Dieses Buch ist ein angenehme Abwechslung, vor allem wenn man wieder in sämtlichen Zeitungen und auch Büchern gelesen hat, dass die Entwicklungszusammenarbeit versagt, und es den Menschen in Entwicklungsländern immer schlechter geht. Es zeigt sehr gut, dass einzelne Menschen sehr wohl einen Unterschied machen können.
Besonders gut gefällt mir, dass die typischen Ausreden aufgegriffen werden, warum wir eben nichts tun (z.B. "Ich bin noch zu jung", "Ich bin schon zu alt"...), und dann Beispiele dafür gebracht werden, dass es eben doch geht. Für viele Leser ist es sicherlich nicht möglich ihr Leben so radikal umzustellen wie die vorgestellten Personen, aber ein paar Denkanstöße gibt es sicherlich. Andere Beispiele, wenn auch primär in den USA, gibt es im Buch "Giving" von Bill Clinton.
Ob das Thema "Wie führe ich ein erfüllteres Leben" im Rahmen dieses Buches wirklich ausreichend behandelt werden kann, sei dahin gestellt. Ich kann dieses Buch aber jedem empfehlen, der sich näher mit dem Thema "Social Entrepreneurship" und Soziales Engagement beschäftigen will. Es ist auch eine gute Quelle für Leute, die gezielt nach Jobs/Praktika suchen.
Zu den Angriffen auf die Autoren kurz folgende Kommentare:
Zunächst einmal sollte verstanden werden, dass die Privatwirtschaft und Unternehmen eine Rolle in der Entwicklungszusammenarbeit und Förderung von sozialen Themen spielen. Viele erfolgreiche Nonprofits arbeiten mit Unternehmen zusammen (siehe zum Beispiel "Forces for Good: The Six Practices of High-Impact Nonprofits"). Desweiteren sollte folgendes beachtet werden: Hr. Hafenmayer leitet bei der LGT den Bereich Venture Philantrophy und finanziert/fördert erfolgsversprechende Unternehmen/ Organisation mit hoher sozialen Wirkung.