Ich bin seit vielen Jahren unglücklich über die Tendenz meines Körpers (42 Jahre alt),
jedes Jahr einige unnötige Kilos anzuhäufen.
Sämtliche Diäten, die ich gemacht habe, hatten mit Extremen zu tun und waren schlecht für mein Lebensgefühl.
Bei vielen Diäten beschäftigt man sich fast nur noch mit Essen, da die Rezepte oft kompliziert sind und man unendlich viele Zutaten braucht, von denen die Hälfte letztlich im Müll landet weil man sie nicht aufbraucht.
Es sind oft von Vorschriften und Zutaten abwiegen durchdrungene Diäten, die eben nicht wirklich Basiswissen vermitteln. Für eine Langzeiternährung die Übergewicht verhindert war nicht eine tauglich.
Trennkost, die Eiweiß und Kohlenhydrate trennt, war für mich ebenfalls nicht von Erfolg gekrönt und ebenso wenig auf Dauer machbar. Das Buch erklärt sehr gut, warum diese Trennkost zwar funktioniert aber von falschen Voraussetzungen ausgeht: In vielen, als Kohlenhydrate deklarierten Zutaten, ist tatsächlich jede Menge Eiweiß, wie zum Beispiel in Hartweizengrießnudeln.
Mein letzter Versuch war eine reine Low-Carb Diät, die bewirkte, dass ich nach einer Woche plötzlich Panikattacken bekam, was mit der Schilddrüse zu tun hat, die auf den kompletten Insulinentzug reagierte.
Außerdem fühlte ich mich sehr schwach und mein Gehirn schaltete auf Notprogramm, was den berüchtigten Jojo-effekt nach sich zieht.
All das ist dank des Buches: Die Zucker-Fett-Falle Vergangenheit.
Auf das Buch wurde ich durch ein Interview mit Dr. Olaf Adam (auf BR-Online nachzulesen) aufmerksam, indem er das Ernährungskonzept vorstellte, welches sich auch eignet um Entzündungsvorgänge im Körper zu hemmen.
Das Buch die Zucker-Fett-Falle erklärt im ersten Teil ausführlich was die Mischung Fett und Zucker mit dem Stoffwechsel anrichtet. Wie sich die Ernährungsgewohnheiten eingeschlichen haben, die uns in einer immer hektischer werdenden Welt immer häufiger in die Zucker-Fett-Falle tappen lassen, indem man bei einem Anfall von Hunger kurz einen Döner, eine Pizza oder ein Teilchen beim Bäcker kauft. Aber auch wer gerne Zeit für Essen aufwendet und gerne kocht hat es durch die Zutatenverschleierung der Lebensmittelindustrie schwer, nicht in die Zucker-Fett-Falle zu laufen. Denn in Konserven muß Zucker erst ab einer Menge von 10g auf 100g deklariert werden, so dass man nicht einmal weiß, dass man wieder eine gehörige Portion Zucker und Fett zu sich genommen hat. Ebenso schlecht ist die oft eingesetzte Fruktose, wenn sie künstlich gewonnen wird und dann in Ketchup, Mayonnaisen, Essiggurken ect. ...landet, wo kein Mensch letztlich weiß oder vermutet, dass hier ein Dickmacher eingearbeitet ist, der uns aber gleichzeitig nicht satt werden läßt.
Auch auf dieses Problem geht das Buch sehr gut ein und erklärt die Auswirkungen von Zusatzstoffen auf unseren Körper. Letztlich motiviert das Buch dazu, lieber selbst frische Zutaten zu verarbeiten und sagt auch genau, wie es funktioniert. Es gibt kompakte Auflistungen, welche Lebensmittel wann am Tag zu genießen sind.
Ausführliche Erklärungen und kompakte Listen und Wissenstipps, strukturieren dieses Buch sehr gut,
der Rezeptteil ist ausführlich und ausreichend um die Ernährungsumstellung zu verinnerlichen.
Aufgrund des Hintergrundwissens, dass man bis Mittags Kohlenhydrate (und maximal 2g Fett pro Mahlzeit), dann neutral und Abends eine Mahlzeit mit Fett (und maximal 10g Kohlenhydrate) essen kann, ist auch eine leidenschaftliche Köchin wie ich noch frei genug leckere Mahlzeiten zu kredenzen, fern von Rezeptvorschriften.
