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Die beiden Freundinnen und ihr Giftmord, 1 Audio-CD
 
 
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Die beiden Freundinnen und ihr Giftmord, 1 Audio-CD [Audio CD]

Alfred Döblin , Dieter Mann
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)

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Produktbeschreibungen

Perlentaucher.de

Buchnotiz zu : Süddeutsche Zeitung, 11.01.2003
Halb rhetorisch fragt sich Gustav Seibt zu Beginn seiner Rezension, ob Alfred Döblin besseres geschrieben hat als diese, auf Anregung des Verlags "Die Schmiede" entstandene, auf einer wahren Geschichte beruhende Erzählung. Im Mittelpunkt steht eine schreckliche Untat: eine junge Frau vergiftet, mit Hilfe ihrer besten Freundin, ihren Mann. Döblin hat recherchiert und berichtet, ohne je den Geschehnissen eine psychologisch trivialisierende Interpretation aufzunötigen. Es geht um die Schilderung "äußerer Umstände", die nie ganz ins Verstehen aufgelöst werden. Findet Seibt die Erzählung schon grandios, so gefällt ihm die um ein Drittel gekürzte Hörbuch-Version noch besser. Die Streichung der "reflektierenden Schlussworte" erzeugt noch stärkere Wucht, das ist das eine. Vor allem aber lobt der Rezensent hymnisch das Können des Vorlesers Dieter Mann, der seiner Meinung nach in Deutschland seinesgleichen nicht hat. Das Ergebnis ist dank seiner Kunst, so Seibt, zugleich "zum Entzücken" und "zum Fürchten".

© Perlentaucher Medien GmbH

Kurzbeschreibung

"Ich war kalt und habe alles mit kaltem Herzen gemacht und ich bereue es auch nicht im geringsten."

Die lebenslustige Elli heiratet den ernsten Link. Die beiden werden nicht glücklich, sie erträgt seine Berührungen nicht, er will sie unterkriegen, sie körperlich verschlingen, schlägt sie. Elli lernt Margarete kennen. Die beiden Frauen klammern sich aneinander, fühlen sich leidenschaftlich zu einander hingezogen. Ellis Hass auf ihren brutalen Mann wächst, schließlich weiß sie keinen anderen Ausweg mehr, als ihn zu vergiften. Der Fall machte Anfang der 20er Jahre in Berlin Schlagzeilen, Alfred Döblin war Prozessbeobachter. Seine Darstellung dreier unglücklicher Menschen ist von präziser Lakonie geprägt.

"Ein doppeltes Meisterwerk gilt es anzuzeigen, nämlich einen von Dieter Mann grandios gelesenen, grandiosen Gerichtsreport Alfred Döblins." Literaturen -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Autorenporträt

Alfred Döblin, geboren am 10. August 1878 als Sohn einer jüdischen Kaufmannsfamilie, war Nervenarzt in Berlin; dort begründete er auch die expressionistische Zeitschrift "Der Sturm" mit. 1933 emigrierte Döblin nach Paris, 1940 floh er nach Amerika und konvertierte zum Katholizismus. Nach dem Krieg kehrte er als französischer Offizier nach Deutschland zurück. Er war Herausgeber der Literaturzeitschrift "Das goldene Tor" (1946-1951) und Mitbegründer der Mainzer Akademie (1949). 1953 übersiedelte er wieder nach Paris. Er starb am 26. Juni 1957 in Emmendingen bei Freiburg.
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