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Die Zeitmaschine: Roman
 
 
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Die Zeitmaschine: Roman [Taschenbuch]

H.G. Wells , Alexandra Auer , Annie Reney
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (41 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Reisen durch die Zeit - heute in der Science Fiction ein zwar immer noch spannendes, aber eher abgegrastes Thema -- waren Ende des letzten Jahrhunderts noch völliges Neuland. Als H.G. Wells, einer der frühen Meister der phantastischen Literatur, 1895 mit Der Zeitmaschine seinen bedeutendsten Roman fertigstellte, schuf er damit in der Tat einen zukunftsgerichteten Meilenstein und das Buch sprühte geradezu vor Einfällen, angesichts derer man aus heutiger Sicht vor Wells Phantasie nur den Hut ziehen kann.

Seine Geschichte des englischen Zeitgenossen, der mit Hilfe einer eher simpel konstruierten Maschine in der Zeit vorwärts und rückwärts reisen kann und letztlich im Jahre 802.701 hängenbleibt, begeistert immer noch, und das trotz eher schlichter technischer Vorstellungen oder leicht angestaubter Sprache. Gebannt von Wells Erzählkraft erlebt man die Welt der Eloi und Morlocks, in der die einen das (durchaus wörtlich zu nehmende) Futter der anderen sind. Und man erlebt den Einfluß unseres verblüfften Zeitreisenden auf diese Welt, verursacht durch seine ergreifende Liebesbeziehung mit einer Eloi.

Doch Wells Geschichte einer Zwei-Klassen-Gesellschaft - allmächtige Morlocks und scheinbar glückliche, aber völlig unterjochte Eloi - ist weit mehr als einfache Unterhaltung. Wie in vielen seiner Werken prangert Wells hier soziale Mißstände an und ermahnt seine Leser mit kritischen Visionen zur Vorsicht vor künftigen Entwicklungen. Und obwohl seine Bücher in der Frühphase des Kapitalismus entstanden, kann man diese Warnungen auch heute noch ernst nehmen. So darf gerade unter Berücksichtigung der Erscheinungszeit seiner Bücher (das vorliegende entstand ja immerhin noch, wenn auch knapp, im letzten Jahrhundert!) Wells als Musterbeispiel wie auch als einer der Urväter für anspruchsvolle Science Fiction dienen, selbst wenn der Begriff der SF damals noch unbekannt war. --Joachim Hohwieler

Pressestimmen

»Wells’ Einfluss auf die Science-Fiction ist einzigartig. Seine Einfälle und Visionen – darunter die Zeitmaschine selbst – zählen heute zum Inventar des Genres.«
getAbstract Dezember 2008

»Ein Klassiker, den jeder mal gelesen haben sollte.«
Maxi 12/2008

»Die schnörkellose Taschenbuchausgabe der ›Zeitmaschine‹ bietet einen der wohl faszinierendsten Klassiker der Literatur zu einem fairen Preis an. Wer das Buch bisher noch nicht in seiner Sammlung hatte, kann hier getrost zugreifen. Der Roman ist allemal wert.«
Ralf Steinberg, fantasyguide.de 28.08.2008

»Der englische Schriftsteller Herbert George  Wells wurde durch seine Romane [...] zum Mitbegründer der modernen Science-Fiction. [...] H.G. Wells wies in seinen Erzählungen auf die Auswirkungen menschlichen Handelns hin und kritisierte durch seine düsteren Zukunftsvisionen seine zeitgenössische Gesellschaft.«
Buchreport 11.08.2011

Kurzbeschreibung

›Die Zeitmaschine‹, erschienen 1895 ist die kühnste und poetisch reifste Leistung des genialen Visionärs H.G.Wells.

