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Die alten Griechen
 
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Die alten Griechen [Taschenbuch]

Konrad Adam
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 192 Seiten
  • Verlag: rororo (1. September 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499621746
  • ISBN-13: 978-3499621741
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 9 - 12 Jahre
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 554.878 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Konrad Adam
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Eine aufregende Reise in die Welt der griechischen Antike Die griechische Antike ist die Wiege der europäischen Kultur. Diese vergangene Welt - ihre Philosophie und Sprache, ihre künstlerischen Formen und ihre Literatur - ist uns auf seltsame Weise vertraut und fremd zugleich. Konrad Adam lässt diese Epoche lebendig werden. Er spürt der Faszination der griechischen Philosophie nach, stellt uns den Dichter Homer vor, erklärt die Bedeutiung der Göttermythen und die präzise Logik der griechischen Sprache. Wir lauschen den Tragödiendichtern beim Wettkampf und verfolgen ein Wagenrennen bei olympischen Spielen; wir erfahren, was ein Scherbengericht ist, wie die spartanische Erziehung aussah - und wie man Sophistik betreibt. Am ende erweist sich, dass das alte Greichenland uns viel näher ist, als wir es für möglich hielten. Und dass wir uns selbst nicht mehr verstehen, wenn wir die griechische Kultur vergessen. Eine glänzend geschriebene Einführung in die Welt des antiken Griechenland - unterhaltsam und überraschend aktuell.

Über den Autor

Konrad Adam, 1942 in Wuppertal geboren, studierte Alte Sprachen, Geschichte und Rechtswissenschaft in Tübingen, München und Kiel. Von 1979 bis 2000 war er Feuilletonredakteur der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Seither ist er politischer Chefkorrespondent der "Welt". Er hat zahlreiche Bücher veröffentlicht, vor allem zur Innen- und Bildungspolitik. 2002 erschien "Die deutsche Bildungsmisere: PISA und die Folgen".

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von H. P. Roentgen TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
"In Athen, sagte Sokrates einmal, könne jedem tagtäglich alles passieren."

Konrad Adam hat eine Einführung in die Welt des antiken Griechenlands vorgelegt. Von der Demokratie über den Götterhimmel bis hin zu Schauspiel, Literatur und Kunst, von den Mythen bis hin zum Körperkult spannt er seine Betrachtungen.

Dabei ist sein Schwerpunkt nicht das statische Griechenlandbild, das uns so viele Altphilologen vermittelt haben, sondern gerade die Extreme, die die griechische Antike kennzeichnen. Helden und Feiglinge, Demokratie und Tyrannei, versponnene Philosophen und praktische Erfinder und natürlich die einmalige Liebe zur Kunst in all ihren Ausprägungen, das alles bringt uns der Autor näher, lässt uns Leser erleben, warum ihn die griechische Kultur so fasziniert. Da kennt sich der Autor aus, da spürt man seine Liebe zum Gegenstand des Buches, da kann er uns die Antike näher bringen.

Weniger gelungen sind seine Bezüge zur heutigen Zeit. Dabei drängen diese sich auf, wer denkt nicht im Kapitel "die Lust am Körper" an modernen Schönheitswahn. Doch da wird Adams seltsam unbeholfen. Wenn er auf die heutige Zeit zu sprechen kommt, für die die Griechen doch in so vieler Hinsicht die Grundlagen gelegt haben. da liest er sich plötzlich wie ein pensionierter Oberlehrer.

Das mag an seiner Liebe liegen. Wer liebt, mag Mängel der Geliebten gar nicht sehen und Adam verbringt ein ganzes Kapitel damit, die griechische Männergesellschaft und ihre Geringschätzung der Frauen hinwegzuerklären. Nicht mal der alte Kalauer ist ihm zu dumm, dass Euripides in seinen Stücken ein Feind der Frauen gewesen sei, nicht aber im Bett.

