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Die alltäglichen Spielchen im Büro: Wie Sie Zeit- und Nervenfresser erkennen und wirksam dagegen vorgehen
 
 
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Die alltäglichen Spielchen im Büro: Wie Sie Zeit- und Nervenfresser erkennen und wirksam dagegen vorgehen [Taschenbuch]

Ulrich Dehner
4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Sind Sie am Ende eines langen Bürotages wieder einmal "zu nichts gekommen"? Unter anderem, weil Kollege Meier mit dem neuen Buchungsprogramm nicht klarkam und bat: "Könnten Sie mal eben...?" Und obwohl Sie ihm das alles schon letzte Woche erklärt haben, ließen Sie sich doch wieder breitschlagen? Oder haben Sie sich schrecklich über Ihren Chef geärgert, für den Sie unter enormem Zeitdruck, mit Wochenendeinsatz und Überstunden eine Superpräsentation vorbereitet haben -- mit dem einzigen Ergebnis, dass er Ihnen einen Tippfehler auf Folie elf unter die Nase rieb? Dann kennen Sie sie sehr gut -- die "alltäglichen Bürospielchen", die Ulrich Dehner in seinem Buch beschreibt.

Der hilflose Kollege etwa spielt das "Blöd-Spiel" und appelliert gezielt an Ihre Retterinstinkte. Und so sehr Sie sich (im Nachhinein) auch ärgern mögen, erst einmal schmeichelt Ihnen diese Bestätigung Ihrer Überlegenheit und Sie gehen prompt in die Falle -- Sie spielen das Spiel mit. Dieses perfekte Ineinandergreifen von Verhaltensweisen hat Eric Berne Anfang der 60er-Jahre in seiner Transaktionsanalyse beschrieben. Dehner verzichtet in seinem Band auf die teilweise missverständliche Terminologie Bernes (etwa die Redeweise vom "Eltern-Ich" und "Kind-Ich") und wendet den Ansatz konsequent auf das Berufsleben an. Mit zahlreichen Beispielen öffnet er so die Augen für diejenigen Mechanismen, die hinter dem ganz normalen Bürowahnsinn stehen.

Dehners wichtigste Botschaft: Wer die Spiele durchschaut, kann sie gezielt durchkreuzen. Das funktioniert allerdings nur, wenn man sich der eigenen "wunden Punkte" bewusst ist. Um beim Beispiel zu bleiben: Wer unter einem Helfersyndrom leidet, wird immer wieder auf das "Blöd-Spiel" hereinfallen. Den Ursachen solcher Verhaltensmuster geht Dehner ebenfalls auf den Grund und lokalisiert sie im elterlichen Erziehungsbotschaften von "Zeig keine Gefühle!" bis "Sei nicht wichtig!" Ein rundherum lesenswertes Buch für Vorgesetzte, Kollegen wie Mitarbeiter. Ach, übrigens: Der nervtötende Chef im Eingangsbeispiel spielt das "Makel-Spiel". Was sich dahinter verbirgt, lesen Sie am besten selbst nach... --Dr. Petra Begemann

Pressestimmen

23.03.2001 / Handelsblatt: Produktive Spielverderber "Pflichtlektüre für all jene, denen die eigentliche Arbeit wichtiger ist als ein zweifelhafter Zeitvertreib."

01.04.2001 / Psychologie heute: An der Hilf-mir-Angel "Ein klar strukturiertes und gut lesbares Buch."

31.05.2001 / Die Zeit: Nichts gegen Spielchen "Das Buch zeigt, welche Mechanismen uns selbst zu Spielern machen - und wie wir sie ausschalten können."

02.10.2003 / Wirtschaftswoche: Gut beraten "Für alle, die das Verhalten ihrer Kollegen besser durchschauen wollen."

Kurzbeschreibung

Wer sie kennt, weiß, wie nervtötend sie sein können: die psychologischen Spielchen unter Kollegen am Arbeitsplatz. Der Psychologe Ulrich Dehner zeigt, wie man solche Bürospiele erkennt, welche Rolle man selbst darin einnimmt und wie man sich dieser weit verbreiteten Spielsucht entziehen kann.

