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Die Zimtgärten. [Taschenbuch]

Shyam Selvadurai , Matthias Müller
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 410 Seiten
  • Verlag: Goldmann (2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442450241
  • ISBN-13: 978-3442450244
  • Größe und/oder Gewicht: 18,3 x 11,6 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 164.350 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

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Ein hinreißendes Buch: Die Zimtgärten zieht unweigerlich alle in Bann, bei denen auch nur ein Funke Interesse an fremden Kulturen und vergangenen Zeiten besteht. Der Roman wirft aus der post-kolonialen Perspektive einen evaluierenden Blick zurück auf das Ceylon der 20er-Jahre, das sich beginnt, aus den imperialen Zwängen des British Empire zu lösen. Symbolischer Schauplatz sind die Zimtgärten: Denn genau wie die Zimtgärten früher einmal eine koloniale Zimtplantage waren und sich nun zu dem noblen tamilischen Vorort der Hafenstadt Colombo gemausert haben, so stehen auch die drei Generationen einer Familie für eine Gesellschaft im Umbruch, die den beschwerlichen und schmerzhaften Weg von der Fremd- zur Eigenbestimmung beschreitet. Die ältere Generation kann nicht von den kolonialen Traditionen lassen; durch die Briten haben sie es als deren Kollaborateure zu Wohlstand, Bildung und Ansehen gebracht. Sie werden am Ende die Verlierer sein. Die mittlere Generation hat es am schwersten, denn sie hat bereits die Vorzüge der britischen Bildung genossen, aber auch ein ambivalentes Bewusstsein für Familie, einheimische Bräuche und landesübliche Sitten bewahrt. Und die jüngere Generation ist bereit, sich von diesen Konventionen zu lösen und für Selbstverwaltung, Bildungsfreiheit und Frauenwahlrecht zu kämpfen.

Der Roman ist gerade deshalb so spannend, weil wir Leser den sich entwickelnden Zwiespalt der Hauptfiguren so eindringlich miterleben dürfen: Wie lange lässt sich das Doppelleben des patriarchalen Familienoberhauptes noch aufrechterhalten? Kann es für den Sohn ein Coming Out geben? Welchen Preis muss die junge Tochter für ihr Aufbegehren zahlen?

Nicht zuletzt ist dies auch ein Roman übers Lesen: Die Protagonisten sind geradezu süchtig nach Büchern, die ihnen Fluchtwege aus den häuslichen Zwängen wie neue Perspektiven auf das eigene Leben eröffnen. Deshalb verschlingen sie die Romane Jane Austens und George Eliots, machen sich kundig über die Sexualtheorien von Edward Carpenter und Sigmund Freud, und sind begeistert von E. M. Forsters Auf der Suche nach Indien. Ich meinerseits habe Die Zimtgärten verschlungen und bin begeistert. --RJ Poole -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

"Mit seiner lebhaften Darstellung einer Zeit und eines Landes, seinen klugen Charakterisierungen und den zu Herzen gehenden emotionalen Dramen wird dieser Roman den großen Leserkreis finden, den er verdient." (The Sunday Times)

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Kundenrezensionen

4.0 von 5 Sternen
4.0 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schönes Buch zum nachdenken und träumen 8. Juli 2002
Format:Taschenbuch
Nach „Riff", „Anil's Geist" und „Es liegt in der Familie" wollte ich gerne ein weiteres Buch lesen, das auf Sri Lanka spielt, und bin begeistert. Shyam Selvadurai gelingt es auf unterhaltsame und spannende Art und Weise, den Leser in das Ceylon der 20er-Jahre zu entführen und ihn anhand der Schicksale von Vertretern dreier Generationen einer wohlhabenden Familie der Cinnamon Gardens den Wandel der Gesellschaft miterleben zu lassen. Fast schon zu leicht liest sich die Geschichte, möchte man meinen. Doch die „Gratwanderung" ist gelungen und der Rutsch hinab in eine triviale Familiensaga bleibt aus. Und auch vor einem billigen Happy End kann entwarnt werden - auch diese Klippe meistert Selvadurai. Ein wirklich schönes Buch zum nachdenken und träumen!
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Interessant - ohne schwermütig zu sein 15. März 2001
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Ein wunderbar leicht zu lesender Roman, der einen Einblick in das Leben der unter der britischen Kolonialmacht privilegierten Bevölkerung gibt. Ob wohl viele Einzelschicksale aufgrund der Konventionen für die Betroffenen tragisch oder unbefriedigend verlaufen, verzichtet der autor auf den erhobenen Zeigefinger, alle Figuren werden versöhnlich dargestellt, selbst der Mudiyalar, das Familienoberhaupt. Die Doppelmoral mit der auch heute noch viele Leute in Sri Lanka behaftet sind, wird sehr schön deutlich. Wenn man das Land heute kennt, kann man für viele heutige Mißstände den Ursprung lange in der vergangeheit suchen, nicht in den letzten 20 Jahren, wie es von vielen Politikern leider heute fälschlicherweise propagiert wird... Ein tolles entspannendes, dennoch leicht zu lesendes Buch. Es ist beachtlich, das ein so junger Schriftsteller das so toll hinbekommt so schwerelos in der Vergangenheit zu schwelgen!
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Leicht und nett! 5. Februar 2007
Von Caramelle VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Ein Roman aus der Kolonialzeit, aber trotzdem gut geeignet, heutiges Denken und Verhalten der Menschen in Sri Lanka zu verstehen. Die Themen des Buches sind sicher heute noch aktuell: Liebes- oder arrangierte Heirat, poltische Machtverteilung zwischen Tamilen und Singhalesen, Armen und Reichen, Stellung der Frau, Homosexualität, usw.

