Von ihrem Freund Frank Abbott wird Miss Silver gebeten, verdeckt für Scotland Yard in Tilling Green zu ermitteln. Dort bringen anonyme Briefe den Alltag der Einwohner durcheinander. Ein Todesopfer haben die bösartigen Schmierereien schon gefordert: die junge Schneiderin Doris Pell wird ertrunken aufgefunden. Der zweite Todesfall lässt nicht lange auf sich warten, als sich das Gerücht verbreitet, dass der anonyme Briefschreiber der ortsansässigen Kindergärtnerin bekannt ist...
Ein außerordentlich spannender Roman mit der liebenswürdigen Detektivin. In diesem Fall gibt es beinahe so viele Verdächtige wie es Einwohner gibt. Selbst für die routinierte Miss Silver ist es nicht leicht, dem heimtückischen Täter auf die Spur zu kommen.
„Die anonymen Briefe" gehört auf jeden Fall zu den besten Miss-Silver-Romanen, leider ist er auch einer der letzten. Für alle Fans (oder solche, die es noch werden wollen) ein kleiner Überblick über die späteren Romane von Patricia Wentworth:
Tod im Sommerhaus (1956), Der Fingerabdruck (1956), Die anonymen Briefe (1957), Der Alington Fluch (1958), Die Spur der Doppelgängerin (1961).