Noch auffälliger wird es im Kapitel über die Natur und die Ansicht darüber. Kein Klischee ist ihm da zu abgegriffen, da redet er über Technik und Naturwissenschaftler wie ein grüner Fundi der Achtziger Jahre und zeigt, dass er davon soviel Ahnung hat, wie der durchschnittliche Techniker von griechischen Hexameter: nämlich gar keine. Dabei böte gerade die Entwicklung der Mathematik und Naturwissenschaften spannenden Stoff zur Genüge.

Am problematischsten ist allerdings Adams erstes Kapitel. Er fängt mit der Sprache an, und wärmt die alte Humanistenbehauptung neu auf, dass die griechische Sprache besonders logisch sei und ohne sie die ganze Antike nicht verstanden werden könne. Nun haben mittlerweile auch die Liebhaber des Lateinischen, Französischen, Spanischen und mancher anderen Sprache ebenfalls aufgrund grammatikalischer Besonderheiten den Anspruch darauf erhoben, besonders förderlich für die Logik zu sein. Ob das zutrifft? Mir scheint diese ganze Diskussion reichlich abgehoben, so nimmt es nicht Wunder, dass nur die Angloamerikaner für das Englische diesen Anspruch nicht erheben. Dabei hätten sie mit dem Wortreichtum ebenfalls Argumente an der Hand. Doch die Neigung, sich in philosophischen Haarspaltereien und Grabenkämpfen aufzureiben, ist weder bei Engländern noch Amerikanern sonderlich verbreitet.

Dabei zeigen die deutschen Übersetzungen von Homer und Sappho, von Euripides und Aischylos in Adams Werk, wie lebendig und verständlich deren Werke auch auf Deutsch wirken - auch wenn Übersetzungen, gleich aus welcher Sprache, natürlich nie die Schönheit des Originals erreichen können.

Eigentlich schade, dass dem Buch so ein Kapitel vorangestellt ist, dass erstens nur verständlich ist, wenn man wenigstens Grundkenntnisse des Altgriechischen hat und zweitens abschreckt, weil es den (falschen) Eindruck erweckt, ein Buch voller verschrobener, abgehobener Theorien vor sich zu haben.

So ist das Buch eines, das gleichermaßen durch den Kenntnisreichtum und die Liebe des Autors fasziniert, wie durch altbackene Gegenwartsbezüge.

(C) Hans Peter Roentgen
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Klaus Grunenberg VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Beim ersten Anlesen überkommt es einen vielleicht, als nähme der Autor sich etwas zuviel vor, will er vielleicht das Griechische überhaupt derart in den Vordergrund stellen, so denkt man, als Vorbild für alles, was uns heute vielleicht fehlt?

Doch dann beim Weiterlesen wird es einem klar. Hier hat einer die Überzeugung gewonnen, daß man aufs Griechische überhaupt nicht verzichten kann.
Das wußten bereits die alten Römer und nicht zuletzt war die griechische Sprache lange Zeit Weltsprache im römischen Reich, d.h. es sprachen die Gebildeten griechisch und die Schüler quälten sich schon damals mit dem herrlichen Homer herum.

Da Wilhelm von Humboldt seinerzeit den Gymnasiasten lieber nur Griechisch und Mathematik empfehlen wollte (ein herrlicher Gedanke!), alles andere könne kürzer treten, ist es heute wohl an der Zeit und nicht abwegig, sich wieder mit den alten Griechen zu befassen.

Man könnte sich die Ilias oder die Odyssee wieder einmal zu Gemüte führen (im Original mit nebenstehender Übersetzung nazürlich!) oder einen der griechischen Tagödien- bzw. Komödiendichter in den entsprechenden schmalen Bändchen oder den einen oder anderen Philosophen wie Sokrates, Platon oder Aristoteles. Das würde schon einiges bringen. Übrigens liest sich Aristophanes, der Komödiendichter, heute noch genauso frisch wie damals und die Anspielungen auf Religion oder politische Umstände, Eigenarten der Menschen wie Hybris, Dummheit, Bigotterie etc. finden heute noch Verständnis, will sagen, wir verstünden uns und unsere heutige Welt vielleicht einweng besser nach derartiger Lektüre bzw. nach Anschauung eines Schauspiels.

