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Die Zeitmaschine: Roman
 
 

Die Zeitmaschine: Roman (Taschenbuch)

von H.G. Wells (Autor), A. Reney (Übersetzer)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 160 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. August 1996)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 342312234X
  • ISBN-13: 978-3423122344
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 12 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (34 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 22.364 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Reisen durch die Zeit - heute in der Science Fiction ein zwar immer noch spannendes, aber eher abgegrastes Thema -- waren Ende des letzten Jahrhunderts noch völliges Neuland. Als H.G. Wells, einer der frühen Meister der phantastischen Literatur, 1895 mit Der Zeitmaschine seinen bedeutendsten Roman fertigstellte, schuf er damit in der Tat einen zukunftsgerichteten Meilenstein und das Buch sprühte geradezu vor Einfällen, angesichts derer man aus heutiger Sicht vor Wells Phantasie nur den Hut ziehen kann.

Seine Geschichte des englischen Zeitgenossen, der mit Hilfe einer eher simpel konstruierten Maschine in der Zeit vorwärts und rückwärts reisen kann und letztlich im Jahre 802.701 hängenbleibt, begeistert immer noch, und das trotz eher schlichter technischer Vorstellungen oder leicht angestaubter Sprache. Gebannt von Wells Erzählkraft erlebt man die Welt der Eloi und Morlocks, in der die einen das (durchaus wörtlich zu nehmende) Futter der anderen sind. Und man erlebt den Einfluß unseres verblüfften Zeitreisenden auf diese Welt, verursacht durch seine ergreifende Liebesbeziehung mit einer Eloi.

Doch Wells Geschichte einer Zwei-Klassen-Gesellschaft - allmächtige Morlocks und scheinbar glückliche, aber völlig unterjochte Eloi - ist weit mehr als einfache Unterhaltung. Wie in vielen seiner Werken prangert Wells hier soziale Mißstände an und ermahnt seine Leser mit kritischen Visionen zur Vorsicht vor künftigen Entwicklungen. Und obwohl seine Bücher in der Frühphase des Kapitalismus entstanden, kann man diese Warnungen auch heute noch ernst nehmen. So darf gerade unter Berücksichtigung der Erscheinungszeit seiner Bücher (das vorliegende entstand ja immerhin noch, wenn auch knapp, im letzten Jahrhundert!) Wells als Musterbeispiel wie auch als einer der Urväter für anspruchsvolle Science Fiction dienen, selbst wenn der Begriff der SF damals noch unbekannt war. --Joachim Hohwieler



literature.de, 9. August 2004

Visionärer Klassiker ... Wells’ Roman „Die Zeitmaschine“ ist trotz seines Alters hoch aktuell. Anders als viele heutige Science-Fiction-Autoren, die sich vor allem für die Paradoxien, die sich aus Zeitreisen ergeben könnten, interessieren, nutzt Wells das Thema als Vehikel für gesellschaftskritische Betrachtungen. ... Aus heutiger Sicht ist außerdem bemerkenswert, daß Wells vor über hundert Jahren eine umstrittene technische Innovation unserer Zeit vorausgesehen hat...

