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Kundenrezensionen

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am 22. Oktober 2014
Nein, so schlimm hat das Blut gar nicht gespritzt. Aber die Gewalttaten des Rippers, nun die waren schon nicht immer für schwache Neven und nicht nur das macht das Buch zu einer sehr kuriosen Mischung, die wunderbar funktioniert.

Man nehme also einen Löffel Krimi, ein wenig Märchen, eine große Portion Fantasy, zwei Löffel Historie, eine Priese Romanze und ein paar Speckstreifen für die Splattereffekte. Denn das Buch lässt sich nicht plump in ein Genre einsortieren, es ist von jedem etwas, ohne dadurch unstimmig zu werden (wir kennen das ja, Restaurants mit indischer, chinesischer und italienischer Küche ...)

Worum es geht, wiederhole ich jetzt nicht, das steht doch schon 20 Mal hier.
Die Charaktere konnten mich wirklich begeistern, auch wenn mir Chefinspector Seth Aspen manches Mal wie ein Lappen vorgekommen ist - was gerade in diesen Momentan auch so beabsichtigt war. Ich war jedenfalls sehr dafür, dass Aelin ihn manchmal schüttelt - und wenn auch nur verbal - sie ist meiner Aufforderung nachgekommen.

Die wahre Identität von Jack the Ripper (hoppla, beinahe hätte ich Tripper geschrieben!) ist hier sehr cool aufgelöst worden und passt sich dem, was man heutzutage weiß ganz ausgezeichnet an, liefert (wenn auch natürlich phantastische) Erklärungen, die niemals unlogisch dabei werden. Der dunkle Wandler also, der hin und herspringt zwischen den Welten - hier mordet, dort mordet und nie erwischt wird, weil ... Nein, ich spoilere nicht. Es wäre zu schade für Leser, die das Buch noch nicht kennen.

Innes, die Welt unter der Welt ist mir manches Mal zu kurz gekommen, ich hätte gerne mehr darüber erfahren, vor allem nachdem London so plastisch dargestellt war, dass ich jederzeit die Augen schließen konnte, um mich dort umzusehen. Das hätte ich mir bei Innes in manchen Momenten noch mehr gewünscht, da diese Welt groß und wild ist, lediglich die Naturgesetze sind dort teilweise gleich.
Es geht allerdings immer noch um die Ripperjagd, wir sind hier nicht bei Tolkien, wo wir erst mal erfahren, was hinter allen Bergen ist und das ist auch besser so. Ich hätte trotzdem gerne von den Yorcktümern mehr erfahren, bzw. die generellen Strukturen von Innes.

Die kleine Romanze empfand ich auch als genau richtig, auch wenn hier Seth ständig im Lappenmodus ist und sich benimmt, als wäre er blöde - wie gut, dass Aelin und Duncan ihm das auch mal unter die Nase halten. Generell ist dieses Trio wirklich unterhaltsam, vor allem Duncan, der Wolfswandler, der mir besonders gut gefallen hat. Dadurch wirkt die Geschichte locker flockig und nicht ständig auf Drama und Ernst gepolt, das das Ganze hätte zu schwer werden lassen (also nicht schwer im Sinne: Zu anspruchsvoll zu lesen).

Das Ende fand ich erstaunlich, lässt es doch auf einen zweiten Teil hoffen (und das heißt, mein Wunsch nach mehr Innes würde erfüllt werden), wobei mir Seths Mitbewohner da ein ganz kleines bisschen leidtut.
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am 16. August 2014
Spannend von der ersten bis zur letzten Seite! Es hat schon lange kein Buch mich so fesseln können, dass ich dieses innerhalb von 24 Stunden durchgelesen habe.

Auf etwa den ersten 200 Seiten gewinnt der Leser den Eindruck, dass es sich hier um einen durchaus spannenden Kriminalroman handelt. Doch dann treten auch die Phantastik-Elemente ein.

A.P. Glonn versteht es dem Leser hautnah miterleben zu lassen wie es Seth Aspen geht, was er durchmacht und was seine Beweggründe sind. Man hat beim Lesen das Gefühl als stünde man neben dem Hauptprotagonisten und sieht selber beim Abenteuer zu.

