In diesem Buch weist der Autor nach, dass die meisten Thesen zum Kapitalismus, die man in den Medien hört, grundsätzlich falsch sind.
Zunächst wird erläutert, was Wahrheit ist und warum sie dem Staat ungelegen ist (sie würde ihn als Unrecht ausweisen). Die Intellektuellen unterstützen den Sozialismus, weil sie dort eine bessere Bezahlung und Posten erwarten. Das führt dazu, dass in den Schulen, Universitäten und Medien meist nur Negatives über den Kapitalismus berichtet wird. Der Autor beschreibt, wie man sich Wissen selbst aneignen kann und wie man Lügen oder Halbwahrheiten erkennen kann.
Der Hauptteil des Buches besteht aus Antworten auf Fragen, z. B.:
- Umweltschäden entstehen durch zu wenig Kapitalismus (man muss z. B. Privateigentum an Meeresfischen oder CO2-Verschmutzungsrechte einführen)
- "Kasinokapitalismus" (Finanzspekulation) ist eine Reaktion auf das staatliche Papiergeld (man muss privates Geld, am besten Gold, einführen)
- der so oft gescholtene "Manchester-Kapitalismus" war tatsächlich eine Bewegung zum Wohle der Armen (über die Senkung der Getreidepreise)
- Konzerne haben keine Macht, die hat nur der Staat
- die Armutsstatistiken sind nutzlos
- Wettbewerb ist nicht gnadenlos, sondern Kooperation
- Reichtum ist nicht ungerecht
- private Bildung und Sozialversicherungen sind möglich
- "soziale Gerechtigkeit" ist ein leerer Begriff; Umverteilung verletzt das Recht auf Privateigentum
Diese und viele weitere Fragen werden in dem Buch ausführlich erläutert. Die wichtigsten Begriffe sind jedoch Freiheit, Recht, Ethik und Privateigentum: Jeder Mensch hat das Recht auf seine Person und die Früchte seiner Arbeit. Die Verwirklichung dieser Rechte ist Freiheit. Gerechtigkeit bedeutet, diese Rechte zu respektieren. Ethik basiert auf diesen Rechten, weil man sonst keine Verantwortung zuweisen könnte. Da der Sozialstaat diese Rechte bricht, ist er ungerecht.
Zum Abschluss des Buches wird der Bedeutungsverlust der Kirchen damit erklärt, dass sie die Bibel vernachlässigen und nur noch dem sozialistischen Zeitgeist nachlaufen; dafür hätten wir schon genügend Parteien (und Gewerkschaften). Man könne aus den Zehn Geboten nur eine freie Marktwirtschaft mit Privateigentum ableiten. Die Bibel gebiete freiwilliges Geben und nicht erzwungenes Teilen.
Mir hat das Buch gut gefallen, weil es Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Marktwirtschaft gibt. Die Antworten basieren auf den Arbeiten der "österreichischen Schule" der Volkswirtschaftslehre (siehe z. B. Rothbard: "Ethik der Freiheit", Hayek: "The Fatal Conceit" und Mises: "Human Action"). Ich kann das Buch jedem empfehlen, der eine dem Zeitgeist und den Talkshows widersprechende Sicht des Kapitalismus kennen lernen möchte.