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Die Zukunft der Intelligenz
 
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Die Zukunft der Intelligenz [Broschiert]

Jeff Hawkins , Sandra Blakeslee , Monika Niehaus
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Broschiert: 315 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Tb. (1. Dezember 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499621673
  • ISBN-13: 978-3499621673
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 145.751 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Die Neurowissenschaften haben mit neuen Experimenten und bildgebenden Verfahren in den letzten Jahren eine riesige Fülle neuer Erkenntnisse gewonnen. Doch noch immer fehlt, was der Nobelpreisträger Francis Crick bereits vor einem Vierteljahrhundert forderte: eine plausible Theorie, wie unser Gehirn funktioniert und was Intelligenz ausmacht. Genau diese Theorie liefert Jeff Hawkins. Er skizziert zudem die wesentlichen Prinzipien, denen die Rechner gehorchen müssten, um die menschliche Intelligenz wirklich zu ergänzen.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

19 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Gewissheiten und Vermutungen, 4. Dezember 2006
Von 
Fuchs Werner Dr (Zug Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Zukunft der Intelligenz (Broschiert)
Gleich vorweg, das Buch des amerikanischen Computerdesigners und Unternehmers Jeff Hawkins gehört zu meinen Lieblingsbüchern im Bereich Neurologie. Und das hat mehrere Gründe. Allen voran, hier spricht ein besessener und eigenständiger Denker. Jemand, der sich nicht mit Verweisen auf moderne Hirnforschung profilieren will, sondern aus einem inneren Trieb nach übertragbaren Strukturen, Gesetzmässigkeiten und Modellen sucht. Jemand, der sich nicht davor scheut, anerkannte Theorien und allzu bequeme Vereinfachungen in Frage zu stellen. Jemand, der ein untrügliches Gespür für anschauliche Metaphern und überraschende Analogien hat. Kurz: Ein Forscher mit Sinn für das Allgemeine.

Die Grundthese des Autors ist ebenso einfach wie einleuchtend: Die Evolution hat den Neocortex erschaffen, um bessere Voraussagen zu treffen. Das haben zwar andere ebenfalls entdeckt, nur stiess ich bisher auf keinen Autor, der sich so konsequent dafür interessierte, welche allgemein gültigen Strukturen dies ermöglichen. Jeff Hawkins geht bei seiner Spurensuche wohl deshalb so systematisch und hartnäckig vor, weil er die Ergebnisse kommerziell nutzen will. Schliesslich verdient er sein Geld mit Software. Und weil er glaubt, dass die Verfechter der Künstlichen Intelligenz ihre Bandenkriege in einer Sackgasse ausfechten, zog sich Jeff Hawkins wieder auf das freie Feld zurück. Dort stösst er auf Vertreter anderer Wissenschaftsrichtungen, auf Nobelpreisträger ohne lästige egomanische Ticks, auf Künstler und geniale Vereinfacher. Jeff Hawkins sammelt die verstreuten Früchte, vergleicht sie mit denen im eigenen Korb und zieht Schlüsse, die in dieser Klarheit bisher noch kein anderer zu formulieren wagte. Um seine Vermutungen zu wissenschaftlichen Gewissheiten werden zu lassen, gründete Jeff Hawkins das Redwood Neuroscience Institute, wo Forscher verschiedenster Disziplinen den Geheimnissen des menschlichen Gehirns auf die Spur kommen wollen.

Mein Fazit: Jeff Hawkins ist einer jener Brückenbauer, die zuerst für sichere Verankerungen an beiden Flussufern sorgen, um dann mit eigenständigen Konstruktionen bisher Getrenntes verbinden zu können. In keinem Buch zum Thema Neurologie bin ich auf so anschauliche Metaphern gestossen wie in diesem. Allein deswegen lohnt sich die Lektüre.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Genial vereinfacht, einfach genial!, 27. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: Die Zukunft der Intelligenz (Broschiert)
Ich freue mich immer, wenn ich solche Bücher in die Hände bekomme. Für viele bedeutet Wissenschaft, dass der Mensch immer mehr und mehr Erkenntnisse sammelt. Aber das ist nur die halbe Wahrheit: In Wirklichkeit besteht gute Wissenschaft darin, tausend Einzelfakten zu sammeln und dann in eine einfache elegante Theorie zu packen, die auf möglichst wenige Prinzipien zurückgreift, um all diese Einzelerkenntnisse zu erklären. Genau dies gelingt Hawkins mit diesem Buch über die Neurowissenschaften. Dass das Gehirn eine Vorhersagemaschine ist und nicht primär ein Input-Output-Umwandler, dass der Hippocampus der hierarchisch höchststehende Teil des Gehirnes sein könnte und nicht etwa das Frontalhirn, das sind schon geniale Hypothesen.

