pressestimmen
"... ein Füllhorn, möchte man schwärmen, eine Wundertüte. Dabei ist das Zeug, das da herausfällt und so schön glänzt, ganz ordinäre Ware: Stammtisch, Straße, gute Stube; Sardinenbüchsen, Kleinbürgerhochzeiten, Kinderspielzeug. Zu einem großen Roman gehört die Banalität ebenso wie die existentielle Verstrickung - Metaphysik, wenn man so will, in ihren merkwürdigen Auswirkungen auf den Alltag. Oder Alltag, mit seinen merkwürdigen Auswirkungen auf die Metaphysik." (Katharina Döbler, Die Zeit)
Aus der Amazon.de-Redaktion
Aus der Amazon.de-Redaktion Der Roman Die besten Absichten spielt in den 30er-Jahren in Spanien. Die Welt der gutbürgerlichen Gesellschaft ist friedlich. Über Politik wird nur in den Cafés gesprochen oder in den Buchhandlungen. Der Protagonist, Augustín Alfaro war das, was man einen "guten Jungen" nennt, sein Vater hingegen ein Lebemann. Er hat ein Verhältnis mit einer Büglerin; diese wird schwanger und besucht daraufhin Augustíns Mutter, um ihr vom Geschehen zu berichten. Die Mutter jedoch geht davon aus, dass ihr Sohn der Vater des Kindes ist -- dieser hat sich nämlich mit dem Namen seines Sohnes vorgestellt. Um seiner Mutter das Unglück und die Peinlichkeit zu ersparen, deckt der "gute Junge" seinen Vater und übernimmt auch noch die Rolle des Kindsvaters. Remedios, die Büglerin, lässt sich schließlich auf das Spiel ein, heiratet Augustín und lebt mit ihm wie Bruder und Schwester zusammen. Problematisch wird das Ganze erst, als sich die beiden ineinander verlieben. Remedios flieht schließlich nach Barcelona und lebt später als Edeldirne in Paris. Augustín sucht Ablenkung im Café, trifft dort neue Bekannte und heiratet die unterernährte Tochter eines furchtbar geizigen Uhrmacher-Ehepaares.
Die Belagerung von Madrid bringt für Augustín keine großen Veränderungen; er arrangiert sich mit den Gegebenheiten. Als sich die Lage im Winter 1937 verschlimmert, schickt er seine Familie aufs Land. Er selbst verbringt die meiste Zeit in der Buchhandlung eines Freundes und beginnt dort ein neues Verhältnis. Als seine Geliebte umkommt, lässt er sich -- völlig allein -- gehen. "Richtige Freunde hatte er nie gehabt, denn er hatte sich immer unter einen Frauenrock geflüchtet. Jetzt wurde er sich dessen ganz deutlich bewusst."
Aubs Roman ist durch seine Dialoge lebendig. Die Figuren werden von Max Aub liebevoll genau portraitiert. Die besten Absichten beschränkt sich nur vordergründig auf Augustíns Privatleben. Die politischen und gesellschaftlichen Ereignisse sind es, die eigentlich Max Aubs Anliegen darstellen. Sie sind Hintergrund menschlicher Komödien und Tragödien, von denen Aub brillant zu erzählen weiß. --Matthias Kehle
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Kurzbeschreibung
Madrid in den dreißiger Jahren: Um seiner geliebten Mutter die Schande einer betrogenen Ehefrau zu ersparen, erkennt Augustín das uneheliche Kind seines Vaters José als seinen eigenen Sohn an und heiratet die schöne Remidios pro forma. Zuerst funkt es nur zwischen den beiden >Eheleuten<, dann brennt die Liebe lichterloh.
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Umschlagtext
"Die besten Absichten" hat Agustin Alfaro, als er kaum zwanzigjährig einen Seitensprung seines Vaters auf sich nimmt. Er täuscht aus Sorge um seine Mutter eine Heirat mit der Geliebten des Vaters vor und gibt das Kind als seinen Sohn aus. Das Unglück, das er zu verhindern sucht, nimmt trotzdem seinen Lauf ... "Weltliteratur, die noch zu entdecken ist" (Der Spiegel) 271 Seiten, gebunden in Leinen.
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Über den Autor
Max Aub, am 2. Juni 1903 in Paris geboren, starb am 24. Juni 1972 in Mexico City. Als Sohn eines Deutschen und einer Französin lernte er erst mit vierzehn Jahren Spanisch, als die Familie nach Valencia emigrierte. Er war befreundet mit Ernest Hemingway, Andre Malraux und vor allem Pablo Picasso. Er kämpfte im Spanischen Bürgerkrieg und gab als Kulturattache in Paris 1937 den Auftrag an Picasso für "Guernica". 1940 bis 1942 in Konzentrationslagern, ab 1945 im Exil in Mexiko.