Für mich war dieses Buch hochinteressant und informativ. Z. Bs. die Erkenntnis, dass in Hochtechnologieländern wie U.S.A. permanent geforscht wird und Patente eingetragen werden für Dinge, wo gerade die Deutschen sagen würden „das braucht doch keiner". Interessant wird es dann, wenn man ein paar Jahre weiterdenkt, und plötzlich nach Jahren auch in Deutschland solche Innovationen entdeckt und gesucht werden, dann sind diese Erfindungen schon durch „Gartenzaunpatente" und andere Platzhalter geschützt. Jetzt verstehe zumindest ich, die Euphorie von München zum Thema Linux für die Stadtverwaltung, und die daraus entstehenden Software Patent Problematik. Allein Microsoft soll ca 10 Patente besitzen, mit denen Linux arbeitet. Es ist natürlich so, „wer sich nicht absolut sicher sein kann, dass ihm die Äpfel auch wirklich gehören, wird sonst keinen Apfelbaum pflanzen". Das ist ein Umdenken für die realen Verhältnisse. Dieser Eigentumsschutz passt besser zum Menschen und zum Kapitalismus, deswegen begegnet man ihm mehr als beliebt. Dies erklärt so manches an Entwicklungen, die über die nächsten Jahre in den Medien auftauchen werden. Das Buch erklärt die Zusammensetzung und den Aufbau. Wer keine Früchte erntet, wenn er in den Biotechnologie Innovationen erforscht, wird es nicht tun. Das erklärt z. Bs. die Reklamationen von Indien oder der indischen Landwirtschaft, „die Amerikaner hätten jahrhundertealte Pflanzen patentiert und die Inder müssten jetzt dafür bezahlen". Wahr ist, dass die Amerikaner an Pflanzen Verbesserungen vorgenommen haben, die offenbar sehr logisch und praxistauglich sind, und die Inder sich dann darüber beschweren. ! Andernfalls hätte niemand etwas verbessert oder erfunden oder entwickelt. Das wäre dann der Stillstand. Ich durchschaue mit den Hintergründen aus diesem Buch die „voreingenommene Ideologie", woraus die Europäer oder Inder sich beschweren über die amerikanischen Patente, die dicht gesteckt sind. Dieser ist schon der Beginn der Wissensgesellschaft, in dem Wissen zur Ware wird, und für den problematisch wird, der über dieses Wissen nicht verfügt, es verschlafen hat, und plötzlich entdeckt, dass auch er es braucht, aber es ist schon vergeben. Der Kontext der allgemeinen Medien und Meinungen ist klar, mit Hilfe dieses Buches hab ich aber erlesen, dass die Hintergründe wie so oft genau andersherum sind.
Darüber hinaus bietet dieses Buch auch wertvolle Hinweise auf das Außenhandelsdefizit der U.S.A., was so nicht weiter bestehen bleiben kann. Auf der anderen Seite, lebt Deutschland und Asien von den Exporten in die U.S.A. Die amerikanischen Außenhandelsdefizite sind in Wahrheit Defizite z. Bs. der Deutschen Konjunktur, im Inland jämmerlich zu versagen, und nur mit Hilfe des Exportes und seine Außenhandelsdefiziten zu überleben. Amerika kann seine Außenhandelsdefizite verringern wenn es will, nur wohin verkauft dann China und vor allem Deutschland seine Exporte? Die Schulden der anderen (der U.S.A.) sichert die Existenz von Deutschland.