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Die Zukunft der Weltwirtschaft
 
 
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Die Zukunft der Weltwirtschaft [Gebundene Ausgabe]

Lester Thurow , Bernd Rullkötter
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
  • Verlag: Campus Verlag; Auflage: 1 (19. Januar 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3593374013
  • ISBN-13: 978-3593374017
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,6 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 702.693 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

"Die Globalisierung", so hat Claus Leggewie in Die Globalisierung und ihre Gegner in Anspielung auf eine Formulierung Max Webers treffend formuliert, "ist kein Fiaker, aus dem man nach Belieben aussteigen kann, wenn einem die Richtung nicht passt." Ihre Richtung sei aber auch kein Schicksal, dem man sich wohl oder übel ergeben müsste. Tatsächlich ist die Globalisierung ein gestaltbarer Prozess. Doch um an seiner Gestaltung auch tatsächlich teilhaben zu können, muss man zunächst einmal verstehen, wie dieser Prozess überhaupt funktioniert.

Zugegeben, das ist gar nicht einmal so einfach. In Die Zukunft der Weltwirtschaft vergleicht der renommierte Wirtschaftswissenschaftler Lester Thurow die Globalisierung gar mit dem Turmbau zu Babel. Auch dieser weltwirtschaftliche Turmbau, wie er sich gegenwärtig vollziehe, werde ohne Baupläne errichtet: "Die Architekturzeichnungen sind noch nicht mal im Entwurfsstadium." Au weia, so ist man geneigt zu befürchten, das kann ja dann eigentlich nur schief gehen.

Dass es aber zunächst einmal tatsächlich möglich ist, die Gesetzmäßigkeiten der weltwirtschaftlichen Dynamik zu dechiffrieren, zeigt der Autor an vielen Beispielen recht überzeugend. Seine Analyse zeichnet sich vor allen Dingen dadurch aus, dass sie die Stimmen der Globalisierungsgegner nicht nur hört, sondern auch ernst nimmt. Dabei lässt er nirgends auch nur den geringsten Zweifel daran aufkommen, dass er zum Kapitalismus, das heißt zum Prinzip des Rechts auf Eigentum (auch geistigem) und seinem Schutz, keine Alternative sieht.

"Niemand pflanzt Apfelbäume, wenn man ihm nicht garantiert, dass ihm die Äpfel auch gehören werden", schreibt Thurow an einer Stelle. "Eigentumsrechte liefern den Anreiz, den klügsten Gebrauch von Vermögenswerten zu machen." Und dass wirklich der Kapitalismus gerade dort seine hässlichste Fratze zeigt, wo die Frage der Eigentumsrechte ungeklärt ist, belegt er (unter anderem) mit einem einfachen, aber treffenden und in der Realität sehr virulenten Beispiel: der Fischerei. "Der Meeresfischfang zerstört sich selbst, weil er über keine Eigentumsrechte verfügt. Jeder hat ein Motiv, so viele Fische wie möglich zu fangen und jemandem anderen die Sorge um die Überfischung zu überlassen. Wenn man nicht sämtliche Fische des Meeres fängt, wird jemand anderes es tun."

Die Globalisierung, so macht der Autor nicht nur an diesem sehr einfachen Beispiel deutlich, darf nicht der Privatwirtschaft allein überlassen bleiben. Auch in der globalisierten Welt bedarf das Allgemeininteresse nicht nur eines Anwalts, sondern hat Anspruch darauf, dass in seinem Sinne allgemeinverbindliche Entscheidungen getroffen und demokratisch legitimiert auch durchgesetzt werden können. Dem Gemeininteresse diese Entscheidungsgewalt gegenüber kurzfristigen, partikularen Wirtschaftsinteressen zu sichern, ist deshalb eine der dringendsten Aufgaben, die sich der Politik zum Wohle der Weltwirtschaft heute stellen. Für jeden, der sich dieser Erkenntnis nicht verwehrt, ist die Lektüre von Die Zukunft der Weltwirtschaft Pflicht! --Andreas Vierecke

manager magazin 2/2004

Globalisierung: Wegweiser durch die Weltwirtschaft von MIT-Professor Thurow.

Erklärungen für Mutige Lester Thurows deutscher Verlag scheut sich nicht, ein großes Versprechen abzugeben: "Die Zukunft der Weltwirtschaft" verheißt dem Leser geradezu epochale Einsichten. Ein mutiger Titel, denn der Band ist keineswegs ein Titanenwerk, das ein großes Panorama der Welt von morgen zeichnet. Es ist ein in weiten Teilen deskriptives Buch, das erzählt, was ist; weniger, was sein wird. Der Originaltitel "Fortune Favors the Bold" ("Das Glück ist mit den Mutigen") passt besser zum jüngsten Werk des MIT-Professors und Chefs der renommierten Sloan School of Management, das von der Globalisierung, vom Siegeszug des Kapitalismus und der "dritten industriellen Revolution" handelt. Nach amerikanischen Maßstäben ist Thurow ein Linksliberaler. Er wendet sich an Globalisierungsgegner und unkritische Kapitalismuseuphoriker gleichermaßen und erklärt ihnen die Folgen des weltweiten Wettbewerbs. Nämlich: dass Bildung zum entscheidenden Erfolgsfaktor von Unternehmen wie Volkswirtschaften wird; dass die europäischen Sozialstaaten in ihrer heutigen Form zu groß und zu teuer sind; dass nur jene Nationen von der Globalisierung profitieren können, die sich an ihr beteiligen; dass globale Finanzmärkte zur Instabilität neigen und daher eines ordentlichen institutionellen Rahmens bedürfen. Alles richtig. Aber alles nicht ganz neu. Alles gefällig erzählt, voller Anekdoten und historischer Parallelen. Das Buch bietet wenig Überraschendes, seine analytische Brillanz hält sich in Grenzen. Was kein Fehler sein muss: Es ist das Werk eines Professors, der Laien die Welt der Wirtschaft nahe bringen will. Das macht er verständlich und durchaus unterhaltsam.

