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Die alte neue Frauenfrage (edition suhrkamp)
 
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Die alte neue Frauenfrage (edition suhrkamp) [Taschenbuch]

Barbara Holland-Cunz
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 310 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: Originalausgabe (24. Februar 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518123351
  • ISBN-13: 978-3518123355
  • Größe und/oder Gewicht: 18 x 11,1 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 154.537 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Barbara Holland-Cunz
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Produktbeschreibungen

Perlentaucher.de

Buchnotiz zu : Frankfurter Rundschau, 21.02.2003
Als "umfangreichen und beeindruckenden Überblick" über die politische Theorien- und Ideengeschichte des Feminismus vom 18. Jahrhundert bis heute würdigt Rezensent Gottfried Oy den Band "Die alte neue Frauenfrage" von Barbara Holland-Cunz. Im Mittelpunkt stehen nach Auskunft Oys die beiden zentralen Auseinandersetzungen der Frauenrechtlerinnen: das Ringen um Gleichheit und der Einsatz für Freiheit. Von der frühen Frauenbewegung über die proletarische Frauenbewegung und die Rolle der Frau im Nationalsozialismus, von Simone de Beauvoirs über Betty Friedan hin zum feministischen Mainstream, zur postmodernen Feminismustheorie und der globalisierungskritischen Bewegung wird von Holland-Cunz nichts ausgelassen. Oy hebt hervor, dass es der Autorin gelingt, mit Michael Walzer die politische Leidenschaft der Bewegung zu theoretisieren. Hannah Arendts Thematisierung der Macht des politischen Versprechens der Gleichheit fungiere ihr als Richtschnur für die Analyse der feministischen Forderung nach dessen Einlösung.