Besonders gelungen ist die Relation zwischen einer fremden Welt, der Aufgabe Aspens und sein Wirken, seinem Charakter. Alles ist nachvollziehbar, plausibel und vor allem die Story stagniert an keiner Stelle. Vielleicht stützt sich der Schreiber zu sehr auf Wölfe, hier und da hätte man evtl. einen anderen Wandler oder einen Hexer etc. einbauen können um ein wenig mehr Abwechslung hervorzuheben.
Ansonsten hat es der Autor geschafft ein logisches, durchdachtes und vor allem spannendes Werk zu kreieren. Ich bin begeistert.

Zum Schluss hin verlagert sich der Autor, meiner Meinung nach, ein bißchen zu sehr auf die romantische Ader der Geschichte. Ebenso bleiben manche Dinge, auch wenn es sich um "unwichtige" Aspekte handelt, ungeklärt.

Zeitgleich lässt das Ende Spekulationen über ein weiteres Abenteuer des Seth Aspen zu.

Wer in eine fremde Welt eintauchen möchte und zeitgleich die spannende Jagd nach einem Serienmörder miterleben möchte, dem sei dieses Buch absolut empfohlen.
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am 29. August 2014
Ich bin durch das Erstlingswerk ("Anpfiff, Abstoß, Mord") auf den Autor aufmerksam geworden. Der sehr gut geschriebene Jugendkrimi inspirierte mich dazu, nun auch das zweite Werk zu lesen und mich auf ein Genre einzulassen, dem ich eigentlich nicht so viel abgewinnen kann: Fantasy.

Zum Buch: Als Rahmenerzählung aufgebaut, liefert das Buch gleich zu Beginn eine Hommage an einen Großen seiner Zunft, nämlich Sir Arthur Conan Doyle. Die Figur des Erzählers ist entfernt an Dr. Watson angelehnt. Auch der Protagonist der Geschichte, Inspektor Seth Aspen, erinnert anfänglich an Sherlock Holmes. Dies ist erkennbar vom Autor sehr gut gemeint, in meinen Augen jedoch überflüssig. Die Figur des Seth Aspen wurde so interessant dargestellt, dass sie einen solchen Vergleich einfach nicht nötig hat.
In der Binnenerzählung schildert der Erzähler die Geschichte des Inspektor Seth Aspen und dessen Rolle im Fall "Jack the Ripper". Dies wiederum ist in zwei Teile aufgeteilt. Der erste Teil ist der "realistische", der zweite der "phantastische" Teil.

Zum Inhalt: Seth Aspen ist Polizeiinspektor im ausgehenden 19. Jahrhundert in London. Eher zufällig stolpert er in die "JtR-Morde". Aufgrund bestimmter Merkmale an den Tatorten verbeißt er sich in die Fälle und macht es zu seinem erklärten Ziel, den Mörder zu verhaften. Koste es, was es wolle und ohne Rücksicht auf Verluste. Hierbei lernt er eine Welt kennen, von der er nicht mal in seinen Träumen geglaubt hätte, dass es sie gibt…

Im ersten Teil wird die Figur des Seth Aspen sehr geschickt in die tatsächliche Geschichte der Jack-the-Ripper-Morde eingebunden. Als Laie auf dem Gebiet der Rippermorde war es mir ohne Recherche nicht möglich festzustellen, welche Figur real und welche fiktiv ist. Ebenfalls sehr gut gelungen ist dem Autor die Darstellung Londons Ende des 19. Jahrhunderts. Man kann das Elend förmlich vor sich sehen.

Nach ungefähr einem Drittel des Buches begibt sich Seth Aspen und damit der Leser „auf die andere Seite der Realität“. Der Protagonist lernt Personen mit Fähigkeiten kennen, deren Existenz er anfänglich nicht glauben kann, obwohl er sie sieht…

Da ich kein großer Fantasy-Fan bin, begann an dieser Stelle für mich Neuland. Ich habe „Wesen“ kennengelernt, auf die ich mich grundsätzlich erst einlassen musste. Dies wurde mir jedoch vom Autor relativ einfach gemacht, da A.P. Glonn hier das ausgespielt hat, was m.E. den Schreibstil des Autors ausmacht: Humor. Mal untergründig, mal sarkastisch, mal ganz offen. Die Darstellung der Personen „der anderen Seite“, deren Ausdrucksweise und Verhalten so ganz gegensätzlich zur geltenden Etikette des Seth Aspen dargestellt ist, hat mich nicht nur einmal grinsen lassen. Seths Echauffieren hatte ich bildlich vor Augen.

