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Die beiden Freundinnen und ihr Giftmord, 1 Audio-CD
 
 
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Die beiden Freundinnen und ihr Giftmord, 1 Audio-CD [Audio CD]

Alfred Döblin , Dieter Mann
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Produktinformation

  • Audio CD
  • Verlag: Patmos Verlag (2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3491910722
  • ISBN-13: 978-3491910720
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.935.572 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Alfred Döblin
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Produktbeschreibungen

Perlentaucher.de

Buchnotiz zu : Süddeutsche Zeitung, 11.01.2003
Halb rhetorisch fragt sich Gustav Seibt zu Beginn seiner Rezension, ob Alfred Döblin besseres geschrieben hat als diese, auf Anregung des Verlags "Die Schmiede" entstandene, auf einer wahren Geschichte beruhende Erzählung. Im Mittelpunkt steht eine schreckliche Untat: eine junge Frau vergiftet, mit Hilfe ihrer besten Freundin, ihren Mann. Döblin hat recherchiert und berichtet, ohne je den Geschehnissen eine psychologisch trivialisierende Interpretation aufzunötigen. Es geht um die Schilderung "äußerer Umstände", die nie ganz ins Verstehen aufgelöst werden. Findet Seibt die Erzählung schon grandios, so gefällt ihm die um ein Drittel gekürzte Hörbuch-Version noch besser. Die Streichung der "reflektierenden Schlussworte" erzeugt noch stärkere Wucht, das ist das eine. Vor allem aber lobt der Rezensent hymnisch das Können des Vorlesers Dieter Mann, der seiner Meinung nach in Deutschland seinesgleichen nicht hat. Das Ergebnis ist dank seiner Kunst, so Seibt, zugleich "zum Entzücken" und "zum Fürchten".

© Perlentaucher Medien GmbH

Pressestimmen

"Ein doppeltes Meisterwerk gilt es anzuzeigen, nämlich einen von Dieter Mann grandios gelesenen, grandiosen Gerichtsreport Alfred Döblins." (Literaturen) -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Giftmord als Notwehr, 3. Oktober 2009
Das Thema von Frauen als Mörderinnen gehört nach wie vor zu den vor allem die Medien und die Öffentichkeit beschäftigten "Skandalen". Alfreds Döblins "Faktion"-Roman über einen Fall, der sich in der Weimarer Republik in Berlin abspielte, ist ein interessantes Dokument wie Literaten versuchten sich möglichs modern dieser Thematik zu nähern. Der Fall der jungen Elli Klein, die ihr Ekelpaket von einem Ehemann mit Arsen vergiftete, schlug damals vor allem Wellen, da Auslöser für die Tag eine lesbische Beziehung von ihr war. Zudem wure bei der Befragung über das intimen Ehelebens der Kleins aus sittlichen Gründen die Öffentlichkeit ausgeschlossen. Die Zusammenhänge erwiesen sich dann als derartige niederschmetternd, dass Richter und das Publikum vollstes Verständnis für die Tat zeigten, was von der politischen Rechten bekrittelt wurde. Döblins anfangs aus der Innenperspektive der Täterin geschilderter und später dokumentarisch gestalteter Text gelingt die Bewältigung des Stoffes eigentlich nicht. Gerade das macht das Buch mit seinem faktizisitsch spröden Sprachstil im Vergleich mit zeitgenössischen Versuchen lesenswert. Sehr empfehlenswert ist zum Vergleich "Arsenik" von Claire Goll zu lesen. Hier wird poetisch der fiktive Fall eines Giftmords von weiblicher Hand psychologische detailliert heraus präpariert, und schlägt aus der Thematik ganz andere Funken. Gespickt mit autobiographischen Details ist dieser Roman gleichzeitig eine bitterböse Satire auf die Spießerwelt französischer Provinzstädtchen. Wer nur auf einen spannenden Krimi aus ist, ist sowohl bei Döblin als auch Goll an falscher Stelle.
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