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Die Zunge im Mixer
 
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Die Zunge im Mixer [Broschiert]

Hoffmann..J. P
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Broschiert: 206 Seiten
  • Verlag: Kranichsteiner Literaturverlag (31. August 2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3929265117
  • ISBN-13: 978-3929265118
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.971.395 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Joroka TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Gerald schrammt gerade noch so an der 40 vorbei. Er hat es im Leben bisher nicht besonders weit gebracht, steckt schon seit Jahren mit seiner Promotion zum Spätwerk Wittgensteins fest und jobbt als Pförtner in einer Darmstädter Kinderklinik, in der er auch schon einen Zivildienst geleistet hat. Er hat so gut wie keine Freunde, außer Max, mit dem er sich regelmäßig im 'Carpe Diem' zum Schachspielen und Durstlöschen triff. Ansonsten vergrault er mehr die Leute, als dass er Bande knüpft. Hinzu ist seine Frau Vikarin, was dem ersten Anschein so gar nicht zu ihm passt. Doch ihr Eheleben steckt gerade in einer Phase streiten - schweigen - versöhnen fest.
Nun eben dieser Gerald wird nachts im Martinsviertel von zwei Posträubern gekidnappt, als er gerade einen handgeschriebenen Brief für seine Erbtante einwerfen möchte. Sie lassen ihn auf einem Rasthof wieder laufen. Natürlich möchte ihm diese Geschichte keine abnehmen, schon gar nicht die Polizei. So macht er sich selber auf die Suche nach den Hintergründen dieses vermeintlichen Postraubes und bringt damit eine Kette von Ereignissen ins Rollen, die tragische Züge annehmen.....

Der Autor P. J. Hoffmann ist einem breiten Publikum als ein Teil des Kabarett-Ensembles 'Kabbaratz' in Darmstadt und Umgebung bekannt. Dass er auch schreibt, war mir neu. Hier nun also sein Erstlingswerk: "Die Zunge im Mixer". Der Titel könnte eine Metapher für "sich die Zunge verbrennen"sein, denn das tut Gerald oft genug im Handlungsverlauf. Witzig geschrieben, eine Identifikationsfigur für machen Spät-68, viel Lokalpatriotismus... das Buch hat schon was Eigenes. Die Sätze oft kurz, manchmal fast abgehackt, was den Lesefluss nicht immer unterstützte.
Ich hatte jedenfalls Spaß an der verrückten Geschichte, auch wenn manchmal doch recht dick aufgetragen wurde.
Für mich eine gut 3-Sterne-Bewertung.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Philosophie und Satire 24. Mai 2006
Gerhard, Ende 30, promoviert seit 5 1/2 Jahren über Wittgensteins Sprachspieltheorie und jobbt nebenbei als Pförtner in der Sophienkinderklinik. Während einer Kneipennacht mit seinem Freund Max will er schnell einen Brief einwerfen und wird von "Briefkastenknackern" entführt und auf einer Autobahnraststätte ausgesetzt. Natürlich glaubt ihm keiner diese absurde Geschichte. So recherchiert er auf eigene Faust. Seine Ermittlungs- und Verfolgungsepisoden quer durch Darmstadt - bis hin zum Nacktbadestrand an der Prinz von Hessen Grube - erinnern stark an Luis de Funes Filme. Die Lösung am Schluss könnte eher von Horst Tappert stammen. Dazwischen seine Beziehungsdiskussionen mit Ehefrau Susanne, einer Vikarin. Die wünscht sich einen berufstätigen erwachsenen Partner - eine Rolle, der sich Gerhard argumentativ geschickt verweigert. Stattdessen gibt er das Enfant Terrible und betrachtet distanziert-belustigt die Welt, die Macken und Problemchen anderer. Eine Spezis aus dem Martinsviertel halt. Wer Wittgensteins Begriff der Privatsprache im Philosophieseminar nicht verstanden hat, bekommt hier auf 200 Seiten Praxisunterricht. Die satirisch-bissigen Gedanken zu lesen, ist ein Vergnügen ("ich hielt ihre Religiösität für eine vorübergehende Persönlichkeitsstörung"). Wer Peter J. Hoffmann von Kabbaratz kennt, wird hier nicht enttäuscht.
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Von observer
Diese tragisch komische Figur des Gerald Mopils geht trotz einer gewissen Verpeiltheit überaus wach durch die Zeit und seine Zeitgenossen.
Die vorangestellten Wittgensteinzitate sind wohl leitmotivisch gedacht und werten die Inhalte der Kapitel zusätzlich auf.
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