Nicht ganz so gut gefallen hat mir jedoch auch in diesem Teil, dass der Autor nochmals Charaktere an bereits in der Literatur existierende angelehnt hat. Hier habe ich mich bei der Namensvergabe in Harry Potter wiedergefunden.

Fazit: Ich habe das Buch sehr gerne gelesen. Es war sehr spannend, es hat mich gefesselt und ich würde gerne wissen, wie es weitergeht mit Seth und den Seinen. Auch wenn ich dafür nochmals Fantasy lesen darf. Ich vergeben an dieser Stelle 4 von 5 weil mir der Bezug zu bereits existierender Literatur nicht ganz so gut gefällt. Dies ist aber lediglich als Schönheitsfehler zu sehen…
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am 25. Juni 2014
Jack the Ripper trifft Fantasy - überaus gelungen umgesetzt!

Jetzt hätte ich nur noch zwei Wünsche: Verfilmung und Fortsetzung.

Inspector SETH ASPEN ( !!! ) versucht, Jack the Ripper zu fassen. Die Geschichte vom Ripper kennen wir und wenn man etwas kennt, droht immer die Gefahr der Langeweile. HIER NICHT! Die Autorin erzählt sowohl kurzweilig als auch mitfühlend von den Ereignissen in Whitechapel. Mit exakt der richtigen Menge an Spannung und Action auf der einen und Seth Aspens Gedanken und Gefühlen auf der anderen Seite. Wobei dank des großartigen Stils der Autorin beide Seiten perfekt miteinander verschmolzen sind.

Und daaaannnnn... wird die Sache ungewöhnlich, kommt etwas Unerwartetes hinzu. Seth Aspen verlässt auf der Jagd nach dem Ripper unbeabsichtigt den Bereich der allgemein bekannten Realität...

...was für ihn als modernen, aufgeklärten Menschen erst einmal ein Schock ist. Aber allzu lange kann er sich den Schock nicht leisten, denn er muss den Ripper finden und ganz nebenbei auch noch den Gefahren der anderen Realität entgehen. Keine einfache Sache, aber zum Glück lernt er einige wunderbare und mutige Menschen kennen, die ihm zur Seite stehen.

Fünf Sterne für ein tolles Leseerlebnis!
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am 22. Juni 2014
Der Roman von A.P. Glonn " Die andere Seite der Realität" beginnt mit der Jack the Ripper Mordserie am Ende des 19. Jahrhunderts in London. Und obwohl die Ripper-Morde dem ein oder anderen Leser bekannt sein dürften, ist das Buch von Anfang an so fesselnd geschrieben, dass selbst die ggf. bekannte Geschichte, spannend und lebendig und alles andere als langweilig beschrieben sind.

Und dann wendet sich die Geschichte...

Auch die neu eingeführte Person, der Ermittler Seth Aspen, fügt sich authentisch in die Gesamtgeschichte. Gerade die Kombination von bekannten Namen im Zusammenhang mit den Ripper-Morden (wie der Inspektor Abberline) und Aspen ist sehr gelungen.

Sowohl der sehr spannende, teilweise humorvolle Schreibstil als auch die Weiterführung der Geschichte um den Mörder selber, machen diesen Roman absolut lesenswert - auch oder gerade wegen der vielen Gerüchte Rund um die damaligen Geschehnisse.

Volle 5 Sterne für diesen packenden Roman!
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am 9. November 2014
Zu Anfang einer Buchbesprechung komme ich immer ganz gerne darauf zu sprechen, woher ich den Autor kenne und welche bereits gelesenen Werke ich empfehlen kann.

Im Fall von A.P. Glonn kann ich diese Gewohnheit getrost in die Tonne treten.

Leider kenne ich bisher noch gar nichts von diesem Autor, der übrigens eine Autorin ist.

