Ein weiterer historischer Roman von Petra Durst-Benning, der mich begeistern konnte. Das Würtemberg des frühen 19. Jahrhunderts ist wirklich treffend gezeichnet. Die Geschichte erzählt einerseits den Lebensweg des ungleichen und verarmten Geschwisterpaares Eleonore und Sonia und der Könign Katharina, die versucht sowohl eine gute Landesmutter, als auch eine gute Ehefrau und Mutter zu sein. Eleonore und Sonia geraten mehr durch Zufall zu einer Anstellung im Schloß der Königin. Während Eleonore sich zur Zuckerbäckerin berufen fühlt, ist Sonia damit beschäfitgt zu intrigieren und die Männer verrückt zu machen.
Eingeschoben sind außerdem einige Passagen in Russland, wohin es Elenores Liebe Leonard verschlagen hat, da den Bauern in Würtemberg der Hungertod droht.
Die Geschichte ist spannend und mit leichter Hand erzählt. Wobei auch hier wieder sehr auffällt, das der Roman von einer deutschen Autorin stammt. Die Sprache passt wie schon bei "Die Glasbläserin" perfekt zum Buch und macht die Geschichte erst richtig rund.
Etwas gestört hat mich die stereotype Zeichnung der Figuren. Während Eleonore gut, fleißig, sanft und gutmütig ist, ist Sonia einfach nur ein intrigiantes, schlechtes Luder. Auch die Königin wird doch etwas übertrieben gut dargestellt.
Nichts desto trotz ein schnell zu lesender historischer Roman, der Spaß macht.