Der Verlag über das Buch

Nervige Spielchen im Büro... und wie man sich ihnen entzieht

Kennen Sie das "Ja-aber-Spiel", das "Kannst-Du-mir-mal-helfen-Spiel" oder das "Gerichtssaalspiel"? Dabei handelt es sich um Bürospielchen, die an jedem Arbeitsplatz vorkommen und uns daran hindern, unsere Arbeit schnell und effektiv zu erledigen. Ulrich Dehner weiß, wie man dagegen angehen kann.

Sie kosten Zeit, Nerven und letztlich viel Geld. Sie sind für alle Spieler und Spielerinnen lästig, folgen immer denselben Regeln, regen auf, machen Ärger, Frust und Magendruck. Wer sie kennt, weiß, wie nervtötend sie sein können: die psychologischen Spielchen am Arbeitsplatz.

Bestimmte Bürostörungen laufen mit penetranter Regelmäßigkeit ab. Und zwar exakt nach demselben Muster. Immer wenn es eng wird, verliert der Mitarbeiter die Nerven, rennt zu Ihnen und stiehlt Ihre Zeit. Immer wenn das Meeting an einem kritischen Punkt anlangt, verschleppen einige Kollegen den Fortgang. Es scheint fast so, als ob man in einem verrückten Bürospiel gefangen wäre. Jeder Zug ist vorbestimmt: Vorschlag - Einwurf - Streit - Zeitverlust - fauler Kompromiss - Frust zum Sitzungsschluss.

Viele lassen ihr Büroleben lang Spielchen mit sich treiben, fallen immer wieder auf die gleichen Abläufe rein. Andere durchschauen die Spielchen sofort und wirken ihnen bewusst entgegen. Die meisten aber hängen irgendwo dazwischen, sie sehen, dass wieder jemand sein unheiliges Spiel mit ihnen treibt, wissen aber nicht, wie man ausbricht. Für sie ist dieses Buch geschrieben. Hier finden sie Anleitung zum Spielabbruch. Ulrich Dehner zeigt, wie man solche Bürospiele erkennt, welche Rolle man selbst darin einnimmt und wie man sich dieser weitverbreiteten "Spielsucht" entziehen kann.

Der Autor

Ulrich Dehner ist Psychologe und hat viele Jahre als Psychotherapeut gearbeitet. Seit 1987 ist er mit seinem Unternehmen Konstanzer Seminare im Firmenbereich tätig. Seine Trainings- und Beratungsschwerpunkte sind Führungs- und Kommunikationstraining, Konfliktmanagement und Coaching.

