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Die besten Absichten [Restexemplar] [Gebundene Ausgabe]

Max Aub
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe
  • Verlag: Büchergilde Gutenberg
  • ISBN-10: 3763245901
  • ISBN-13: 978-3763245901
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 12,8 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.353.581 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Der Roman Die besten Absichten spielt in den 30er-Jahren in Spanien. Die Welt der gutbürgerlichen Gesellschaft ist friedlich. Über Politik wird nur in den Cafés gesprochen oder in den Buchhandlungen. Der Protagonist, Augustín Alfaro war das, was man einen "guten Jungen" nennt, sein Vater hingegen ein Lebemann. Er hat ein Verhältnis mit einer Büglerin; diese wird schwanger und besucht daraufhin Augustíns Mutter, um ihr vom Geschehen zu berichten. Die Mutter jedoch geht davon aus, dass ihr Sohn der Vater des Kindes ist -- dieser hat sich nämlich mit dem Namen seines Sohnes vorgestellt. Um seiner Mutter das Unglück und die Peinlichkeit zu ersparen, deckt der "gute Junge" seinen Vater und übernimmt auch noch die Rolle des Kindsvaters. Remedios, die Büglerin, lässt sich schließlich auf das Spiel ein, heiratet Augustín und lebt mit ihm wie Bruder und Schwester zusammen. Problematisch wird das Ganze erst, als sich die beiden ineinander verlieben. Remedios flieht schließlich nach Barcelona und lebt später als Edeldirne in Paris. Augustín sucht Ablenkung im Café, trifft dort neue Bekannte und heiratet die unterernährte Tochter eines furchtbar geizigen Uhrmacher-Ehepaares.

Die Belagerung von Madrid bringt für Augustín keine großen Veränderungen; er arrangiert sich mit den Gegebenheiten. Als sich die Lage im Winter 1937 verschlimmert, schickt er seine Familie aufs Land. Er selbst verbringt die meiste Zeit in der Buchhandlung eines Freundes und beginnt dort ein neues Verhältnis. Als seine Geliebte umkommt, lässt er sich -- völlig allein -- gehen. "Richtige Freunde hatte er nie gehabt, denn er hatte sich immer unter einen Frauenrock geflüchtet. Jetzt wurde er sich dessen ganz deutlich bewusst."

Aubs Roman ist durch seine Dialoge lebendig. Die Figuren werden von Max Aub liebevoll genau portraitiert. Die besten Absichten beschränkt sich nur vordergründig auf Augustíns Privatleben. Die politischen und gesellschaftlichen Ereignisse sind es, die eigentlich Max Aubs Anliegen darstellen. Sie sind Hintergrund menschlicher Komödien und Tragödien, von denen Aub brillant zu erzählen weiß. --Matthias Kehle -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Aus der Amazon.de-Redaktion

Aus der Amazon.de-Redaktion Der Roman Die besten Absichten spielt in den 30er-Jahren in Spanien. Die Welt der gutbürgerlichen Gesellschaft ist friedlich. Über Politik wird nur in den Cafés gesprochen oder in den Buchhandlungen. Der Protagonist, Augustín Alfaro war das, was man einen "guten Jungen" nennt, sein Vater hingegen ein Lebemann. Er hat ein Verhältnis mit einer Büglerin; diese wird schwanger und besucht daraufhin Augustíns Mutter, um ihr vom Geschehen zu berichten. Die Mutter jedoch geht davon aus, dass ihr Sohn der Vater des Kindes ist -- dieser hat sich nämlich mit dem Namen seines Sohnes vorgestellt. Um seiner Mutter das Unglück und die Peinlichkeit zu ersparen, deckt der "gute Junge" seinen Vater und übernimmt auch noch die Rolle des Kindsvaters. Remedios, die Büglerin, lässt sich schließlich auf das Spiel ein, heiratet Augustín und lebt mit ihm wie Bruder und Schwester zusammen. Problematisch wird das Ganze erst, als sich die beiden ineinander verlieben. Remedios flieht schließlich nach Barcelona und lebt später als Edeldirne in Paris. Augustín sucht Ablenkung im Café, trifft dort neue Bekannte und heiratet die unterernährte Tochter eines furchtbar geizigen Uhrmacher-Ehepaares.

Die Belagerung von Madrid bringt für Augustín keine großen Veränderungen; er arrangiert sich mit den Gegebenheiten. Als sich die Lage im Winter 1937 verschlimmert, schickt er seine Familie aufs Land. Er selbst verbringt die meiste Zeit in der Buchhandlung eines Freundes und beginnt dort ein neues Verhältnis. Als seine Geliebte umkommt, lässt er sich -- völlig allein -- gehen. "Richtige Freunde hatte er nie gehabt, denn er hatte sich immer unter einen Frauenrock geflüchtet. Jetzt wurde er sich dessen ganz deutlich bewusst."