All das leitet Hawkins aus wenigen basalen Kenntnissen der Neurophysiologie ab. Dass er dabei auch ein wenig autobiographisch wird, gerade zu Anfang, ist ein rein stilistisches Mittel, um den Übergang zu neurophysiologischen Betrachtungen auf der Ebene der Neuronen-Verschaltungen nicht allzu dröge werden zu lassen. Ich ziehe meinen Hut vor der Leistung des Autors. Und nein, ich hatte Ähnliches noch nicht bei anderen Hirnforschern gelesen!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Kenntnisreiches Manifest eines Technikoptimisten, 26. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: Die Zukunft der Intelligenz (Broschiert)
Warum können Menschen Gesichter erkennen? Wie schafft das Bewusstsein, aus den verschiedenen Ansichten, Teilbildern und Verzerrungen ein kohärentes Bild zu formen?

Diese Fragen wirken zunächst trivial. Wenn man aber versucht, die involvierten kognitiven Prozesse mit Maschinen zu simulieren, tun sich riesige Schwierigkeiten auf. Was unterscheidet also die menschliche Intelligenz von der traditionellen Arbeitsweise der Computer? Der Autor, ein Computerdesigner, der sich in die Neurophysiologie eingearbeitet hat, versucht eine Antwort darauf, in dem er den komplexen Mechanismus, mit dem das Gehirn Wirklichkeit repräsentiert, auseinandernimmt. Und er tut das auf eine bisweilen übereifrig anschauliche Weise, die auch einen fachlichen Laien nicht abschrecken soll.

Im Wesentlichen geht es dem Autor darum, die zentrale Rolle des Gedächtnisses bei der Entstehung von Intelligenz und Kreativität herauszuarbeiten. Und es gelingt ihm, seine Kernthese verständlich zu vermitteln und plausibel zu illustrieren.

Auch wenn ich selber keine Experte bin, erscheint mir doch die rebellische Attitüde des Verfassers nur bedingt berechtigt. Sowohl der Stellenwert des Gedächtnisses bei der Bewusstseinsbildung als auch dessen Einbindung in die Mustererkennung bzw. Vorhersagefähigkeit des Gehirns über Autoassoziation sind alles andere als Außenseitermeinungen (vgl. den Begriff des Reentry z.B. bei Edelman/Tonio).

Dem einen oder anderen mag es nicht geheuer sein, dass wir eines Tages Maschinen bauen sollten, die die Funktionsweise des Cortex erfolgreich simulieren und uns quasi mit unseren eigenen Waffen schlagen. Das ist die eingebaute Crux der Erkenntnis: Wissen nimmt dem Unverstandenen die Einzigartigkeit.

Es ist daher eine unbeabsichtigte Leistung des Buches, den Leser mit dem Konflikt zwischen Wissen, Machbarkeit und Glauben in der ureigensten Domäne des Menschen, dem Bewusstsein, konfrontiert zu haben.

Wenn man auch den Standpunkt des Autors nicht teilen mag so muss man doch oder gerade deswegen zugestehen, dass er einen anregenden Beitrag zur Diskussion des Bewusstseins geliefert hat.

Die fünf Sterne bekommt des Buch trotz der genannten Mängel und auch gerade deswegen, weil ich mit den Schlussfolgerungen des Autors und seinem mechanistischen Weltbild zu kämpfen hatte.

Es kommt nicht häufig vor, dass ein Buch die eigene Sicht auf die Dinge spürbar verändern kann. In diesem Falle war die Veränderung spürbar.
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