Eine klar strukturierte Familiensaga in einer klar strukturierten Gesellschaft. Vielleicht wenig Sensationelles, aber viel Raum für Beschreibung von Alltag, Charakteren, Landschaft. Keine tropischen Fieberphantasien. Ich hatte nie das Gefühl, nachrecherchieren zu müssen, weil mir irgendetwas unglaubwürdig vorkam, was ich als sehr angenehm empfand.

Wer das Buch zusammen mit dem völlig andersartigen Buch "Anils Geist" von Michael Ondaatje liest, hat einiges an Aspekten Sri Lankas "abgedeckt".
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Wer Sri Lanka abseits der Touristenpfade besucht hat, für den wird dieses Buch ein spannender Rückblick in die 20er Jahre Ceylons. Der Roman spielt in Colombo im tamilischen Nobelviertel "Cinnamon Gardens". Zu einer Zeit, da Frauen beginnen, in die politische Domäne der Männer einzubrechen, der Versuch, selbständig zu werden. Die Kehrseite ist jedoch sowohl familiärer Widerstand als auch die Dominanz der wolhabenden Gesellschaft. Verkrustete Konventionen, gegen die Söhne rebellieren, Abhängigkeit von der Familie, Zwiespalt mit der neuen Modernität. Und dennoch findet die Liebe ihre eigenen geheimnisvollen Wege.

Ein sehr spannend und gut recherchierter Roman von dem noch jungen Shyam Selvadurai.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Roman, der die Sinne bewegt 20. August 2000
Format:Gebundene Ausgabe
Shyam Selvadurai führt den Leser beeindruckend in die 30er Jahre auf die Tropen-Insel Sri Lanka. Er schildert das Leben der oberen Zehntausend hautnah und vergißt trotzdem nicht, auch besondere Randgruppen der damaligen Gesellschaft im Detail zu beleuchten. Beim Lesen gerät man ins Träumen, zuweilen ins Schwärmen. Noch nie habe ich einen so interessanten Roman über das damalige Ceylon gelesen. Mein Name ist Norbert Loh. Ich bin Hofberichterstatter bei der Zeitschrift "die aktuelle" in München. Ganz spontan habe ich dieses Buch Ihrer Königlichen Hoheit Prinzessin Margaret von England geschickt, der Schwester Ihrer Majestät Königin Elizabeth II. von England. Sie ließ mir drei Wochen später über ihre Privatsekretärin Mary McColm mitteilen: "Ihre Königliche Hoheit haben das Buch mit Interesse gelesen und dankt Ihnen." Ich weiß, daß dies keine Rezension im üblichen Sinne ist. Aber ich weiß, daß diese Buch einer der berührendsten Romane des Jahres 2000 ist.
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4 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Wo war die Pointe? 28. November 2001
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Ich quälte mich durch dieses Buch hindurch in der stillen Hoffnung, dass doch nun endlich etwas spannendes passieren möge. Es dümpelte so vor sich hin, beide Protagonisten blieben seltsam farblos und der Schluss dann war so öde und wenig aufregend wie der Rest auch!

So für abends vorm Einschlafen, damit die Augenlider schnell schwer werden bestens geeignet!

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1 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Belanglos 25. November 2004
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Ich liebe Romane, die andere Bücher besprechen, also freute ich mich auf die Verweise zu George Eliot o.ä.
Leider spielen diese Dinge kaum eine Rolle in dem Buch, und die Story ist ziemlich vorhersehbar und banal.
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