Über den Autor

Ulrich Dehner wurde 1949 in Konstanz geboren. Nach dem Studium der Psychologie in Mannheim und Heidelberg trat er seine erste Stelle in einer Rehabilitationsklinik in Konstanz an. Danach Ausbildung zum Transaktionsanalytiker bei Dr. Rüdiger Rogoll in Markdorf. Seit 1979 ist er selbstständig tätig als Psychotherapeut und Ausbilder für Transaktionsanalyse. Er leitete zahlreichen Ausbildungsgruppen in Deutschland und der Schweiz. Weiter Ausbildungen hat er in Körperarbeit bei Dr. Sabetti in München, in Hypnotherapie bei J. Zweig, E. Rossi und S. und C. Lankton, in Systemischer Familientherapie und Systemischer Firmenberatung bei Dr. G. Schmidt in Heidelbberg, in NLP bei B. Maier in Konstanz.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Wir würden ja eigentlich alle liebend gern nur unsere Arbeit machen. Nichts leichter als das, sollte man meinen. Und wenn Sie es fertig bringen, sich während der Arbeitszeit von jeglichem menschlichen Kontakt abzuschirmen, könnte es Ihnen auch gelingen. Ach, das ist in Ihrer Firma leider nicht möglich? Tja dann... Einiges von dem, was uns an der zügigen Bewältigung unserer Aufgaben hindert, geht auf das Konto der "zwischenmenschlichen Beziehungen". Ich will hier nicht die mannigfaltigen Störungen aufzählen, die im Tagesablauf einer jeden Führungskraft auftreten, sondern mich auf eine besondere Variante konzentrieren, die so genannten "Bürospiele", und Wege aufzeigen, mit Schwierigkeiten dieser Art umzugehen. Gewiss gibt es Störungen, die rein zufällig auftreten. Der an sich kompetente Mitarbeiter macht einen Fehler, und ich muss die Scherben aufkehren. Das kann schon mal passieren. Verdächtig sind dagegen Störungen, die mit seltsamer Regelmäßigkeit auftreten. Immer wenn es terminlich eng wird, will jemand eine Extrawurst. Immer wenn ein neues Projekt in Angriff genommen wird, ist Mitarbeiter X erst einmal kategorisch dagegen. Der Verdacht regt sich, dass ein System dahinter steckt. Bestimmte Bürostörungen laufen mit penetranter Regelmäßigkeit ab. Und zwar exakt nach demselben Muster. Immer wenn es eng wird, verliert der Mitarbeiter die Nerven, rennt zu Ihnen und stiehlt Ihre Zeit. Immer wenn das Meeting an einem kritischen Punkt anlangt, verschleppen einige Kollegen den Fortgang. Es scheint fast so, als ob man in einem verrückten Bürospiel gefangen wäre. Jeder Zug ist vorbestimmt: Vorschlag - Einwurf - Streit - Zeitverlust - fauler Kompromiss - Frust zum Sitzungsschluss. In der Umgangssprache kommt der Spielcharakter solcher regelmäßig wiederkehrenden Ärgernisse deutlich zum Ausdruck. "Lass ihn machen. Er zieht doch nur wieder sein Spielchen ab", ist ein häufig gehörter Kommentar. Das trifft den Nagel auf den Kopf: Man spricht auch von psychologischen Spielen - die Störungen gleichen tatsächlich Spielen. Sie folgen wie Schach und Skat festen Regeln. Eric