Alles ist menschlich, die Griechen haben ihren Götterglauben in die menschliche Sphäre gebracht, nur die Mythen waren heilig und tabu für Außenstehende, heute noch vergleichbar etwa mit der Eucharistie der katholischen Kirche (u.U. ein heiliges Relikt aus dieser Zeit?).

Dorer und Ionier, zwei griechische Stämme, die wichtig sind, werden vorgestellt, der Gegensatz somit zwischen Sparta und Athen dargestellt, die Entwicklung hin zu einem Staatengebilde (zu mehreren Staatengebilden natürlich), wo jeder Bürger das gleiche Recht hatte (und die gleichen Pflichten, wie z.B. den Kriegsdienst im Verteidigungsfall), die Entwicklung hin zur Demokratie in Athen, die sich bildende gedankliche Welt unter Zuhilfenahme auch fremder Leistungen wie Schrift oder Astronomie anderer Völker hin zur Philosophie und schließlich die Entwicklung der klangreichen schönen Sprache, das alles wird immer wieder in diesem Buch betont.

Eine Menge an sprachlichen und bildnerischen Beispielen wird gezeigt und ihre Bedeutung bis zum heutigen Tage deutlich gemacht. So ist ein bewegliches Werk entstanden, das mit Freude und Erstaunen gelesen werden kann von allen, die es wünschen.
Wetvolle Hinweise am Schluss des Buches regen zum Weitermachen an.
Konrad Adam ist somit ein verdienstvolles Unterfangen gelungen, eine Stütze für alle Wohlmeinenden in bezug auf gute Bildung zu schaffen. Der Ursprung unserer europäischen Kultur in fast allen Belangen wir großartig behandelt.
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Format:Taschenbuch
[[ASIN:3499621746 Die alten Griechen] von Konrad Adam, erschienen bei Rowohlt Berlin Verlag GmbH, Berlin, Oktober 2006. 192 Seiten, ISBN 13: 978 3 87134 5531, ISBN 10: 3 87134 553 9

Wer sich an langen Winterabenden mit den Wurzeln unserer Kultur beschäftigen oder für einen Griechenland-Urlaub rüsten will, wird dieses Buch mit Gewinn - und Vergnügen - lesen. Der Autor mit offensichtlich humanistischem Hintergrund ist Journalist. Vielen wird er als Feuilleton-Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (1979-2000) bekannt sein oder als politischer Chefkorrespondent der WELT" (seit 2000). Er besitzt die Gabe, eine umfangreiche Materie auf ihren wesentlichen Inhalt zu beschränken und diesen präzise und leicht lesbar darzustellen.

Legt man nach der Lektüre das spannende Buch aus der Hand, ist einem wieder deutlich geworden: Die Welt der alten" Griechen ist nicht tote Vergangenheit. Vieles, das sie beschäftigte, ist auch heute aktuell.

Die alten" Griechen haben wichtige Grundfragen des Lebens früher, ursprünglicher und auch verständlicher gestellt als andere, die später kamen. Sie kannten nicht nur - wie Adam schreibt - das Wahre, Schöne und Gute, sondern auch das Groteske, Schrille und Brutale. Ihre Helden treten paarweise auf: der Staatsmann Perikles und der Demagoge Kleon, der tapfere Herakles und der Feigling Jason, der weitschauende Prometheus und sein Bruder Epimetheus, der immer zu spät begreift. Adam bringt weitere Beispiele. Die Griechen gingen immer aufs Ganze um ihrer Freiheit willen. Ihr Zutrauen in die eignen Kräfte war grenzenlos. Sie sagten Werde, der du bist", entwickle die in dir steckenden Kräfte - nicht Sei, der du bist", wie Spießer und Kraftlose meinen.

