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Die beiden Freundinnen und Ihr Giftmord [Gebundene Ausgabe]

Alfred Döblin , Jochen Meyer
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Kurzbeschreibung

2001
Zum 50. Todestag von Alfred Döblin: die wahre Geschichte von Ella Link und Margarete Bende, ein Liebespaar, das sich eines brutalen Mannes ebenso brutal entledigt. Döblin wollte »den Eindruck verwischen, als verstünde man alles oder das meiste an solchem massiven Stück Leben.« Eine eindringliche psychologische Studie, packend, ja dramatisch erzählt. Auch als Hörbuch erhältlich.
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 96 Seiten
  • Verlag: Artemis & Winkler (2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3538069026
  • ISBN-13: 978-3538069022
  • Größe und/oder Gewicht: 19,9 x 12,4 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Ein doppeltes Meisterwerk gilt es anzuzeigen, nämlich einen von Dieter Mann grandios gelesenen, grandiosen Gerichtsreport Alfred Döblins." (Literaturen) -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Alfred Döblin, geboren am 10. August 1878 als Sohn einer jüdischen Kaufmannsfamilie, war Nervenarzt in Berlin; dort begründete er auch die expressionistische Zeitschrift "Der Sturm" mit. 1933 emigrierte Döblin nach Paris, 1940 floh er nach Amerika und konvertierte zum Katholizismus. Nach dem Krieg kehrte er als französischer Offizier nach Deutschland zurück. Er war Herausgeber der Literaturzeitschrift "Das goldene Tor" (1946-1951) und Mitbegründer der Mainzer Akademie (1949). 1953 übersiedelte er wieder nach Paris. Er starb am 26. Juni 1957 in Emmendingen bei Freiburg.

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4.0 von 5 Sternen Giftmord als Notwehr 3. Oktober 2009
Format:Gebundene Ausgabe|Verifizierter Kauf
Das Thema von Frauen als Mörderinnen gehört nach wie vor zu den vor allem die Medien und die Öffentichkeit beschäftigten "Skandalen". Alfreds Döblins "Faktion"-Roman über einen Fall, der sich in der Weimarer Republik in Berlin abspielte, ist ein interessantes Dokument wie Literaten versuchten sich möglichs modern dieser Thematik zu nähern. Der Fall der jungen Elli Klein, die ihr Ekelpaket von einem Ehemann mit Arsen vergiftete, schlug damals vor allem Wellen, da Auslöser für die Tag eine lesbische Beziehung von ihr war. Zudem wure bei der Befragung über das intimen Ehelebens der Kleins aus sittlichen Gründen die Öffentlichkeit ausgeschlossen. Die Zusammenhänge erwiesen sich dann als derartige niederschmetternd, dass Richter und das Publikum vollstes Verständnis für die Tat zeigten, was von der politischen Rechten bekrittelt wurde. Döblins anfangs aus der Innenperspektive der Täterin geschilderter und später dokumentarisch gestalteter Text gelingt die Bewältigung des Stoffes eigentlich nicht. Gerade das macht das Buch mit seinem faktizisitsch spröden Sprachstil im Vergleich mit zeitgenössischen Versuchen lesenswert. Sehr empfehlenswert ist zum Vergleich "Arsenik" von Claire Goll zu lesen. Hier wird poetisch der fiktive Fall eines Giftmords von weiblicher Hand psychologische detailliert heraus präpariert, und schlägt aus der Thematik ganz andere Funken. Gespickt mit autobiographischen Details ist dieser Roman gleichzeitig eine bitterböse Satire auf die Spießerwelt französischer Provinzstädtchen. Wer nur auf einen spannenden Krimi aus ist, ist sowohl bei Döblin als auch Goll an falscher Stelle.
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