Berne, der Begründer der Transaktionsanalyse, hat diese psychologischen Spiele zum ersten Mal in seinem 1962 erschienenen Buch "Spiele der Erwachsenen" beschrieben. Übrigens, natürlich gibt es auch Bürospielerinnen, Chefinnen, Kolleginnen und Mitarbeiterinnen. Damit der Lesefluss nicht stockt, verwende ich im Folgenden nur die maskuline Form - gemeint sind natürlich immer beide Geschlechter. Viele lassen ihr Büroleben lang Spielchen mit sich treiben. Die anderen sehen das: "Er fällt doch immer wieder auf XY herein!", "Warum lässt du dich immer ausnutzen? Denk doch mal an dich!". Einige machen dabei nicht mit: "Mit mir nicht, mein Lieber. Stiehl jemand anderem die Zeit!" Und die meisten hängen irgendwo dazwischen: Sie sehen, dass wieder jemand sein unheiliges Spiel mit ihnen treibt, wissen aber nicht, wie man ausbricht. Für sie ist dieses Buch geschrieben. Hier finden Sie Anleitung zum Spielabbruch. Natürlich spielen nicht nur die anderen. Letztlich kann sich niemand der Eigendynamik der Bürospiele entziehen. Wie wir besonders in den Kapiteln 6 und 7 sehen werden, gibt es eine Vielzahl unbewusster, aber mächtiger innerer Antriebe, die auch Sie unversehens zu einem Spieler werden lassen. Sie werden Hinweise erhalten, wie Sie ein derartiges Spiel- verhalten bei sich selbst erkennen und bekämpfen können und wie Sie am besten damit umgehen, wenn es Ihnen bei Ihren Mitarbeitern oder Vorgesetzten unangenehm auffällt. Der Bürospieler: eigentlich ein armer Kerl Alle Bürospiele haben ein gemeinsames Merkmal: Sie regen uns auf, machen Ärger, Frust und Magendruck. Manchmal mehr, manchmal weniger. Ein ungutes Gefühl kann als Indikator dafür genommen werden, dass gerade ein psychologisches Spiel gespielt wurde. Neben dem unnötigen Zeitverlust ist ein Hauptschaden des Spiels, dass man glaubt, das Spiel richte sich gegen einen selbst ganz persönlich - das stimmt aber nicht. Und sobald Sie das erkennen, sind Sie schon halb aus dem Spiel heraus. Denn im Gegensatz zu Gesellschaftsspielen wie Schach oder Skat werden Bürospiele nie freiwillig gespielt. Niemand denkt sich: "Da kommt Frau Meier, der halte ich jetzt einen winzigen Fehler so übertrieben vor, als sei es ein Weltuntergang!" Aber genau das denkt Frau Meier: "Was hat er nur gegen mich? So ein Theater wegen des kleinen Versehens!" Sie weiß nicht, dass Bürospiele nie bewusst angezettelt, sondern immer zwanghaft und unbewusst gespielt werden. Irgendwann in der Vergangenheit des "Spielers" hat dieses Verhalten einmal Sinn gehabt, möglicherweise so- gar mehr als das, war eine Überlebensstrategie in einer schwierigen oder gar bedrohlich erscheinenden Situation. Und da das Verhalten damals offenbar erfolgreich war, wird es immer wieder angewandt, wenn der Mensch in "innere Not" gerät. Diese "innere Not" muss keineswegs eine reale, objektive Bedrohung oder Schwierigkeit sein.[...]