Ein Untertan Ihrer Majestät Queen Victoria, der namenlose »Zeitreisende«, erzählt seinen Freunden von seiner Erfindung: einer fahrradähnlichen Maschine, die Vor- und Rückwärtsbewegungen auf der Zeitachse, mithin also die Erforschung des Schicksals der menschlichen Spezies ermöglicht. Während einer Demonstration entschwindet der Erfinder und taucht erst acht Tage später wieder auf. Wunderliches hat er zu berichten aus dem Jahr 802701, wo für die kindlich-zutraulichen Eloi alle Menschheitsträume in Erfüllung gegangen zu sein scheinen. Doch die Idylle trügt...

H. G. Wells' 1895 erschienener Roman wurde zum oft nachgeahmten, aber nie erreichten Vorbild: Mit ihm eröffnete der geniale Visionär die Reihe der in unserem Jahrhundert bedeutenden literarischen Gegenutopien, die sich apokalyptischer Bilder bedient, um eine humane und gerechte Welt anzumahnen.

Über den Autor

H(erbert) G(eorge) Wells wurde am 21.9.1866 in Bromley/Kent geboren und starb am 13.8.1946 in London. Nach einer Kaufmannslehre absolvierte er ein naturwissenschaftliches Studium mit Prädikatsexamen; nach nur wenigen Jahren als Dozent lebte er als freier Schriftsteller.

Sein Gesamtwerk umfaßt etwa hundert Bände. Zu Weltruhm gelangte er mit seinen Romanen und Erzählungen, die ihn als Begründer der modernen Science-fiction, als genialen phantastischen Utopisten und als kritisch-humorvollen Gesellschaftssatiriker ausweisen.

Auszug

Das Modell verschwindet

Der Zeitreisende (denn so will ich ihn der Einfachheit halber nennen) erläuterte uns eine schwer verständliche Sache. Seine grauen Augen leuchteten und funkelten, und sein gewöhnlich blasses Gesicht war gerötet und belebt. Das Kaminfeuer brannte hell, und der weiche Schein des Glühlichts in den silbernen Lilien spiegelte sich in den Bläschen, die in unseren Gläsern aufblitzten und vergingen. Unsere Stühle - seine patentierte Erfindung - umarmten und verwöhnten uns mehr, als daß sie uns lediglich zum Sitzen dienten, und es herrschte jene wohltuende Nach-Tisch-Atmosphäre, da die Gedanken gelöst und frei von den Fesseln der Pedanterie fließen. Und während wir so dasaßen und träge seinen Eifer und seinen schöpferischen Geist bei der Darstellung dieses neuen Paradoxons (wofür wir es hielten) bewunderten, erläuterte er es uns, die wesentlichen Punkte mit einem hageren Zeigefinger hervorhebend, auf die folgende Weise.

»Sie müssen mir aufmerksam zuhören. Ich werde die eine oder andere Vorstellung, die so gut wie allgemein akzeptiert ist, anfechten müssen. Die Geometrie zum Beispiel, die man Sie auf der Schule gelehrt hat, beruht auf einem Mißverständnis.« »Erwarten Sie mit dieser Behauptung gleich zu Beginn nicht etwas viel von uns?« meinte Filby, ein streitsüchtiger Mensch mit rotem Haar.

»Ich verlange nicht, daß Sie irgend etwas ohne einen vernünftigen Grund akzeptieren. Sie werden mir bald alles zugestehen, was ich von Ihnen brauche. Sie wissen sicherlich, daß eine mathematische Linie, eine Linie von der Dicke "null" in Wirklichkeit nicht existiert. Hat man Sie das gelehrt? Ebensowenig eine mathematische Fläche. Das sind reine Abstraktionen.« »Da haben Sie recht«, sagte der Psychologe.

»Und genausowenig kann ein Würfel, der nur aus Länge, Breite und Höhe besteht, eine materielle Existenz haben.«

»Da muß ich widersprechen«, erklärte Filby. »Natürlich kann ein fester Körper existieren. Alle realen Dinge ... «

»Das glauben die meisten Menschen. Aber überlegen Sie mal einen Augenblick: kann ein momentaner Würfel existieren?« ... -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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