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30 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein Buch von gewaltiger visionärer Kraft, 26. Oktober 2004
Gut zehn Jahre nach seinem Erscheinen sah ich als ungefähr zehnjähriger Junge den gleichnamigen Film mit Rod Taylor und Yvette Mimieux in den Hauptrollen im Kino (so etwas gab es damals noch!), und dieser Streifen hat mich bis auf den heutigen Tag nicht losgelassen...
Viele Jahre später legte ich mir den Roman von H. G. Wells zu und hatte prompt die Bestätigung dafür, warum ich diesen Film immer so sehr geliebt habe:
Es ist nicht nur die äußerst intelligente gesellschaftliche Kritik dieses Buches, die es hat so zeitlos werden lassen, es bezieht seine Aktualität auch durch die Tatsache, daß es ungefähr sechs Jahre(!) vor Erscheinen der "Speziellen Relativitätstheorie" von 1905 die einsteinsche Idee von der Zeit als vierte Dimension expressis verbis vorwegnimmt.
Natürlich ist mir klar, daß auch das nicht unbedingt die Größe eines Romans ausmacht. Wir haben vielmehr eine Geschichte vorliegen, die, und das sei hier nur am Rande bemerkt, nicht nur in ihrer Kürze gut erzählt ist, sondern sich im Kern mit der ewigen Frage des "Wer sind wir, woher kommen wir, wohin gehen wir" auseinandersetzt. In unserer uns Menschen ganz zu eigenen Hybris neigen wir dazu, unsere jeweilige Generation als den augenblicklichen Höhepunkt einer seit Menschengedenken währenden Entwicklung zu begreifen. Damit räumt dieses Buch komplett auf...
Nach H. G. Wells entwickeln wir uns (oder: werden wir uns entwickeln) nicht vorwärts, sondern auf lange Sicht rückwärts in tiefste Barbarei, bis hin zur Versklavung einer Schicht (hier: Rasse), die letztlich in Kannibalismus gipfelt.
Natürlich, und das ist sicherlich typisch für die Zeit der Entstehung dieses Buches, kommt jemand daher, der die Geknechteten aus dem Dunkel ihres gleichgültigen Daseins ins Licht der Erkenntnis und somit der Selbstbestimmung führt. Das ist eine der Kernaussagen dieses Romans.
Wenngleich sich meine letzten Ausführungen lesen wie eine philosophische Abhandlung auf laienhaftem Niveau (was sie ja auch sind), bietet dieses Buch doch ungleich viel mehr:
Eine (wie eingangs erwähnt) gut erzählte Geschichte, die unabhängig aller Gesellschaftskritik vom Anfang bis zum letzten Abschnitt zu fesseln vermag.
Abschließend sei mir an dieser Stelle vielleicht ein ganz persönlicher Kommentar gestattet:
Im letzten Drittel des Romans gibt es ein Kapitel, das mit "Der sterbende Planet" übertitelt ist. Wells beschreibt hier eine Welt in einer noch sehr viel ferneren Zukunft, in der unser Zentralgestirn ungefähr ein Drittel des Himmels einnimmt (auch das deckt sich wieder mit den heutigen physikalischen Erkenntnissen, denen zufolge sich die Sonne zu einem "Roten Riesen" verändern wird). Die hier entwickelte Zukunftsvision unseres eigenen sterbenden Planeten Erde ist in ihrer von Trostlosigkeit bestimmten Schilderung derart intensiv und gleichermaßen eigenartig schön, daß dieses Kapitel zum absolut Schönsten gehört, das ich jemals gelesen habe.
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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Zurück in die Zukunft, 22. Oktober 2009
Im Jahre 1895 erschienen, ist "Die Zeitmaschine" wohl die kühnste und poetisch reifste Leistung des genialen Visionärs H.G. Wells. Ein Klassiker, mit dem die Geburtsstunde der modernen Science-fiction schlug und der bis heute, trotz vieler Nachahmer, immer noch als DAS Werk über die vierte Dimension gilt.

Woher kommen wir? Wie und in welche Richtung wird sich die Menschheit entwickeln? Wie wird die Zukunft der Erde in tausenden von Jahren aussehen? Kein anderer Autor hat sich diese Fragen so intensiv gestellt, wie Herbert George Wells und wohl auch niemand sie so schonungslos sachlich und doch ergreifend beantwortet. Er war es, der als erster das Motiv der Zeitreise in die Literatur einführte und das dazu nötige Instrument erschuf: die Zeitmaschine. Sein klarer Blick in Zeiten der zunehmenden ethisch-moralischen Unsicherheit gegen Ende des Jahrhunderts und sein schriftstellerisches Talent erzählen den Leser jedweder Generation eine Geschichte, die auf eindringlichste Weise verstört, unterhält und uns gleichzeitig erstaunlich viel über das Menschsein zu verraten vermag. Viele werden die Handlung, allein schon aufgrund der Verfilmungen kennen, dennoch sei sie hier kurz angerissen:

Ein Landhaus in London Ende des 19. Jahrhunderts. Im Kreise einiger Freunde berichtet ein mit Namen nicht genannter Zeitreisender schier Unglaubliches. Eine von ihm konstruierte Zeitmaschine führte ihn ins Jahr 802701. Dort, in der weit entfernten Zukunft, ist aus dem verbauten Moloch des Themsetals ein idyllisches Paradies geworden. Rhododendrenbüsche bedecken die von palastartigen Türmen durchsetzten Ebenen und üppige Früchte versorgen die Eloi, ein naives, rückständiges Volk von schwächlicher Statur, mit dem was sie benötigen. Das scheinbar paradiesische, wenn auch sinnentleerte Dasein, wird nur von ihrer immensen Furcht vor der Finsternis durchbrochen. Denn die Dunkelheit ist die Zeit der Morlocks, hässlicher und - wie es der Zeitreisende anfangs glaubt - unterdrückter, proletarischer Wesen, welche im Untergrund die gewaltigen Maschinen zu bedienen scheinen, die das glückliche Dasein auf der Oberfläche offenbar erst ermöglichen. Wie falsch der Zeitreisende mit dieser Vermutung liegt, soll er allzu bald erfahren, denn die wahren Herrscher sind die Morlocks, welche die Eloi in sklavischer Gefolgschaft wie Zuchtvieh halten und die mit dem Diebstahl der Zeitmaschine für ihn auch jede Hoffnung auf eine Rückkehr in seine Zeit zunichte machen. Gemeinsam mit der treuen Eloi Weena nimmt der Zeitreisende den Kampf auf...

