Kurzbeschreibung
Mit dem Freitod von Mohamed Bouazizi, dem 26 Jahre alten, tunesischen Gemüsehändler, der sich am 18. Dezember 2010 aus Protest gegen die Gängelung durch die Polizei mit Benzin übergoss und anzündete, begann eine unerwartete Wellte der Proteste, die die gesamte arabische Welt erfasste. In "Die arabische Revolte" berichten internationale Journalistinnen und Journalisten von den Schauplätzen und versuchen erste Deutungen.Am 18. Dezember 2010 hatte Mohamed Bouazizi genug. Der 26 Jahre alte Gemüsehändler übergoss sich mit Benzin und zündete sich aus Protest gegen die Gängelung durch die Polizei an. Dieser Akt und sein Tod am 4. Januar 2011 lösten eine Welle der Proteste aus, die schnell die gesamte arabische Welt erfasste und die autokratischen Regime der Region wanken und zum Teil stürzen ließ. In Tunesien musste Machthaber Zine El Abidine Ben Ali fliehen, in Ägypten Staatschef Hosni Mubarak sein Amt aufgeben. Der libysche Diktator Muammar al Gaddafi sah sich mit einem landesweiten bewaffneten Aufstand konfrontiert; der syrische Herrscher Baschar al Assad ließ Demonstrationen blutig niederschlagen; Jemen, Bahrain und Oman kommen nicht zur Ruhe. In "Die arabische Revolte" schildern internationale Journalistinnen und Journalisten die revolutionären Ereignisse von 2011 und wagen erste Deutungen. Was hat die Revolte ausgelöst, wie tief greifen die in Gang gesetzten Umwälzungen? Welche Rolle spielten die Medien, Nachrichtensender wie Al-Jazeera oder das Internet, welche die Enthüllungen von WikiLeaks, welche das westliche Ausland? Und wie sieht die neue arabische Welt aus, die derzeit Gestalt annimmt?
Über den Autor
Ahmed Rashid, geb. 1948, lebt als Journalist in Lahore, Pakistan. Seit Jahren berichtet er für die renommierte britische Tageszeitung Daily Telegraph und andere Medien aus der Region. Für seine kritische Berichterstattung erhielt er im Frühjahr 2001 den Nisar Osamani Award der pakistanischen Menschenrechtsgesellschaft.