Zum ersten mal seit Jahren habe ich wieder Spaß am Essen ohne die Angst zuzunehmen. Ich knabbere abends Nüsse und esse Käsewürfel, nur passe ich eben auf, dass die Nüsse nicht mehr als 10g Kohlenhydrate in 100g haben(zum Beispiel Mandeln und Pinienkerne) und keinen Zucker, wie es oft bei gerösteten Nüssen der Fall ist.
Auch zu diesen Zucker-Fett-Fallen gibt es eine ausführliche Liste im Buch, ebenso wie zu den Gemüsesorten mit denen man sich den ganzen Tag satt essen kann.
Das Gehirn soll nicht in Streß geraten und das verhindert man durch diese stoffwechselgerechte Ernährung.
Man muß auch keine Angst haben, einmal ein Stück Schokolade zu essen oder eine Torte, davon allein wird man nicht dick, sondern durch das darauf folgende Abendessen, mit Brot, Butter und Wurst/ Käse, ect. ....
Morgens gibt es durchaus Brötchen mit Marmelade, aber eben ohne Butter. Und wer das zu trocken findet, der kann Magerquark statt Butter nehmen, es gilt Alternativen zu unseren alteingesessenen Gewohnheiten zu finden.
Die Rezepte im Buch sind sehr lecker und vermitteln auch gleich das Grundprinzip dieser Ernährung: Man kann fast alles Essen, nur zur richtigen Zeit. Selbst Mehlschwitze kann man machen, nur eben nicht mit Fett. Eines meiner Lieblingsfrühstücke für die kalte Jahreszeit ist Vanille-Milchreis geworden, den ich mit Milch koche, die nur 0,1% Fett enthält und trotzdem nach Milch und Reis schmeckt. Dazu gibt es frische Früchte, Pflaumen mit Zimt, Pfirsich mit Vanille, ect... Auch auf meinen geliebten morgendlichen Milchkaffee muß ich nicht verzichten. Aber seit neuestem trinke ich auch mal grünen Tee mit Kandiszucker gesüßt.
Ich habe in 6 Wochen 6 Kilo abgenommen und habe nicht gehungert, hatte keine Schwächeanfälle, bin sehr leistungsfähig und fühle mich pudelwohl. Der Stoffwechsel verändert sich tatsächlich, Hunger und Sattgefühl regulieren sich und ich esse mehr Kohlenhydrate als ich mir früher gegönnt habe (Mittags Nudeln mit Tomatensoße- kein Problem, nur ohne Käse und Olivenöl!), was mich leistungsfähiger sein läßt und nehme dabei auch noch ab! Durch die richtigen Nährstoffe zur rechten Zeit verschwinden auch Gelüste auf Süßigkeiten und Fettes wie von selbst, mein Körper scheint aufzuatmen, weil er das bekommt, was er braucht. Nebenbei ist auch mein Sodbrennen verschwunden und ich schlafe besser und treibe jetzt auch mehr, nach der im Buch benannten Formel, Sport, wodurch ich auch hier das richtige Maß gefunden habe:
Das Mindestsoll liegt bei drei Kalorien pro Kilogramm Körpergewicht an fünf Tagen pro Woche,
das Maximum bei 5 Kalorien.
Heißt also bei 70 Kilo Gewicht, an fünf Tagen mindestens 210 Kilokalorien verbrennen, maximal 350.
Das sollte zu schaffen sein.
Insgesamt kann man dieses Buch sehr empfehlen, es geht auch ausführlich auf die seelischen Belange beim Essen ein und wie man sich selbst dabei helfen kann, mit dem Thema anders umzugehen. Das halte ich für einen genauso wichtigen Aspekt wie das Wissen um die Stoffwechselvorgänge selbst.
Durch diese Buch bekommt man ein Wissen in die Hand, dass verhindern hilft, nicht über die Jahre ständig weiter zuzunehmen und wenn man möchte, kann man mit Hilfe dieses Buches auch prima gesund abnehmen.
Ich bleibe bei der Fett-Zucker-Trennung, bis auf bewusste Ausnahmen, da ich dadurch mein Gewicht leicht halten kann und mich dadurch stoffwechselgerecht ernähre, fit und leistungsfähig bin und ernährungsbedingte Krankheiten, wie Rheuma, Gicht, Adipositas und Diabetes, ect.... verhindern kann.
Danke Dr. Olaf Adam und Dr. Yvonne Braun!