Allerdings werde ich immer gleich hellhörig, wenn der LUZIFER Verlag mir bisher unbekannte Autoren unter Vertrag nimmt, denn so viel ist klar: Dort wird wirklich kein Bockmist verlegt. Wer es bis dahin geschafft hat, befindet sich in prominenter Gesellschaft.

Kommen dann auch noch begeisterte Leserstimmen zum Tragen, Stimmen, die nicht in meinem Kopf sind, wohlgemerkt, ist das Zucken des Zeigefingers zum „Jetzt kaufen-Button“ nur noch eine Frage der Zeit.

Diese Zeit ist nun abgelaufen. Ich habe „Die andere Seite der Realität“ nicht gelesen – ich habe es gefressen.

Ich bin eigentlich kein Fan von Kriminalgeschichten, aber ich bin ein wirklich großer Fan von Geschichten über Jack The Ripper. Wenn diese dann auch noch so genial gut geschrieben sind, wie „Die andere Seite der Realität“, gibt es für mich kein Halten mehr.

Der Plot um den berühmten Serienkiller war in diesem Fall mal etwas ganz anderes, das ich in dieser Form noch nicht gelesen habe.

Dabei präsentierte sich mir eine bunte Mischung aus ein wenig Krimi, Fantasy, etwas Dramatik, Romantik (ja, auch DAS spielt hier eine Rolle, wenn auch nicht dominierend) und – für mich besonders wichtig – Humor in genau der richtigen Dosis. Die Art Humor, die im korrekten Verhältnis gewählt, dem Ganzen den letzten Feinschliff verpasst, ohne das Werk ins Alberne abdriften zu lassen.

So ist es dann auch kein Wunder, wenn der Leser Inspector Seth Aspen, Aelin und Duncan schon nach dem ersten Drittel der Lektüre rettungslos verfällt.

Evtl. schleichen sich winzige Klischees ein. Ein etwas „dämlich-verpeilter“ Ermittler, dem man ab und zu den Kopf gerade rücken muss, ist vielen Lesern sicher schon aus anderen Werken oder Filmen bekannt. Trotzdem: Für mich kein Grund zu stänkern. Spaß muss es machen!

Und das hat es nicht zu knapp!

Wie der aussagekräftige Titel uns verrät, bekommen wir es mit einer zweiten Realität zu tun. Dort kommen dann die Fantasy-Elemente zum Tragen.

Zunächst wie ein harter Wechsel erscheinend, wird diese andere, neue Welt recht schnell zu einer Selbstverständlichkeit, was man den wunderbar ausgearbeiteten Charakteren und dem tollen Schreibstil verdanken kann. Nicht eine Sekunde lang musste ich mich über Dinge wundern oder logische Abläufe hinterfragen. Hier passte einfach alles. Und wenn wir mal ganz ehrlich sind, kaufen wir einer Geschichte alles ab, wenn sie gut geschrieben ist.

Hier hätte ich auch ein kahlrasiertes Einhorn, das im Stringtanga auf einem Zyklop reitet, hingenommen. So viel zum Thema Glaubwürdigkeit.

Insgesamt haben wir hier einen durchaus fesselnden, unterhaltsamen Roman, der verschiedene Genres gekonnt miteinander verknüpft und somit ein vielseitiges Lesevergnügen erzeugt.

Ich bin wahrlich kein Fan von dicken Kloppern, aber hier hätte ich für weitere 200 bis 300 Seiten gerne eine Nachtschicht eingelegt. So muss phantastische Literatur sein. Fesselnd, spannend und zu allem bereit.

Abschließend bleibt nur noch, das wie immer stimmungsvoll-düstere Cover des Grafik-Designers Timo Kümmel zu erwähnen, der mit seinen abartig guten Grafiken schon häufig meinen Regalen den letzten Schliff verpasst hat.

Fazit:

„Die andere Seite der Realität“ ist ein Roman, der was kann – ein Allrounder mit Suchtfaktor, der trotz einiger blutiger Stellen auch zarter besaiteten Lesern großen Spaß machen dürfte.

Gut angelegtes Geld – gerne mehr davon!