Der Sprache - ohne die das Denken, die Verständigung, die Wissensspeicherung sowie die Bildung von Gesellschaft und Staat nicht möglich wären - galt die besondere Aufmerksamkeit der Griechen. Sie hatten - wie Adam schreibt - ein fast erotisches Verhältnis zur Sprache und schufen einen nahezu unglaublichen Reichtum an Form und Inhalt. Ihre Begabung zu systematischer Erkenntnis und klarer Begrifflichkeit befähigte sie, Ordnung in das sprachliche Chaos zu bringen und eine Grammatik aufzubauen. Die grammatische Struktur wiederum kam der Begriffsbildung und damit den Anfängen der Philosophie entgegen.

Sehr schön liest sich die mythologische Erklärung für die Entstehung der Demokratie in Griechenland. Eigentlich beruht alles auf der mangelnden Umsicht von Epimetheus, dem Zu-spät-Denkenden. Er sollte alle Kreaturen lebenstüchtig ausstatten und tat das auch recht erfolgreich bei den Tieren, denen er überlegene Kraft, extreme Schnelligkeit oder die Fähigkeit zur Tarnung gab. Als es zum Menschen kam, war nichts mehr übrig. Der Mensch blieb als Mängelwesen den Tieren unterlegen, unbehaart, unbeschuht und unbewaffnet. Da kommt Prometheus und verschafft den Menschen das Feuer und mit ihm die Fähigkeit, Waffen und Werkzeuge herzustellen. Der alte" Grieche Protagoras ergänzt: Der Mensch lebte noch außerhalb von Gemeinschaften. Zwar konnte er über die Sprache mit anderen in Verbindung treten, aber, wo immer Menschen zusammenzuleben versuchten, taten sie sich Unrecht und Schaden an, weil sie die Kunst noch nicht kannten, einen Staat zu verwalten. Besorgt um ihre Fortexistenz schickte ihnen Zeus mit dem Götterboten Hermes zwei Geschenke, den Anstand und das Rechtsbewusstsein, mit der Weisung, sie gleichmäßig auf alle zu verteilen.

Die Göttergeschenke und ihre gleichmäßige Verteilung machten es möglich, dass jeder an den Staatsgeschäften teilnehmen konnte - jedenfalls, wenn er männlicher Bürger war. Allerdings nahm die Athener Demokratie die Bürger wirklich in die Pflicht. Im Gegensatz zu unserer Demokratie, in der wir alle vier Jahre zur Wahlurne gehen, saßen sie laufend in endlosen Beratungen, mussten Ämter übernehmen, Kriegsdienst leisten und Geld spenden. Wer nicht mitmachte, galt als Privatmann", was auf Griechisch Idiot" heißt.

Der Umgang mit der Sprache und die Verantwortung für das Gemeinwesen sind unverändert aktuell. Der altgriechische Umgang mit der Sprache stimmt uns in einer Zeit nachdenklich, in der immer mehr Fäkalausdrücke in die Sprache einsickern und sprachliche Fortentwicklung verkümmert. Ohne Not und in großer Zahl werden englische Ausdrücke übernommen - bis zur Grenze des Lächerlichen. Bei der Deutschen Bahn hat sich eine Mischsprache entwickelt. Bei vielen Großunternehmen werden die Unternehmensbereiche mit englischen Namen versehen.

Wie schön wäre es auch, wenn wir Anstand und Rechtbewusstsein in Staat und Gesellschaft so pflegten, als wären sie Göttergeschenke! Dass die Demokratie, die auf Anstand und Rechtsbewusstsein beruhen muss, ein Geschenk des Schicksals ist, haben viele gespürt, als sie verloren war.

Diese beiden nacherzählten Beispiele aus dem Buch Konrad Adams mögen reichen. Was für sie gilt, passt auch auf die anderen Kapitel des Buches, die Anlass zu lebhaften Gesprächen bieten können.
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