Athen und Rom, die beiden Metropolen des Altertums, denen die westliche Welt auch heute noch viel verdankt, sind Gegenstand dieses ca. 250 Seiten starken Buches. Ausführlich beschreiben die beiden Autoren das alltägliche Leben in den beiden antiken Städten. Der erste Teil des Buches, der etwa ein Drittel des Werkes einnimmt, ist dem Leben der alten Athener gewidmet. An eine kurze allgemeine historische Einleitung schließen sich Kapitel über das Militärwesen, die Nahrungsmittel- und Wasserversorgung, die demokratische Verfassung der Polis, den Alltag und das Erwerbsleben der Athener, die profanen und sakralen Bauwerke der Stadt, die antiken Feste der Athener und endlich über das Theater an. Die beiden letzten Drittel des Buches befassen sich sodann mit dem antiken Rom. Auch hier ist den Ausführungen über das alltägliche Leben der Stadtbewohner im Alterum zunächst eine knappe historische Einführung vorangestellt. Die folgenden Kapitel befassen sich dann mit der politischen Verfassung und der Rechtspflege der Römer, der Nahrungsmittel- und Wasserversorgung des alten Rom, dem Alltag und Wohnen der Patrizier und Plebeier, den religiösen Kulten und dem Theater, dem Geschäftsleben und den Zerstreuungen und schließlich der antiken römischen Architektur. Der Stil der Autoren ist knapp und angenehm sachlich und geht immer in medias res. Der eigentliche Clou des Buches sind aber die zahlreichen Skizzen, Karten, Zeichnungen und Bilder, die ein anschauliches Bild des Lebens im Altertum vermitteln. Dieses lehrreiche Buch kann jedem historisch interessierten Laien wärmstens empfohlen werden und macht sich auch gut als Geschenk. Im übrigen könnte es auch im Rahmen des schulischen Geschichtsunterrichts gewinnbringend eingesetzt werden. Denn anschaulischer und bildhafter wurde antike Kulturgeschichte selten dargestellt.