Diese Rezension gibt es auch auf meiner Homepage.
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am 12. Oktober 2014
Ein Lesegenuss von der ersten bis zur letzten Seite!

Voller Ungeduld habe ich das neueste Buch von AP Glonn erwartet und als es endlich da war – die österr. Post war etwas lahm –, da musste ich es an mehreren Abenden aufgeteilt lesen, weil ich eigentlich keine Zeit dazu hatte, es aber natürlich trotzdem sofort lesen musste.

Das Buch ist spannend von der ersten bis zur letzten Seite! Liest der erste Teil sich noch wie ein historischer Roman um Jack the Ripper und das London gegen Ende des 19. Jahrhunderts, so spielt der zweite Teil sich ausschließlich in einer Fantasy-Welt ab, eben auf der anderen Seite der Realität. In dieser Welt wird die Jagd nach Jack the Ripper fortgesetzt; sie ist der unseren zwar ähnlich und doch ganz anders: mit Magie, mysteriösen (Fabel)Wesen, fiesen Diktatoren (Yorcks), Gestaltwandlern verschiedenster Sorten usw.
Der Leser wird richtiggehend in das Buch hineingesaugt und erst wieder losgelassen, wenn er die letzte Seite umgeblättert hat und sich wundert, dass schon alles vorbei ist … wie es sich für eine richtig gute und spannende Geschichte gehört!

Die Charaktere sind gut durchdacht und phantastisch in Szene gesetzt worden. Man kann mit ihnen mitfühlen, mitleiden, sich mitfreuen, mit ihnen/über sie lachen, oder sie hassen, je nachdem. Sind also gut und lebendig geschrieben worden!

Und diesmal lässt sich das Cover nicht nur sehen, sondern es ist sogar echt toll und passt zum Inhalt des Buches dazu! Sozusagen eine hübsche und passende Verpackung, wo der Inhalt hält, was sie verspricht.

Also alles in allem ein Lesegenuss der höchsten Güte!

Ich bin gespannt, was die Autorin noch so alles auf Lager hat (eventuell eine Fortsetzung zu „Die andere Seite der Realität“? Der Schluss deutet vage darauf hin …) und hoffe, dass das nächste Buch (was auch immer das sein wird) bald für die Leser zugänglich, sprich: auf den Markt gebracht wird!

(KGE)
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am 4. September 2014
Wer Jack the Ripper war, ist wohl den meisten ein Begriff. A.P. Glonn ist auch nicht die erste, die ein Buch über diese rätselhafte Persönlichkeit schreibt und doch ist dieses Buch etwas ganz neues, etwas phantastisches, wie der Untertitel verrät. Denn Second Class Inspector Seth Aspen jagt den Ripper nicht nur im düsteren London, nein, er folgt ihm auf die andere Seite der Realität, nach Innes, einer Welt voll Wandelwesen und Magie. Wie kommt der doch sehr steife Seth Aspen in der munteren, lockeren anderen Realität zurecht? Wird er den Ripper finden und fassen?

A.P. Glonns Schreibstil ist dem Untertitel angepasst: phantastisch. Die sprachlichen Bilder, die liebevoll entworfenen Figuren, die unglaublich schöne Story und das wundervolle Setting fesseln den Leser von der ersten Seite an und lassen ihn auch bis zum Ende des Buches nicht los. Das düstere London erwacht wieder zum Leben, man kann den Dreck, den Gestank, die Atmosphäre nahezu greifen und vergisst fast, dass man nur Leser und nicht Figur ist. Auch die geschichtlichen Details stimmen und so mag es manchem Leser schwer fallen, sich plötzlich in einer Fantasywelt zu befinden, in der sich ein Großteil des Buches abspielt. Doch auch der typisch englische Aspen hatte damit seine Probleme, da darf der Leser ruhig auch mal schlucken. Mir gefiel diese andere Welt sehr gut, sie war so schön verrückt, dass ich mich direkt darin wohlgefühlt habe.

Ich finde nichts, was ich an diesem Buch kritisieren könnte und mir fällt auch niemand ein, dem ich von diesem Buch abraten würde. Selbst Leser, die Fantasy kritisch gegenüberstehen, sollten es wagen, sich darauf einzulassen, denn haben wir als Kinder nicht alle von Wandelwesen und anderen Welten geträumt? A.P. Glonn ermöglicht uns, das Kind in uns nochmal hervorzuholen. Ich habe die Chance nur zu gern ergriffen.