© Perlentaucher Medien GmbH

Kurzbeschreibung

Die alte neue Frauenfrage bietet den bislang umfassendsten Überblick zum Thema im deutschsprachigen Raum. Das Buch ist sowohl eine kleine Geschichte des Feminismus seit dem Ende des 18. Jahrhunderts als auch eine kritische Analyse der aktuellen frauenpolitischen Lage. Neben der Bilanz richtet sich der Blick zugleich in die Zukunft und auf die neuen Herausforderungen, vor denen
Frauenbewegung und Gleichstellungspolitik im 21. Jahrhundert stehen. Denn "die Frauenfrage" ist, entgegen landläufiger Meinung, noch lange nicht erledigt: Keine der Forderungen, die Feministinnen der ersten Stunde am Beginn der Moderne erhoben haben, sind bis heute für alle Frauen weltweit eingelöst. Den roten Faden der Einführung bilden deshalb die Kontinuitäten, Akzentverschiebungen und Brüche in den Thematisierungsweisen und Politikformen "der Frauenfrage" zwischen dem 18. und 21. Jahrhundert.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Super Überblick 30. Mai 2005
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Auf 250 Seiten gibt dieses Buch einen umfassenden Überblick auf die Frauenbewegung bzw. feministische Theorieansätze von den Anfängen bis zur Gegenwart. Die erfahrene Politikwissenschaftlerin Holland-Cunz stellt sowohl die Ideengeschichte des modernen Feminismus in Form von kurzen Unterkapiteln zu einzelnen Kämpferinnen (von Mary Wollenstonecraft über Clara Zetkin, bis Emma Goldman und Simone de Beauvoir, um nur wenige zu nennen), als auch bis in die Gegenwart reichende Diskussionen in einer globalisierten Welt, dar. Auch die neue Frauenbewegung der 1960er/1970er Jahre wird berücksichtigt. Ein riesen Pluspunkt stellt die umfassende Bibliographie im letzten Teil des Buches dar. Diese ist nach Themen sortiert und enthält die wichtigsten Bücher feministischer Theorie. Dieses Buch eignet sich sowohl als Einstieg, als Nachschlagebuch, als auch als gelungene Zusammenfassung (zur Auffrischung) für jene, für die das alles nichts neues ist.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Nein, das ist kein trockener, theoretischer Bericht über die verschiedenen Theorieansätze, wie sie sich beginnend in der sog. Alten Frauenbewegung bis hin zu den ganz aktuellen Gender Studies zeigen, sondern vielmehr eine hochspannende, sehr gut sturukturierte und mit objektivem, aber dennoch kritschen Blick abgefaßte Auseinandersetzung mit den verschiedenen politisch strategisch denkenden und philosophisch agierenden Aktivistinnen der Frauenbewegung von Beginn bis heute. Natürlich wird die Frage auch beantwortet, was hat die Frauenfrage heute noch für einen Stellenwert, oder hat sie überhaupt noch einen? Kurz gesagt ein Buch, für all jene Frauen, die auf der Suche sind, nach Feministischen Antworten in einer Zeit, in der doch scheinbar alle Fragen zum Thema Frau bereits beantwortet scheinen. Unbedingt empfehlenswert!!!!!
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein Aufruf 5. Dezember 2009
Von Mad Circus TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Das Buch ist sehr gut strukturiert und gliedert sich in zwei fast gleichgroße Teile.
Im ersten Teil durchschreitet die Autorin mit Siebenmeilenstiefeln die politische Ideengeschichte der europäischen Frauenbewegung, wobei die wichtigsten Personen und ihre Konzepte kurz und prägnant dargestellt werden. Dabei pendelt die Ideengeschichte immer zwischen Differenz- und Gleichheitskonzepten. Der Bogen spannt sich von Olympe de Gouges, welche den Gegenentwurf zur absolut männlich ausgerichteten Erklärung der Menschenrechte von 1793 proklamiert hat, bis zur einflussreichsten feministischen Theoretikerin der Neuzeit Simone de Beauvoir, die mit ihrem 1949 erschienenen Werk ,Das andere Geschlecht, die moderne Theoriebildung und die westliche Frauenbewegung maßgeblich beeinflusst hat.
Der zweite Teil des Buches spielt sich zeitlich dann vor allem in der zweiten Hälfte des 20.Jahrhunderts ab und konzentriert sich auf den Raum Europa/Nordamerika. Es werden die Umbrüche und Neuerungen in der Frauenfrage in Jahrzehnten erfahrbar gemacht und so kristallisiert sich zunehmend ein immer komplexer werdendes Feld heraus, in dem sich heterogene Forderungen, Identitäten und Ansätze strategisch zunehmend blockieren und zur Ausdifferenzierung zwingen. Ausgehend von den gesellschaftlichen Umbrüchen der 68er Bewegung und mit einem hohem Maß an naiver politischer Energie ausgestattet, wird die Frauenfrage zunehmend in den modernen Kapitalismus einverleibt / Feminisierung des Kapitalismus.
Die deutsche Frauenbewegung ist am Ende dieser Entwicklungen weitestgehend entpolitisiert und findet auch keine Erneuerung in der deutsch-deutschen Begegnung nach dem Ende des Kalten Krieges. Andererseits entwickelt sich ein professionalisierter Strang von /westlichen/ BerufsfeministInnen, die sich an den Universitäten zunehmend etablieren konnten und so zumindest institutionalisiert und im Gehege nach wie vor patriarchalisch ausgerichteter Wissensproduktion begrenzte Wirksamkeit entfalten.
Ausgehend von dieser deutschen, mitteleuropäischen Perspektive widmet sich die Autorin dann den großen Herausforderungen: Globalisierung, Transnationalisierung / EU-isierung und natürlich der Herausforderung reproduktiver Selbstbestimmung von Frauen bezüglich der neuen biopolitischen Imperative. Die Frauenfrage selbst wird demnach immer komplexer und einheitliche Lösungsstrategien rücken in weite Ferne auch wenn theoretisch Lösungen umso klarer ins Auge zu fallen scheinen, denn die männliche Herrschaft, so konstatiert die Autorin, hat sich als resistenter erwiesen, als erwartet wurde.
Resultat: Die Frauenfrage ist aktueller und dringlicher denn je und gerade die Globalisierung verschärft die Situation. Das heißt auch, dass die Frauenfrage nicht mehr, und wahrscheinlich war das auch nie so, im nationalstaatlichen Rahmen beantwortet werden kann.

Trotz des echt guten Ansatzes des Buches muss ich sagen, dass gerade die ideengeschichtliche Aufarbeitung schon sehr große Tücken bereitet. Es ist eine recht eurozentristische Theorietradition, die hier präsentiert wird und man wundert sich schon warum eine Angela Davis oder Sojourner Truth nicht mal einer Erwähnung würdig sind. Mich hätte das interessiert. Dahingehend soll nicht gleich mit Unterstellungen herumgefuchtelt werden, aber wenn mir als Mann das schon auffällt, fragt man doch, inwiefern man dann die großen Aussichten auf Globalisierung und Co. ernst nehmen kann, wenn die eigene Ideengeschichte sich schon so färbt. Ich selbst kann da aber leider auch keine Lösung anbieten. Dennoch ist diese Nichtbeachtung eine sehr aussagekräftige Politik, wenn man sie auf eine der Welt angemessenes Größenverhältnis bringt. Hier tritt wieder das Problem der Repräsentation zu Tage auf welches Gayatri Chakravorty Spivak so eindrucksvoll hingewiesen hat. Wer spricht für wen und wie machtgesättigt ist der Ort des Sprechens schon. Trotz dieser Paradoxien ein aus meiner Sicht sehr empfehlenswertes Buch, was hoffentlich nicht nur Frauen lesen !
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