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Die Zypressen von Cordoba. Historischer Roman.
 
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Die Zypressen von Cordoba. Historischer Roman. [Taschenbuch]

Yael Guiladi , Ulrike Seeberger
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 475 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe; Auflage: 1 (2004)
  • ISBN-10: 3404151968
  • ISBN-13: 978-3404151967
  • Größe und/oder Gewicht: 18,2 x 12,8 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 777.276 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Intrigen am Hof des Kalifen: Der Medicus von Cordoba!

Spanien im 10. Jahrhundert: Am Hof von Cordoba herrschen die Mauren. Der Kalif Abd ar-Rahman III. spürt, dass er von seinen Leibärzten verraten wird. Nur Da'ud ibn Yatom, dem Sohn des Vorstehers der jüdischen Gemeinde, vertraut er. Ihn beauftragt er, den großen Theriak wieder zu entdecken, ein Mittel, mit dem sich der Herrscher vor Schlangenbissen schützen will, vor denen er panische Angst hat. Falls Da'ud dies gelingt, wird er mit Gold überschüttet, falls nicht, droht der Kalif Da'ud und seine Familie auszulöschen ...

Über den Autor

Yael Guiladi, geb. in Neuseeland, Studium der Wirtschaft und englischen Literatur. Die Autorin ging nach Jerusalem und lebt heute dort nach verschiedenen Aufenthalten in Europa.

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Von timediver® HALL OF FAME REZENSENT TOP 100 REZENSENT
Format:Taschenbuch
"Weder die Weisesten noch die Mächtigsten können dem entgehen, was Gott oder die Natur, je nachdem, an was man im innersten Herzen glaubt, jedem Lebewesen bestimmt hat."

(Abu Suleiman Da'ud ben Ya'kub ibn Yatom)

Das vom Bastei Lübbe Verlag für "Die Zypressen von Cordoba" ausgewählte Buchcover "La Puente de Cuenca" des Freiherrn Carl Wilhelm von Heideck ist ein harscher Missgriff. Denn die Brücke ist mehr als 400 km von Cordoba entfernt und entstammt, ebenso wie die abgebildeten Personen, dem 20. Jahrhundert, während sich die Romanhandlung jedoch beinahe 1000 Jahre früher ereignet.......

.........nachdem der umayyadische Emir von Cordoba, Abd Ar-Rahman III., den Kalifentitel angenommen hat (929), folgt unter ihm, seinem Sohn Al-Hakam II. und dem Großkämmerer seines Enkels, Al- Mansur, die Blütezeit von Al-Andalus. Im Jahre 951 kann das Kalifat seine Oberhoheit sogar über die christlichen Reiche von León, Kastilien und Barcelona durchsetzen. Die Tributzahlungen der christlichen Herrscher wurden zur Förderung von Kunst, Kultur, Wissenschaft und für eine rege Bautätigkeit (Universität, Bibliothek, Große Moschee, Straßenbau, -beleuchtung,Bewässerung, Kanalisation usw.) verwendet, die Cordoba neben Konstantinopel und Bagdad zu einem bedeutenden Kultur- und Wirtschaftszentrum aufsteigen lassen. Im mediävalen Europa erzielt das maurische "Spanien der drei Kulturen" einzigartige Fortschritte in Medizin und Pharmazie und ist leuchtendes Bespiel für das friedliche und tolerante Zusammenleben von Islam, Judentum und Christentum

.....vor diesem historischen Hintergrund lässt Yaël Guiladi ihre vier Generationen übergreifende Geschichte der jüdischen Ärztefamilie der ibn Yatom spielen.

Der Roman gewährt dem Leser einerseits Einblick in einige wichtige und bemerkenswerte historische Ereignisse. Neben der Diplomatie des Kalifats, das Gesandte des römisch-deutschen Kaiser Otto I. empfängt und mit dem byzantinischen Imperator Konstantin VII. Pophyrgenetos ein Bündnis gegen die aufstrebende Dynastie der maghrebinischen Fatimiden schließt, wird die sogenannte Korrespondenz mit dem jüdischen Khanat der Chasaren und die Zerstörung der Festung Sarkel durch die Rus erwähnt. Daneben werden auch die Plünderung Santiago de Compostellas, bei der die Schändung des Grabes des christlich-spanischen Nationalheiligen auf Befehl Al-Mansurs verhindert wurde, und der Zerfall des Kalifats in die "Taifa-Staaten" thematisiert. Dem gegenüber weisen die Dialoge der Romangestalten einige Anachronismen vor; während "Quacksalber" (S. 43) und "Kriegsfuß"(S. 82) aus dem 16. Jh. stammen, konnte es sich der Kalif von Cordoba noch nicht auf einem vergoldeten "Ottomanen" (S. 91) bequem machen, denn das Sitzmöbel mit gepolsterter Seitenlehne wird nach dem osmanischen Reich benannt, das erst 1299 gegründet werden sollte. Die dem modisch-schicken Sprachgebrauch europäischer Königshöfe späterer Jahrhunderte entstammenden frankophonen Begriffe "Le repons du guerrier"(S. 11), "Petit mal" (S. 119) "Madame" ( S.124) und "Mésaillance" (441) konnten zur damaligen Zeit ebenfalls noch keine Konversationsgegenstände gewesen sein. Ebenso wie die "Kolobris" (S. 228) deren Heimat Amerika noch nicht (wieder)entdeckt war, Kanarienvögel, die erst 1758 von Carl von Linné als solche (Serinus Canaria) bezeichnet werden sollten, oder Kosaken (S. 300), die frühestens im 15. Jh. ritten.

Der Roman "Die Zypressen von Cordoba" beinhaltet im Hinblick auf sein Attribut "historisch" noch weitere Schwachstellen. Die Handlung weist häufig abrupte Zeitsprünge vor. (Z. B. Kapitel 25 beginnt ohne Hinweis acht Jahre später, als das vorangegangene Kapitel endete.) Für den gesamten Romanverlauf und zur zeitlichen Einordnung ist eine einzige Jahreszahl auf Seite 120 ("Frühling des Jahres 958") recht dürftig. Weitere Mängel bestehen in der Nichttrennung von historischen und fiktiven Personen und fehlenden Materialien, wie Dramatis Personae, Zeittafel oder Stammbäumen, die wegen der Unübersichtlichkeit (vor allem der christlichen Herrscher Spaniens) hilfreich gewesen wären. Daher gibt es trotz einer durchaus ansprechender Handlung in einem schicksalsträchtigen Szenario nur 3 Amazonsterne.
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