Fazit: Der Untertitel passt! Es ist ein phantastischer Jack the Ripper Roman, doch das Phantastische bezieht sich nicht nur auf die Fantasy, auch auf die unglaubliche Qualität des Buches, welches den Leser fesselt und ihm garantiert lange im Gedächtnis bleiben wird.
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am 31. August 2014
"Die andere Seite der Realität" ist für mich eines dieser ganz besonderen Bücher die im Gedächtnis bleiben und die lange im Kopf herumspuken, weil man sie einfach nicht vergessen kann. Ich hatte keine wirkliche Erwartungshaltung, war allerdings sehr neugierig, was die andere Seite der Realität genau bedeutet und wie sie mit Jack the Ripper zusammenhängt.

Wirklich von der ersten Seite an hatte mich die Autorin fest im Griff. Ihr Schreibstil ist der damaligen Zeit angepasst, wunderbar bildhaft und lebendig, so dass die Seiten nur so dahin fliegen und ich beim lesen ein gutes Gefühl für die Protagonisten bekam. Man taucht ein ins Londen des Jahres 1888 mit all seinen Bewohnern, Fabriken, der schlechten Luft, den üblen Gerüchen. Und wird mit den brutalen Morden von Jack the Ripper konfrontiert.

Inspector Seth Aspen ist bei der Metropolitan Police, er ist ein aufrechter Charakter mit einem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Mit dem weiblichen Geschlecht hat er eher wenig Erfahrung und ist mitunter etwas steif. Britisch eben. Als der erste Mord an einer Prostituierten geschieht, ist er kurze Zeit später am Schauplatz. Die Grausamkeit schockiert ihn, er setzt alles daran um den Mörder zu finden, auch wenn es keine Spuren oder Zeugen gibt. Kurze Zeit später wird die nächste Frauenleiche gefunden, wieder grausam verstümmelt. Wieder ist es eine Prostituierte, die am Rande der Gesellschaft lebt. Erst jetzt fällt Seth der merkwürdige, erdige Geruch auf, den er schon bei der ersten Leiche wahrgenommen hatte und der ihm den Atem raubt. Außer ihm scheint kein anderer einen merkwürdigen Geruch zu riechen. Doch für Seth steht fest, dass es sich um ein und denselben Täter handelt, die Suche nach diesem wird für ihn zur Obsession. Als es einen ersten Verdächtigen gibt, sich jedoch keine Beweise finden, muss die Polizei ihn wieder laufen lassen. Doch Seth behält ihn im Auge und kann ihn mit weiteren Morden in Verbindung bringen. Als der Ripper flieht verlässt er mit Billigung seiner Dienststelle London und verfolgt den Ripper bis nach Kanada, wo er Unterstützung der hiesigen Polizei erhält. Mit deren Hilfe ist er ihm dicht auf den Fersen und landet schließlich auf der anderen Seite der Realität, in einer geheimnisvollen Welt, Innes genannt.

Mir hat die Geschichte von Anfang an gefallen, aber mit dem Übertritt in diese andere Welt und ins Fantastische begann der Wow-Effekt. Denn diese andere Welt besitzt einen ganz eigenen Zauber, sie ist bevölkert von ganz unterschiedlichen magischen Wesen. Beim lesen fühlt man diesen Zauber, kann sich in dieser so fremdartigen, mitunter gefährlichen, aber einfach nur faszinierenden Welt verlieren. Im Verlauf lernt man einige so liebenswerte Bewohner mit besonderen magischen Fähigkeiten kennen, die sich um Seth zu einem bunt gewürfelten Haufen aus einzigartigen Charakteren zusammenfügen, die sich ergänzen und mir beim lesen ans Herz gewachsen sind. Sie machen es sich zur Aufgabe, Seth auf der Suche nach dem Ripper zu unterstützen. Es bleibt spannend, denn auch in auf der anderen Seite der Realität mordet der Ripper, seine Taten scheinen immer grausamer zu werden.