© manager magazin - Vervielfältigung nur mit Genehmigung


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Wer sich schon immer gefragt hat, worum es in der Debatte um das Für und Wider einer globalisierten Weltwirtschaft eigentlich geht, sollte dieses Buch lesen. Lester Thurow zeigt die Zusammenhänge auf, die für das Verständnis der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung wichtig sind. Sehr angenehm ist dabei, dass er sich weder auf die Seite der Globalisierungsgegner, noch auf die der Anhänger des Neoliberalismus schlägt. Vielmehr liefert er Lösungsvorschläge, wie die negativen Seiten der Globalisierung eingedämmt und die positiven verstärkt werden können. Um Position zu beziehen, ist dieses Buch meiner Ansicht nach unerläßlich. Und: Es ist verständlich geschrieben.
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Für mich war dieses Buch hochinteressant und informativ. Z. Bs. die Erkenntnis, dass in Hochtechnologieländern wie U.S.A. permanent geforscht wird und Patente eingetragen werden für Dinge, wo gerade die Deutschen sagen würden „das braucht doch keiner". Interessant wird es dann, wenn man ein paar Jahre weiterdenkt, und plötzlich nach Jahren auch in Deutschland solche Innovationen entdeckt und gesucht werden, dann sind diese Erfindungen schon durch „Gartenzaunpatente" und andere Platzhalter geschützt. Jetzt verstehe zumindest ich, die Euphorie von München zum Thema Linux für die Stadtverwaltung, und die daraus entstehenden Software Patent Problematik. Allein Microsoft soll ca 10 Patente besitzen, mit denen Linux arbeitet. Es ist natürlich so, „wer sich nicht absolut sicher sein kann, dass ihm die Äpfel auch wirklich gehören, wird sonst keinen Apfelbaum pflanzen". Das ist ein Umdenken für die realen Verhältnisse. Dieser Eigentumsschutz passt besser zum Menschen und zum Kapitalismus, deswegen begegnet man ihm mehr als beliebt. Dies erklärt so manches an Entwicklungen, die über die nächsten Jahre in den Medien auftauchen werden. Das Buch erklärt die Zusammensetzung und den Aufbau. Wer keine Früchte erntet, wenn er in den Biotechnologie Innovationen erforscht, wird es nicht tun. Das erklärt z. Bs. die Reklamationen von Indien oder der indischen Landwirtschaft, „die Amerikaner hätten jahrhundertealte Pflanzen patentiert und die Inder müssten jetzt dafür bezahlen". Wahr ist, dass die Amerikaner an Pflanzen Verbesserungen vorgenommen haben, die offenbar sehr logisch und praxistauglich sind, und die Inder sich dann darüber beschweren. ! Andernfalls hätte niemand etwas verbessert oder erfunden oder entwickelt. Das wäre dann der Stillstand. Ich durchschaue mit den Hintergründen aus diesem Buch die „voreingenommene Ideologie", woraus die Europäer oder Inder sich beschweren über die amerikanischen Patente, die dicht gesteckt sind. Dieser ist schon der Beginn der Wissensgesellschaft, in dem Wissen zur Ware wird, und für den problematisch wird, der über dieses Wissen nicht verfügt, es verschlafen hat, und plötzlich entdeckt, dass auch er es braucht, aber es ist schon vergeben. Der Kontext der allgemeinen Medien und Meinungen ist klar, mit Hilfe dieses Buches hab ich aber erlesen, dass die Hintergründe wie so oft genau andersherum sind.

Darüber hinaus bietet dieses Buch auch wertvolle Hinweise auf das Außenhandelsdefizit der U.S.A., was so nicht weiter bestehen bleiben kann. Auf der anderen Seite, lebt Deutschland und Asien von den Exporten in die U.S.A. Die amerikanischen Außenhandelsdefizite sind in Wahrheit Defizite z. Bs. der Deutschen Konjunktur, im Inland jämmerlich zu versagen, und nur mit Hilfe des Exportes und seine Außenhandelsdefiziten zu überleben. Amerika kann seine Außenhandelsdefizite verringern wenn es will, nur wohin verkauft dann China und vor allem Deutschland seine Exporte? Die Schulden der anderen (der U.S.A.) sichert die Existenz von Deutschland.

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17 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Rolf Dobelli HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Globalisierung heisst der ewige Zankapfel. Der amerikanische Star-Professor Lester Thurow zeigt in seinem Manifest der Weltwirtschaft, dass es im Grunde gar nichts bringt, gegen die Globalisierung zu sein. Die Dynamik des Fortschritts ist für ihn einfach nicht aufzuhalten. Thurow bringt plausible Argumente - nur leider untergräbt er zuweilen seine Glaubwürdigkeit durch eine peinliche nationalistische Selbstgerechtigkeit: Da wird der Irak-Krieg zum Daumenkino heruntergespielt, die Europäer abgestraft und der 11. September 2001 zur ultimativen Berechtigung für alles und jedes herangezogen. Und was hält Thurow für die Lösung? Der Rest der Welt soll sich gefälligst etwas einfallen lassen, um "Amerika einzubeziehen". Thurows Hang zur Vereinfachung zeigt sich auch darin, dass er ausgerechnet Hollywood-"Ausländer" wie Arnold Schwarzenegger und Nicole Kidman als Vorzeigeobjekte der perfekten Assimilation heranzieht. Wem solche Vergleiche zusagen, dem empfehlen wir dieses Buch, um sich über die Kräfte der Globalisierung zu informieren.
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