Auszug aus Die alltäglichen Spielchen im Büro. von Ulrich Dehner. Copyright © 0. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Wir würden ja eigentlich alle liebend gern nur unsere Arbeit machen. Nichts leichter als das, sollte man meinen. Und wenn Sie es fertig bringen, sich während der Arbeitszeit von jeglichem menschlichen Kontakt abzuschirmen, könnte es Ihnen auch gelingen. Ach, das ist in Ihrer Firma leider nicht möglich? Tja dann... Einiges von dem, was uns an der zügigen Bewältigung unserer Aufgaben hindert, geht auf das Konto der »zwischenmenschlichen Beziehungen«. Ich will hier nicht die mannigfaltigen Störungen aufzählen, die im Tagesablauf einer jeden Führungskraft auftreten, sondern mich auf eine besondere Variante konzentrieren, die so genannten »Bürospiele«, und Wege aufzeigen, mit Schwierigkeiten dieser Art umzugehen. Gewiss gibt es Störungen, die rein zufällig auftreten. Der an sich kompetente Mitarbeiter macht einen Fehler, und ich muss die Scherben aufkehren. Das kann schon mal passieren. Verdächtig sind dagegen Störungen, die mit seltsamer Regelmäßigkeit auftreten. Immer wenn es terminlich eng wird, will jemand eine Extrawurst. Immer wenn ein neues Projekt in Angriff genommen wird, ist Mitarbeiter X erst einmal kategorisch dagegen. Der Verdacht regt sich, dass ein System dahinter steckt. Bestimmte Bürostörungen laufen mit penetranter Regelmäßigkeit ab. Und zwar exakt nach demselben Muster. Immer wenn es eng wird, verliert der Mitarbeiter die Nerven, rennt zu Ihnen und stiehlt Ihre Zeit. Immer wenn das Meeting an einem kritischen Punkt anlangt, verschleppen einige Kollegen den Fortgang. Es scheint fast so, als ob man in einem verrückten Bürospiel gefangen wäre. Jeder Zug ist vorbestimmt: Vorschlag – Einwurf – Streit – Zeitverlust – fauler Kompromiss – Frust zum Sitzungsschluss. In der Umgangssprache kommt der Spielcharakter solcher regelmäßig wiederkehrenden Ärgernisse deutlich zum Ausdruck. »Lass ihn machen. Er zieht doch nur wieder sein Spielchen ab«, ist ein häufig gehörter Kommentar. Das trifft den Nagel auf den Kopf: Man spricht auch von psychologischen Spielen – die Störungen gleichen tatsächlich Spielen. Sie folgen wie Schach und Skat festen Regeln. Eric Berne, der Begründer der Transaktionsanalyse, hat diese psychologischen Spiele zum ersten Mal in seinem 1962 erschienenen Buch »Spiele der Erwachsenen« beschrieben. Übrigens, natürlich gibt es auch Bürospielerinnen, Chefinnen, Kolleginnen und Mitarbeiterinnen. Damit der Lesefluss nicht stockt, verwende ich im Folgenden nur die maskuline Form – gemeint sind natürlich immer beide Geschlechter. Viele lassen ihr Büroleben lang Spielchen mit sich treiben. Die anderen sehen das: »Er fällt doch immer wieder auf XY herein!«, »Warum lässt du dich immer ausnutzen? Denk doch mal an dich!«. Einige machen dabei nicht mit: »Mit mir nicht, mein Lieber. Stiehl jemand anderem die Zeit!« Und die meisten hängen irgendwo dazwischen: Sie sehen, dass wieder jemand sein unheiliges Spiel mit ihnen treibt, wissen aber nicht, wie man ausbricht. Für sie ist dieses Buch geschrieben. Hier finden Sie Anleitung zum Spielabbruch. Natürlich spielen nicht nur die anderen. Letztlich kann sich niemand der Eigendynamik der Bürospiele entziehen. Wie wir besonders in den Kapiteln 6 und 7 sehen werden, gibt es eine Vielzahl unbewusster, aber mächtiger innerer Antriebe, die auch Sie unversehens zu einem Spieler werden lassen. Sie werden Hinweise erhalten, wie Sie ein derartiges Spiel- verhalten bei sich selbst erkennen und bekämpfen können und wie Sie am besten damit umgehen, wenn es Ihnen bei Ihren Mitarbeitern oder Vorgesetzten unangenehm auffällt. Der Bürospieler: eigentlich ein armer Kerl Alle Bürospiele haben ein gemeinsames Merkmal: Sie regen uns auf, machen Ärger, Frust und Magendruck. Manchmal mehr, manchmal weniger. Ein ungutes Gefühl kann als Indikator dafür genommen werden, dass gerade ein psychologisches Spiel gespielt wurde. Neben dem unnötigen Zeitverlust ist ein Hauptschaden des Spiels, dass man glaubt, das Spiel richte sich gegen einen selbst ganz persönlich – das stimmt aber nicht. Und sobald Sie das erkennen, sind Sie schon halb aus dem Spiel heraus. Denn im Gegensatz zu Gesellschaftsspielen wie Schach oder Skat werden Bürospiele nie freiwillig gespielt. Niemand denkt sich: »Da kommt Frau Meier, der halte ich jetzt einen winzigen Fehler so übertrieben vor, als sei es ein Weltuntergang!« Aber genau das denkt Frau Meier: »Was hat er nur gegen mich? So ein Theater wegen des kleinen Versehens!« Sie weiß nicht, dass Bürospiele nie bewusst angezettelt, sondern immer zwanghaft und unbewusst gespielt werden. Irgendwann in der Vergangenheit des »Spielers« hat dieses Verhalten einmal Sinn gehabt, möglicherweise so- gar mehr als das, war eine Überlebensstrategie in einer schwierigen oder gar bedrohlich erscheinenden Situation. Und da das Verhalten damals offenbar erfolgreich war, wird es immer wieder angewandt, wenn der Mensch in »innere Not« gerät. Diese »innere Not« muss keineswegs eine reale, objektive Bedrohung oder Schwierigkeit sein. Es genügt, sich wieder wie damals zu fühlen, um die alten Muster greifen zu lassen. Wenn das Verhaltensrepertoire keine anderen Wahlmöglichkeiten bietet, greift man eben auf die vertrauten Reaktionsweisen zurück, auch wenn man sich selbst dabei unwohl bis unglücklich fühlt.
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