Mit diesem Satz endet Bambarens neustes Buch. Zwischen einem etwas langen Vorwort und einer Nachbetrachtung liegt eine Geschichte eingebettet, die für Träumer sein soll, denn der Autor hat schließlich "ein Buch für Träumer" geschrieben.
Chuck hatte als Kind armer, aber glücklicher Eltern einen Traum. Er wollte reich werden, um nicht von den Sorgen und Ängsten belastet zu werden, die er bei seinen Eltern sah. Und Chuck hat es geschafft. Sein Traum wurde wahr, denn nun mit 50 war er "unvorstellbar reich", wie es so schön im Text heißt.
Aber offenbar muss Chuck einen falschen Traum gehabt haben, denn von seinem Reichtum scheint er nichts zu haben. Er kann ihn noch nicht einmal genießen. Als er gerade hektisch in seinem Auto beschäftigt ist, verpasst er seine Abfahrt vom Highway und landet stattdessen im Armenviertel. Und an dieser Stelle beginnt uns Bambaren ein Märchen für Erwachsene zu erzählen, in dem Chuck mit seiner Seele konfrontiert wird und er den Irrtum in seinem Leben erkennt. Die Geschichte soll uns mahnen, über unsere wirklichen Träume nachzudenken, damit wir nicht in die falsche Richtung laufen.
Doch was ist falsch und was richtig? Irgendwie scheint der Autor übersehen zu haben, dass man ähnlich wie Chuck auch mit wahrgewordenen Träumen nicht glücklich sein kann. Sicher meint Bambaren, dass man nicht auf etwas hinarbeiten sollte, was in der Zukunft liegt. Das Leben findet schließlich nur jetzt statt.
Er selbst lebt das vor. Doch nicht jeder wird sich von seinem Besitz trennen und ans Meer fahren, um surfen zu gehen. Und nicht jeder kann vom Schreiben dünner Bücher leben. Bambarens neustes Werk erweist sich durchaus als Mahnung, über uns tiefer nachzudenken. Und wenn es dazu führt, dass wenigstens ein Leser daraus für sich eine Erkenntnis zieht, dann hätte es immerhin tatsächlich etwas bewirkt.
Für die meisten Leser wird es aber wahrscheinlich nur ein kurzer Anstoß sein, weil die gewöhnliche Lebenswirklichkeit anders aussieht als die von Bambaren und die des Chuck in seiner Erzählung.