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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Mannesmann und Verbotene Liebe,
Von t.kuerten "T.Kuerten" (Düsseldorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Die Zwillingsfalle (Taschenbuch)
Einer der wohl interessantesten deutschen Krimis. Drei Kommissare aus verschiedenen Bereichen der Düsseldorfer Polizei, jeder mit verschiedenen persönlichen Motiven, ermitteln in einem schweren Mordfall: In einer Sauna eines Düsseldorfer Fitnessclubs werden 6 Leichen gefunden. Darunter auch der Kollege von Kommissar Zander aus dem Einbruchsdezernat. Man könnte ihm auf die Schliche kommen, dass er mit seinem toten Kollegen mit Diebesgut gehehlt hat und so einen netten Nebenverdienst erwarb. Ebenfalls tot: die junge kokainsüchtige Mittzwanzigerin, in die sich Kommissar Köster, der wegen Krankheit aus dem SEK in die Verwaltung versetzt wurde und es noch einmal allen zeigen will, verliebt hatte. Dritte Protagonistin ist Ela Bach, die in der Mordkommission Karriere machen will und dabei von Kollegen gnadenlos gemobbt wird.Drei Handlungsgänge werden in der Mitte des Buches sehr gekonnt verknüpft. Zwei Halbgeschwisterpaare, die lange Zeit nichts voneinander, bzw. von ihren leiblichen Vätern wussten, weisen schließlich einen Weg aus dem komplizierten, aber durchaus überschaubaren Wirrwarr von verbotener Liebe. Ebenso führen viele kleine Verbrechen zu einem offenbar unausweichlichen Höhepunkt, wobei jede Missetat, sei sie auch noch so klein, notwendig ist, um am Ende eine stringente und logisch aufgebaute Lösung des Falles zu präsentieren. Einbrüche, Überfälle, Morde stehen am Ende in einem Zusammenhang. Es ist dabei typisch für den Autor, dass unter den Polizisten Komplott und Intrige gepflegt werden. Geltendes Recht wird gebogen und es werden sogar aktiv Verbrechen begangen. Ein Krimi, der dem Leser Spaß bereitet, weil man merkt, dass er mit viel Spaß geschrieben wurde. Es ist interessant, die Fortentwicklung der Zusammenarbeit der drei Kollegen zu beobachten. Die Auflösung bietet eine gehörige Portion Action und Spannung. Der Düsseldorfer Lokalkolorit wird dabei durch eine Mischung von Mannesmann-Affäre und „Verbotene Liebe" auf raffinierte Weise unterstrichen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5.0 von 5 Sternen
Gut oderb Böse?,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die Zwillingsfalle (Taschenbuch)
Gut ist böse, böse ist gut. Karriere bei der Polizei machen ist wichtig, aber nicht um jeden Preis. Ein korrupter Polizist ist eigentlich ein Guter, einer von den Oberen ist durch "Wegsehen" einer von den Bösen. Horst Eckert gelingt es auf geniale Weise, in diesem Roman (der der erste ist, den ich von ihm gelesen bzw. gehört habe) die Grenzen verschwimmen zu lassen. Es gelingt dem Autor in meinen Augen absolut genial, aus schwarz und weiß - gut und böse - jede Menge Grauzone zu schaffen. Ein großartiges Buch, das mich sehr fasziniert hat und das meine Wahrnehnung in Sachen "schwarz und weiß - böse und gut" sehr auf die Probe gestellt hat. Mein Fazit: sehr empfehlenswert für alle, die Freude an Krimis haben, die noch Lust haben, eine eigene Meinung zu haben!
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4.0 von 5 Sternen
Schlau ausgedacht,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die Zwillingsfalle (Taschenbuch)
Leo ist Mitglied eines Sondereinsatzkommandos der Polizei und stolz darauf. Bei einer Übung versagt seine rechte Hand, bei einem realen Einsatz ebenfalls - mit katastrophalen Folgen - und Leo wird in die Mordkommission zwangsversetzt. Seine Kollegin Ela hat als einsame Frau auf weiter Behördenflur mit Chauvis und Vorurteilen zu kämpfen, weiß gleichzeitig aber genau, dass ihre eventuelle Beförderung auch auf die Erfüllung einer Frauenquote zurückzuführen ist. Und dann gibt es noch die Kollegen Zander und Haffke, die beschlagnahmte Hehlerware unter der Hand weiterverschieben bzw. sich anderweitig bestechen lassen. Der Roman beschäftigt sich zunächst mit der ausführlichen Einführung dieser Personen, dann passiert ein sechsfacher Mord in einer Sauna, unter dessen Opfern auch der korrupte Haffke ist.Alle Einzelheiten des Romans spielen bei der Aufklärung des Falles eine Rolle, was bedeutet, dass man die Geschichte am besten in einem Stück liest, um nichts zu vergessen. Wirklich rund sind die Figuren nicht, dafür konzentriert sich die Geschichte viel zu sehr auf die Zusammenführung der Handlungsstränge und auf die eigentliche Polizeiarbeit. Da mich persönlich diese Arbeit sehr interessiert, gebe ich dafür fünf Sterne. Wenn der Autor in der zweiten Hälfte des Buches genauso intensiv auf seine Figuren eingegangen wäre wie in der ersten, wäre ich auch dabei geblieben. Allerdings nimmt die Geschichte gegen Ende ein stakkatohaftes Tempo an, das weder dem Lesefluss noch der Glaubhaftigkeit zuträglich ist. Die Figuren bleiben dabei völlig auf der Strecke, und dann passiert dies noch und dann passiert das noch...das war zu viel. Es scheint, als hätte der Autor es sehr eilig gehabt, seine wirklich schlau ausgedachte Geschichte aufzulösen. Trotzdem werde ich gerne von diesem Autor noch öfter etwas lesen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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