Kannibalen auf der einen Seite, naive Opfer auf der anderen. Die in zwei Arten aufgespaltene Menschheit ist die von Wells gesehene mögliche Zukunft eines Proletariats, das sich gegen die herrschende, höhere Klasse erhoben hat. Und nicht nur diese äußerst intelligente Gesellschaftskritik des Buches ist es, die das Werk hat so zeitlos werden lassen, auch in punkto literarischer Qualität vermag "Die Zeitmaschine" zu überzeugen. Sie ist nicht nur in ihrer Kürze hervorragend erzählt, sondern setzt sich gleichzeitig sehr geschickt mit den elementaren Fragen auseinander, die der Mensch sich seit jeher stellt. Unsere Angewohnheit, die jeweils eigene Generation als augenblicklichen Höhepunkt der Entwicklung des Menschen zu betrachten, wird hier der Boden unter den Füßen weggezogen. Nach Wells werden wir uns nämlich nicht vorwärts, sondern auf lange Sicht wieder rückwärts entwickeln, in die tiefste Barbarei, die schließlich in einer versklavten Rasse samt Kannibalismus ihren Höhepunkt findet. Denn die Sicherheit, der Frieden, die Gleichheit, die schließlich eines Tages erreicht wird, sorgt dafür, dass uns der Überlebenstrieb, der Hunger nach Wissen und der Wille zur Veränderung verloren gehen.

Unabhängig von aller Gesellschaftskritik dieses Buches, liest es sich über kurze und doch berührende 149 Seiten extrem fesselnd. Besonders angesichts heutiger Entwicklungen (Klimaerwärmung, Kriege etc.) ist diese bedrohliche Utopie alles andere als utopisch geworden und insbesondere das letzte Drittel des Romans, welches die Erde am Ende aller Zeiten beschreibt, gehört wohl zum eindringlichsten, was ich bisher gelesen habe. Traurig und schön zu gleich sind es diese Zeilen, die nachhaltig beeindrucken und allein genügen, um diesem Buch das Prädikat "Meisterwerk" zu verleihen.

Insgesamt ist "Die Zeitmaschine" ein zeitloser Klassiker, eine Utopie mit überwältigendem Tiefgang, welche so utopisch nicht ist und die auch über 100 Jahre nach ihrem Erscheinen zu packen vermag. Ein Buch, das in das Regal eines jeden echten Kenners von Literatur gehört.
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Ein Hörbuch mit Schwächen, 29. April 2001
Von U. Radünz - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Diese Rezension stammt von: Die Zeitmaschine, 4 Cassetten (Hörkassette)
Über die Geschichte etwas zu schreiben, hieße wahrscheinlich Eulen nach Athen zu tragen. Dieser Klassiker der Science-Fiction-Literatur ist auch heute noch wegen seines Ideenreichtums und der sehr aktuellen Gesellschaftskritik absolut lesenswert. Das Hörbuch wird der brillianten Romanvorlage leider nicht ganz gerecht. Die monotone Vortragsweise des Sprechers Martin Maria Schwarz stellt hohe Anforderungen an die Konzentrationsfähigkeit des Hörers und ermüdet (zumindest mich) dadurch recht schnell. Selbst die spannendsten Stellen verlieren dadurch einiges an Dramatik. Wer deshalb wie ich das Werk per Kopfhörer genießen möchte, wird auch die unterschiedliche Aufnahmequalität der einzelnen Kapitel bemerken.Fazit: Wer "Die Zeitmaschine" kennt und mag, wird auch dieses Hörbuch sicherlich gern einmal anhören, aber für den "Erstkontakt" empfehle ich ausdrücklich das Buch selbst zu lesen.
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