Die Kombination könnte nicht besser sein: drei Ärzte (-innen) und ein Wissenschaftsjournalist schreiben zusammen ein Buch über Krebsmedizin. Das Thema ist brandheiß und grade in der letzten Zeit sind einige interessante Bücher erschienen, die die Thematik von verschiedenen Seiten betrachten, aber eben meist nur von einer. Nach der Lektüre dieses Buches wird immer deutlicher, dass (in Anspielung auf den Buchtitel) auch die Zukunft der Krebsbücher" nicht nur die profunde Sachkenntnis des spezialisierten Mediziners oder Therapeuten verlangt (der Begriff des Onkologen ist leider schon ziemlich belastet), sondern dass ohne die Arbeit eines investigativen Journalisten jede anspruchsvolle Publikation im Dickicht der Information und Desinformation stecken bleibt. Was ist Fakt und was ist Fiktion?", genauso steht es auch im Untertitel.
Wer sich ein wenig in der Thematik auskennt, wird nicht verwundert sein, dass sich hier ein mehr als düsteres Bild eröffnet. Bleiben wir zunächst bei den Aussagen, die bereits in den Kapitelüberschriften des sehr ausführlichen und informativen Inhaltsverzeichnisses auf den Punkt gebracht werden: Krebsforschung: 100 Jahre voller Versprechen- und immer noch kein Wundermittel in Sicht", Wie die Medizin im Krieg gegen den Krebs" an den Fakten vorbeiforscht-und dennoch gut verdient", Patienten im Spannungsfeld von Medienhype und Klinikrealität", Gebärmutterhalskrebsimpfung: nutzlos, riskant, teuer", Die Zukunft der Krebsmedizin: präventiv, ganzheitlich, immunstärkend." Das mag man zunächst als Polemik empfinden, aber auf 370 Seiten (und mit über 1000 Literaturangaben) werden die Aussagen belegt und erhärtet. Auch für den Informierten ist es aufs Neue erschütternd, detailliert zu erfahren, wie eine unheilige Allianz von Pharmazeutischer Industrie, Wissenschaftsbetrieb und politischen Institutionen eine lukrative Maschinerie aufgebaut hat und als Selbstläufer betreibt, in der die Interessen des nichtinformierten Patienten bedeutungslos sind. Dazu einige der programmatischen Aussagen: Heilsversprechen sichern Forschungsgelder und zerstreuen Zweifel an der Wirksamkeit des Krebsbetriebs", Avastin, Herceptin und andere angebliche Wunderpillen", Krebs - und andere Medikamente können sogar selbst Krebs erzeugen" , Wie die Forschung mit dem Peer-Review-System Kritik unterdrückt", Der richtige Umgang mit Früherkennungsmaßnahmen", Die Stärkung des Immunsystems ist das A und O".
Es bleibt nicht aus, dass bei dem Umfang und der Komplexität des Gesamtthemas einzelne Themen zu kurz geraten oder, wie mir Juliane Sacher mitteilte, ganz ausgespart blieben für weitere Publikationen, z.B. der Pleomorphismus", die vielen Beobachtungen des Zusammenhanges von Krebs und offenbar in eigenartiger Weise gestaltwechselnden Mikroben, der nur in einem kleinen Kapitel gestreift wird. Bei diesem in seinen Konsequenzen noch gar nicht einzuschätzenden Thema kann man natürlich auf die wachsende Zahl von einschlägigen Publikationen verweisen. Den wichtigsten Anlass für ein ergänzendes Buchprojekt sehe ich aber im Fehlen ausreichender Informationen über elektromagnetische Gefährdung und energiemedizinische Therapiemöglichkeiten. Unter den vielen aufgeführten Belastungen des Immunsystems fehlt diejenige, die mittlerweile als die schwerwiegendste angesehen wird, nämlich durch Elektrosmog und die ganze Mobilfunkkatastrophe. Zu den Therapiemöglichkeiten: wir wissen von mindestens 3 Forschern in den letzen 80 Jahren (Lakhovsky, Rife, Prioré), die mittels energiemedizinischer elektromagnetischer Verfahren Patienten von Krebs geheilt haben. Sie haben dabei nicht nur den Tumor beseitigt, sondern auch bei metastasierten, austherapierten und aufgegebenen Patienten den ganzen Organismus krebsfrei gemacht. Alles ist dokumentiert - und wird totgeschwiegen. In der Energiemedizin, im korrigierenden Eingriff in die feinstoffliche Körpermatrix und die Zellkommunikation, sehen die Krebstherapeuten zunehmend die Zukunft, aber - so auch Juliane Sacher: Ich kenne mich da nicht mehr so gut aus!". Dazu hier eine Bemerkung: Informationen gibt's bei uns, der DGEIM, hier kann man sich kundig machen - auf unseren Kongressen, Seminaren, Publikationen und in den Arbeitsgruppen!
Trotz der Aussparungen der o. g. Themen, deren spezielle Bearbeitung in Planung ist, bleibt festzustellen: Ich halte dieses für das interessanteste und beste Buch über den Gesamtbetrieb Krebsmedizin, das in den letzen Jahren erschienen ist. Da die neuesten offiziellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts davon ausgehen, dass jeder dritte Deutsche in seinem Leben Krebs entwickeln wird, muss auf die lebenswichtige Bedeutung dieser Informationen wohl nicht extra hingewiesen werden.