Seth ist ein wunderbar gezeichneter Protagonist, die andern wichigen Figuren stehen ihm aber in nichts nach. Sie haben Charakter, sind vielschichtig und einfach liebenswert. Vor allem Ealin, für die Seth Gefühle entwickelt und der Wolfswandler Duncan sind ebenso detailliert skizziert. Die Story ist spannend, es gibt viele gefährliche Situationen und die Autorin konnte mich mit unerwarteten Wendungen überraschen. Das Ende, das zwar in sich abgeschlossen ist lässt noch genug Raum für eine Fortsetzung.

Fazit: Mir hat die Mischung aus Krimi und Fantasy einfach super gefallen, atmosphärisch dicht und vor allem die einzigartigen magischen Geschöpfe haben mich verzaubert. Ich bin begeistert, wenn ich könnte würde ich mindestens 6 Sterne vergeben.
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am 29. August 2014
Ich finde es schwierig, diesem Buch gerecht zu werden, denn zum Teil hatte ich den Eindruck, als würde ich zwei unterschiedliche Bücher lesen - Seth Aspen wechselt nicht nur auf die andere Seite der Realität, er scheint auch in eine andere Geschichte überzuwechseln.

Der erste Teil der Story, ein klassisches viktorianisches Abenteuer, bei dem der abgebrühte Polizist Seth Aspen versucht, den bestialischen Mörder zahlreicher Prostituierten zu fassen, hält für Kenner der Thematik vielleicht nicht viel Neues bereit, dennoch hatte ich große Freude daran, Aspen durch die nächtlichen Straßen von London zu begleiten, Hinweisen nachzugehen und mit ihm über neu aufgefundene Leichen zu grübeln. Ich glaube, es ist schwer, den bärbeißigen und absolut humorlosen Seth Aspen nicht zu mögen. In seiner Welt ist er ganz in seinem Element, er weiß, wie der Hase läuft, zwingt jeden Verbrecher in die Knie und schafft es sogar, mit lästigen Vorgesetzten fertigzuwerden.

Dann folgt Aspen seinem Hauptverdächtigen über die Landesgrenze hinaus, in die USA und schließlich Kanada, und von dort aus sogar über die Grenzen der uns bekannten Wirklichkeit. Ab hier wendet sich das Blatt, und das in vielerlei Hinsicht. Aspen findet sich in einer Welt wieder, die er nicht kennt und nicht begreifen kann, eine Welt, in der Magie zum Alltag gehört und Nichtmagiern, den sogenannten "Glengalls", nicht viel Liebe entgegengebracht wird. Seine Fähigkeit, einen kühlen Kopf zu bewahren und die Logik über all sein Denken zu stellen, lässt ihn in dieser Welt plötzlich starrköpfig wirken, seine absolute Humorlosigkeit im Vergleich zu seinen neuen Gefährten, die locker und voller Witz sind, verklemmt. Dadurch, dass er als Einziger in dieser Welt keinen Zugriff auf Magie hat, wird Aspen gewissermaßen entmannt, er beginnt sich zusehends nutzlos zu fühlen und wird immer wieder zum tatenlosen Beobachter abgestellt.

Zwar erwartet den Leser auf der "anderen Seite der Realität" mehr Action, als es im ersten Teil der Geschichte der Fall war, dennoch hat mir der erste Part besser gefallen. Der Humor, den Aspens neue Begleiter immer wieder in ihre Dialoge einfließen lassen, wirkte auf mich teilweise etwas erzwungen, ich hatte den Eindruck, als würde A. P. Glonn eine ernste Erzählweise einfach besser liegen - vielleicht lag es auch an der Thematik.

Alles in allem habe ich das Buch sehr gerne gelesen. Der Stil war mitreißend, die Figuren voller individuellem Charme, die Story unvorhersehbar. Ich empfehle es gerne weiter, obgleich ich eine Warnung aussprechen möchte: Wer mit dem Fantasy-Genre rein gar nichts anfangen kann, wird vielleicht der Entwicklung und Auflösung der Geschichte nicht allzu viel abgewinnen können. Wer aber, wie ich, sowohl Thriller- als auch Fantasyleser ist, kann mit diesem Buch nichts falsch machen.
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