Aubs Roman ist durch seine Dialoge lebendig. Die Figuren werden von Max Aub liebevoll genau portraitiert. Die besten Absichten beschränkt sich nur vordergründig auf Augustíns Privatleben. Die politischen und gesellschaftlichen Ereignisse sind es, die eigentlich Max Aubs Anliegen darstellen. Sie sind Hintergrund menschlicher Komödien und Tragödien, von denen Aub brillant zu erzählen weiß. --Matthias Kehle


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Die besten Absichten? 5. September 2004
Format:Taschenbuch
Max Aub, ein bisher wenig bekannter Autor, erlebt zur Zeit, nicht zuletzt Dank Elke Heidenreich, eine Renaissance. Zu Recht: "Max Aub ist wunderbar".
Ein junger, liebenswürdiger und wohl auch hübscher Mann leidet sich durchs Leben, dessen Ende - man muss es jetzt schon sagen - er genauso hinnimmt wie all die anderen Höhen und Tiefen seines Daseins: die Liebe zu seiner Mutter, die Abneigung gegenüber seinem Vater, die Gleichgültigkeit gegenüber seiner Frau und seiner Tochter, die bizarre Verbindung zu der Freundin seiner einzigen Liebe und dann eben diese einzige, wahre, echte und leidenschaftliche Liebe selbst: Remedios (man sollte sich gleich zu Beginn des Buchen an spanische Namen und Eigennamen gewöhnen, die das Buch für den in diesen Dingen Unbedarften nicht einfacher zu lesen machen). Vom Vater, der sich für den eigenen Sohn ausgab, als er Remedios schwängerte und ihr die Ehe versprach, enttäuscht und getrieben von der unendlichen Liebe zu seiner Mutter, kommt unser junger Held mit Remedios überein, sie sollten heiraten. Natürlich nur so zum Schein. Jahre leben sie nebeneinander her, merken nicht, wie verliebt sie eineinander sind und als sie es dann doch merken, nimmt das Buch schließlich seine tragische Wendung: Remedios verlässt ihn und sie werden sich - trotz allen Hoffen des Lesers - nie wieder sehen.
Max Aub erzählt die Geschichte des spanischen Bürgerkrieges ebenso wie Martin Walser die Geschichte der deutschen Teilung in "Dorle und Wolf" erzählt. Man ist nach der Lektüre geneigt, die Personen nicht mehr als diese zu sehen, sondern als Ereignisse während dieser Epoche der spanischen Geschichte. Um das Buch vollkommen zu verstehen, seinen Sinn zu erfassen, sind geschichtliche Kenntnisse wohl doch unerlässlich.
Aber es lohnt sich: Traurig-schön, mal schnell, mal langsam, prägnat und doch ausführlich erzählt, ist dieser Roman ein Klasse für sich.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Lesen und freuen! 21. Mai 2004
Format:Taschenbuch
Die Geschichte ist gut und gut erzählt. Max Aub ist ein Meister. Die Charaktere sind treffsicher und mit Leichtigkeit beschrieben, und mit der gleichen Leichtigkeit geht die Lektüre voran.
Der Roman spielt im gesellschaftlich zerrissenen Spanien am Vorabend des Bürgerkriegs: katholisch und anarchisch, hoch moralisch und schrecklich verkommen und gleichgültig mit aller Leidenschaft. Eben Spanien! Wer das Land etwas kennt, wird das Buch doppelt genießen. Kennt man das Land nicht, dann macht's auch nix.
Es geht um Menschen. Um das, was sie sich und anderen antun. Was sie für Recht und Unrecht oder für egal halten. Mit wem sie und warum sie Kinder zeugen. Wen sie, aus welchen Gründen auch immer, heiraten, belügen oder gar ermorden. Oft wird das ganze Chaos durch die besten Absichten noch viel verstrickter.
Als Leser habe ich das ganze Treiben, aus der sicheren Distanz und mit großer Freude an den oft schrulligen Eigenarten der handelnden Personen und ihren Schwierigkeiten, begleitet.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Die besten Absichten 18. November 2003
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Die Geschichte ließ sich gut an - tragisch: Vater schwängert und Sohn badet es aus. Die Beweggründe dieses Helden? Mama nicht unglücklich machen, die Ehre der Familie retten, Bequemlichkeit? Auf jeden Fall handelt er immer mit den besten Absichten. Das Thema ist spannend. Aber warum ich das Buch trotzdem nicht gern gelesen habe, liegt zum Teil bestimmt an der Übersetzung - die Sprache holpert - und an den vielen verschiedenen Personen, die vorkommen. Irgendwann bin ich ausgestiegen und das Überlesen nur einer halben Seite rächt sich sofort. Hingegen das Hörspiel der magischen Labyrinthe - sechs CD-s - sind mir sehr Nahe gegangen. Besonders die Philosophischen Gedanken über Gesellschaft gehen mir immer wieder im Kopf herum.
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